Anonym
Anonym fragte in Kunst & GeisteswissenschaftGeschichte · vor 4 Monaten

War der Bombenangriff auf Dresden notwendig?

"Es zu beschreiben wäre unmöglich! Explosion um Explosion. Es war jenseits aller Vorstellungskraft, schlimmer als der furchtbarste Albtraum. So viele Menschen waren schrecklich verbrannt oder verletzt. Es wurde immer schwieriger zu atmen. Es war dunkel und jeder von uns versuchte den Keller in unfassbarer Panik zu verlassen. Tote und sterbende Menschen wurden zertrampelt, Gepäck blieb liegen oder wurde von Helfern aus den Händen gerissen. Den Korb mit unseren Zwillingen, welche mit nasser Kleidung bedeckt waren, riss man meiner Mutter aus den Händen und wir wurden von den Leuten hinter uns die Treppen hinauf gestoßen. Wir sahen die brennende Straße, die einstürzenden Ruinen und den schrecklichen Feuersturm. Meine Mutter bedeckte uns mit nassen Decken und Mänteln, die sie in einem Wasserbottich fand.

Wir sahen furchtbare Dinge: verbrannte Erwachsene geschrumpft auf die Größe eines Kleinkinds, Teile von Armen und Beinen, tote Menschen, ganze zu Tode verbrannte Familien, brennende Menschen, die hin- und herrannten, brennende Wagen, gefüllt mit zivilen Flüchtlingen, tote Helfer und Soldaten, viele riefen und suchten nach ihren Kindern und Familien, und Feuer überall, überall Feuer, und die ganze Zeit dieser heiße Wind des Feuersturms, welcher die Menschen zurück in die brennenden Häuser trieb, aus welchen sie zu entkommen versuchten.

Ich kann diese schrecklichen Details nicht vergessen. Ich kann sie niemals vergessen."

— Lothar Metzger, Überlebende

Update:

"Wahnsinnige Angst packt mich, und von da an wiederhole ich ständig einen einfachen Satz: „Ich will nicht verbrennen – nein, kein Verbrennen – ich will nicht verbrennen!“ Ein weiteres Mal falle ich hin und fühle, daß ich nicht wieder aufstehen werde können, aber die Angst vor dem Verbrennen reißt mich auf die Füße. Kriechend, stolpernd, mein letztes Taschentuch vor den Mund gedrückt… ich weiß nicht, über wie viele Menschen ich falle. Ich wußte nur eines: daß ich nicht verbrennen darf."

M. Freyer

15 Antworten

Bewertung
  • vor 4 Monaten

    Nein, war es nicht. Nur war in und um den 2ten Weltkrieg herum sehr vieles unnötig - von allen Seiten. Im nachhinein einzeln aufzurechnen lohnt nicht. Kann man nicht mehr ändern und ist lange vorbei. Obwohl ich der Meinung bin, jetzt nach dem Ende des kalten Krieg wird Deutschland zu einem Agra und Dienstleistungsstaat umgebaut, wie die Alliierten das beschlossen hatten.

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  • vor 4 Monaten

    Da haben die Dresdner aus erster Hand erfahren, wie man sich in Guernica, Rotterdam, Coventry, Winchester, London usw. gefühlt hat.

    Man fragt sich, wieso die zuerst erfolgte und tw. völlige Zerstörung ausländischer Städte keine Folgen haben soll.

    Wenn Nazideutschland einen Bombenkrieg beginnt, muss es mit Konsequenzen rechnen.

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    • Lv 6
      vor 2 MonatenMelden

      Außerdem lautete die Frage, ob der Bombenangriff - und zwar gerade dieser spezielle auf Dresden - NOTWENDIG war. Deine krampfhaften Rechtfertigungsversuche auf tu quoque-Ebene verfehlen somit das Thema.

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  • pikas
    Lv 7
    vor 2 Monaten

    Absolut nicht! Der Krieg war längst entschieden und die Stadt mit Flüchtlingen überfüllt!

    Anderen Städten ging es aber auch nicht besser!

    Hildesheim beispielsweise wurde bombardiert wenige Wochen bevor die Aliierten einrückten!

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  • Anonym
    vor 2 Monaten

    Nein, war er nicht. Selbst Churchill hat das zugegeben.

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  • vor 2 Monaten

    Es war der 2. Weltkrieg nicht notwendig, dann wäre alles nicht passiert. Damals war alles unfassbar. Ich habe den Krieg noch erlebt und keine schöne Kindheit gehabt.

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  • jossip
    Lv 7
    vor 4 Monaten

    Guernica, Coventry und Warschau, um nur ein paar zu nennen, waren die Blaupausen für Dresden, ebenso, wie die Vertreibungen 1945 auch nur das zurückschlagende Pendel der 1939 von den Deutschen ausgegangenen Gewalt war.

    • Lv 6
      vor 2 MonatenMelden

      Geschichtsklitternder Rechtfertigungsdreck. Außerdem betraf die Frage die (militärische) Notwendigkeit.

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  • Fred
    Lv 7
    vor 4 Monaten

    Das war nicht notwendig. Damals sind auf alle Seiten fürchterliche Kriegsverbrechen passiert.

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  • vor 4 Monaten

    Harte Zeiten ohne Frage.

    Zur falschen Zeit geboren kann man da nur sagen.

    Meine Mutter war Jahrgang 35 und konnte nur ansatzweise von ihrer Kindheit erzählen. Wie alt musst du sein? 88, 90 oder 94 um das noch zu wissen? und erzählen zu können?

    Oder wieder einmal "Show"? Alzheimer lässt grüßen . . .

  • Anonym
    vor 4 Monaten

    Da kann man nur hoffen, dass so schreckliche und grausamen Geschehen nie wieder passieren. Notwendig war und ist kein Krieg.

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  • vor 3 Monaten

    leider fragt im Krieg keiner danach.

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