Anonym
Anonym fragte in GesundheitPsyche · vor 2 Monaten

Welche Auswirkungen hat fortwährende Entmenschlichung einer Personengruppe mit der Psyche des Entmenschlichenden?

Wie verschieben sich die Hemmschwelle und wie verändert sich die Selektion der Wahrnehmung? 

2 Antworten

Bewertung
  • Remo
    Lv 7
    vor 2 Monaten

    Eine Entmenschlichung kann beim Akteur bis zur Gegenständlichkeit der Betroffenen führen.

    Der Akteur handelt bei der Entmenschlichung nicht, wie oft vermutet, aus Hass, Sadismus oder Größenwahn sondern aus Überzeugung. Er ist davon überzeugt, dass bestimmte Menschen eben keine Menschen sind. Der Akteur sieht diese Menschen als andere Spezies an und geht dem entsprechend mit ihnen um. Beim Holocaust wurden Juden ja auch nicht als Menschen angesehen. Sie waren, bezogen auf Darwin, eine zurückgebliebene Untergruppe. Daher wurde die Ermordung von Juden auch nicht als Tötung von Menschen angesehen sondern als "Reinigung" der menschlichen Rasse. 

    Jeder Angler handelt übrigens genau so. Er macht einen Fisch zu einem Objekt. Da sagt man ja auch nicht, dass er aus Hass, Sadismus oder Größenwahn behandelt. Er handelt aus der Überzeugung heraus, dass ein Fisch kein Mensch ist und man ihn daher töten darf.

  • Mike
    Lv 7
    vor 2 Monaten

    Die Unantastbarkeit der Würde ist nicht mehr gewährleistet-..

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