Dürfen die leiblichen Eltern die Adoptiveltern verklagen (s.D.)?

Leider gibt es Menschen, die aus Armut oder sonstigen Problemen ihre Kinder zur Adoption freigeben (müssen) damit ihre Kinder ein besseres Leben haben.

Jetzt würde mich mal was interessieren wie es aussieht, wenn dann dem Kind etwas Schlimmes zustösst wie zum Beispiel Mord.

Und die leiblichen Eltern erfahren davon.

Rechtlich sind sind ja nicht mehr die Eltern, sehr wohl aber immer noch biologisch.

Auch wenn das Kind zur Adoption frei gegeben wurde heisst das nicht automatisch, dass man sein Kind nicht (mehr) liebt.

Und Blut ist nunmal dicker als Wasser.

Wenn die leiblichen Eltern davon erfahren, dürfen sie die Adoptiveltern verklagen, weil sie nicht auf das Kind aufgepasst haben?

7 Antworten

Bewertung
  • vor 3 Monaten

    Mit der Adoption treten die leiblichen Eltern alle Elternrechte an die Adoptiveltern ab. 

    Egal, wie dick das Blut ist - die genetischen Eltern haben keinen Anspruch mehr. 

    Das Jugendamt und die Polizei prüfen, ob das Kind vernachlässigt wurde oder die jetzigen Eltern ihre Aufsichtspflicht verletzt haben.

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  • vor 3 Monaten

    Ein Mord ist ein Offizialdelikt, das von der Staatsanwaltschaft von Amts wegen verfolgt wird. Da braucht es sowieso keine Anzeige.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Offizialdelikt_(Deut...

    Bei einer Adoption erlöschen alle gegeseitigen Rechte und Pflichten zwischen leiblichen Eltern und leiblichem Kind.

    Das Kind ist gesetzlich nicht mehr verwandt mit seinen leiblichen Eltern.

    Falls ein Mord am Kind geschieht, ist der Mörder schuld.

    Sollte durch die Verletzung der Aufsichtspflicht einem Mord Vorschub geleistet worden sein, wird das auch von der Staatsanwaltschaft untersucht.

    Sollten die Adoptiveltern sogar in Verdacht stehen, ist es auch Sache der Staatsanwaltschaft.

    • aeneas
      Lv 7
      vor 3 MonatenMelden

      DH!

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  • vor 3 Monaten

    Wenn das Kind ermordet wird oder selbst einen Mord begeht, ist die Polizei zuständig. Das gilt analog für alle Straftaten.

    Die leiblichen Eltern haben dabei keine Funktion - es sei denn, sie sind die Geschädigten

    • Willy
      Lv 6
      vor 3 MonatenMelden

      "Die leiblichen Eltern haben dabei keine Funktion - es sei denn, sie sind die Geschädigten".
      In allem mir bekannten Adoptions- und Pflegschaftsfällen wurde jeglicher Kontakt zu leiblichen Eltern unterbunden - aus guten Gründen.

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  • Anonym
    vor 3 Monaten

    Nein. Allerdings bin ich der Meinung, dass dem Adoptionsunwesen Einhalt geboten werden muss. Vor allem sollten solche Richter streng bestraft werden, die offenkundig nicht dem Kindeswohl dienende Adoptionen aussprechen, wie es auch bei mir der Fall als adoptiertem Stiefkind war. Da sogar mein Personenstand gefälscht wurde und die im Adoptionsvertrag behauptete Zustimmung meines Amtsvormundes auf freier Erfindung beruhte, was die zuständige Amtsgerichtsrätin nicht bemerkte oder absichtliche übersah, müsste meine Adoption eigentlich ungültig sein. Aber die Gerichte schalten auf stur. 

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  • Berni
    Lv 7
    vor 3 Monaten

    Die leiblichen Eltern haben null Rechte ! Wurde die Aufsichtspflicht verletzt, klagt der Staat.

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  • vor 3 Monaten

    Rechtlich haben die leiblichen Eltern nach der Adoption überhaupt nichts mehr zu melden und das ist es was zählt! Mit der Adoption geben die leiblichen Eltern alle Rechte ab.

    Außerdem macht es keinen Sinn die Adoptiveltern zu verklagen weil sie nicht aufgepasst haben als das Kind ermordet wurde - je nachdem wie alt das Kind ist kann man es nicht rund um die Uhr bewachen und niemand wird den Eltern vorwerfen dass sie nicht aufgepasst haben wenn z.B. etwas auf dem Schulweg passiert.

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  • vor 3 Monaten

    Das Ganze scheitert doch schon von vornherein daran, daß die biologischen Eltern keinerlei Kenntnisse davon haben können, was "ihrem" Kind da passiert ist.

    Außerdem wäre es ganz schön schofel, um die eigenen Schuldgefühle zu besänftigen, auf die Adoptiveltern losgehen zu wollen. Schließlich haben die das Kind ja nicht umgebracht und sind wahrscheinlich viel betroffener, als die leiblichen Eltern (die möglicherweise schon längst wieder auseinander gewesen sind, als das Kind geboren wurde). 

    Also, sehr unwahrscheinlich das Ganze. 

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