Warum kommt ein Synchronsprecher zum Einsatz obwohl der Schauspieler oder die Schauspielerin diese Sprache spricht?

Ich schaue mir ab und zu Serien auf mandarin an (2.Muttersprache) Ich habe bemerkt, dass die selbe Person in verschiedene Serien eine andere Stimme hat. 1 mal mit einem Synchronsprecher und ein anderes mal ohne. Ich habe das gemerkt als ich ein Fernseh Sendung sah mit dem Schauspieler als Gast und dann erfuhr wie seine echte Stimme ist.

1 Antwort

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  • Anonym
    vor 4 Monaten
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    In den Karl May-Filmen der Sechzigerjahre wurden sogar Muttersprachlerinnen wie Elke Sommer und Ursula Glas synchronisiert. Bei Uschi verstehe ich das noch, weil ihre bayrischer Akzent zu stark ist, wobei ich mich dann allerdings wieder frage, weshalb sie dann überhaupt die Rolle des Halbblutes Apanatschi bekam, da es ihre erste Rolle überhaupt war.

    Der jugoslawische Berufsindianer Georg (Gojko) Mitic wurde in den Karl May-Filmen auch synchronisiert, obgleich er damals schon fließend Deutsch sprach und sein Akzent sich für Indianerrollen (wie in den späteren DEFA-Western zu hören) sehr gut eignete.

    Sich selber synchronisierte hingegen oft der englische Schauspieler Herbert Lom, dessen Muttersprache Deutsch war, der aber schon in den Dreißigerjahren nach London gegangen war und daher auch akzentfreies Englisch sprach. Ähnlich verhielt es sich mit dem Dracula-Darsteller Christopher Lee. Ein weiterer Star, Tony Curtis, synchronisierte sich selber zwar nicht, verstand aber gut Deutsch und bestimmte bei den Synchronarbeiten (u.a. bei dem herrlichen ZDF-Schnodderdeutsch aus "Die zwei") teils mit.

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