Willy
Lv 6
Willy fragte in Politik & VerwaltungVerwaltung · vor 1 Jahr

Wie würdet Ihr es finden wenn in den Notaufnahmen der Krankenhäuser zukünftig bei Bagatellfällen 50 Euro Bagatellgebühr kassiert würden?

Der Massenansturm auf die Notfallambulanzen ist ja unerträglich.

"Dann haben sie Zeit. Und sie meinen, im Krankenhaus gibt es das Rundum-sorglos-Paket", sagte er - und fügte hinzu: "Erst zu Ikea, dann in die Notfallambulanz. Die Anspruchshaltung ist mitunter irrsinnig."

https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/kassena...

https://deutsch.medscape.com/artikelansicht/490778...

11 Antworten

Bewertung
  • Doris
    Lv 6
    vor 1 Jahr
    Beste Antwort

    ist vermutlich mehr Verwaltungsaufwand als die eh überlasteten KH momentan leisten könnten.

    Man sollte mehr auf die 116117 aufmerksam machen. Das hat sich wohl noch nicht so herumgesprochen, wie man ja auch hier sieht.

    Mein Hausarzt macht Hausbesuche, wer bei einem verharrt, der das nicht tut, sollte sich halt einen anderen suchen. Auch der /die an meiner Arbeiststelle machen das. Allerdings bedarf es hierfür eines Vertrauensverhältnisses, die wissen, dass man sie nicht wegen einer Bagatelle am Wochenende anruft.

    Die vielen Hobby-Arztgänger haben eben auch viel dazu beigetragen, dass die Situation so verworren ist.

    Aber Strafen haben noch selten zu Verbesserungen geführt.

  • H
    Lv 7
    vor 1 Jahr

    Ich verstehe zwar, dass die Notfallambulanz den Notfaellen vorbehalten sein sollte, aber wo die Grenze ziehen? Wenn man mal von einem profanen Schnupfen absieht, ist es fuer den medizinischen Laien oftmals nicht erkenntlich, ob seine Beschwerden nun als Bagatellfall einzustufen sind, oder nicht. Wenn ich da an Schwangere denke oder Muetter mit Kleinkindern. Da koennen einen "Bagatellfaelle" schon mal in Panik versetzen, vor allem bei der ersten Schwangerschaft. Auch Schmerzen in der Schulter koennen einen Hinterwandinfarkt bedeuten, und gewaltige Blaehungen fast dieselben Symptome haben wie ein Herzinfarkt. Woher wissen ohne Mediziner zu sein? Und, auch "Bagatellfaelle" koennen enorme Beschwerden bereiten.

    Fuer meinen Mann waren z.B. seine Bauchschmerzen bei einem Aufenthalt in DE kein Grund im Krankenhaus vorstellig zu werden. Am naechsten Tag beim Allgemeinmediziner wurde er sofort als Notfall ins Krankenhaus verfrachtet. Da war der Blinddarm schon perforiert. 30. Min. spaeter, und ich waere heute Witwe.

    Ein erster Schritt in die richtige Richtung, ohne das komplette deutsche Gesundheitswesen umzukrempeln, waeren etvl. laengere Oeffnungszeiten der Arztpraxen. (Evtl. 30 Min.laenger offen als IKEA?:))).

    Ideal finde ich das Gesundheitswesen hier in den UAE. Es gibt nur wenig privat praktizierende Aerzte. Die meisten sind Krankenhausangestellte, und Krankenhaeuser haben Health Centres in fast allen groesseren Malls, geoeffnet von 7 Uhr - 22 Uhr. In diesen Centres befinden sich neben praktischen Aerzten auch Fachaerzte verschiedener Richtungen, Labor, etc. Notfaelle, die einen Krankenwagen anfordern, werden nicht in Wunschkrankenhaeuser gefahren, sondern nur zentral in eines. Das mal nur so nebenbei.

    EUR 50 als erzieherische Massnahme zu verlangen, finde ich unpassend. Sollen Aerzte laengere Oeffnungszeiten haben und z.B. fuer eine Behandlung zwischen 17 Uhr und 22 Uhr eine Spaetgebuehr von EUR 10 verlangen. Damit haette auch jede Notaufnahme im Krankenhaus ein Argument, einen Patienten an den jeweiligen Arzt zu verweisen.

    Wenn Leute Notallambulazen wegen ueberfuellter Wartezimmer beim Arzt in Anspruch nehmen, verlegen sie das Problem nur von A nach B.

  • Was soll man unter Bagatellfall verstehen?

    Der Eine hält Zahnschmerzen über´s Wochenende aus, der Andere nicht.

    Der Eine nimmt Schmerzmittel und kann die Zeit bis Montag überbrücken. Der Andere ist gegen die Inhaltstoffe allergisch und darf somit keine Schmerzmittel nehmen.

    Der Eine hatte die Tetanusimpfung und ihm macht ein eitriger Zahn nix aus.

    Der Andere ist an dem Zahn gestorben, da Eiter in die Blutbahn über ist und er dadurch eine Blutvergiftung erlitten hat.

    Somit: für den Einen ist ein Eiterzahn Bagatellsache, für den Anderen der Tod.

    Daher finde ich die 50 Euro eher für Jene, die sich ins Koma saufen müssen, Extremsport treiben müssen.

    Inanna

  • Da frage ich mich...wer bitte...möchte über Bagatell- oder ernsthaft lebensbedrohlich oder einfach nur schmerzhaft verunfallt und hilfebedürftig entscheiden wollen?..

    Das ist absoluter Blödsinn...die Aufnahme durch geschultes Personal würde Simulanten sofort entlarven..denke ich und wieder an die frische Luft befördern

    Außerdem herrschte vor dem akuten Ansturm der *hilfesuchenden Einwanderer`schon akuter Ärztemangel, Praxen gibt es ebenso viel zu wenig...die Millionen..die hinzugekommen sind,,,an Menschen..in den letzten Jahren möchten schließlich ...wohl oder übel auch versorgt werden...

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  • Anonym
    vor 1 Jahr

    Es ist sehr dreist, dass ich als erkrankter Kassenpatient in der Notaufnahme zu lange warten muss.

    Die Notaufnahme sollte dringend vergrößert und personell aufgestockt werden.

    Ich bin für 50€Schmerzengeld für den Patienten, wenn er länger als 30 Minuten dort im Warteraum verbringen muss.

  • jossip
    Lv 7
    vor 1 Jahr

    Wenn das so stimmt, dann wären 50 € angebracht.

  • vor 1 Jahr

    allgemein, könnte man dort eine extra Gebühr einführen - denn die enormen KOSTEN würden wenigstens ein wenig durch diese Gebühr gemindert werden, die sonst eh wir Steuerzahler mit bezahlen.

    Da wenn man selber zuzahlen müsste - läuft man nicht gleich wegen jedem Zipperlein ins Krankenhaus, man könnte ja zu einem Arzt in der Nähe gehen wo eben Bereitschaft hat. (Hinweise hierfür kommen in der TAGESZEITUNG)

    // so könnte man evtl. das Personal im Krankenhaus ein wenig entlasten? die Hoffnung stirbt zuletzt.//

  • vor 1 Jahr

    Das finde ich nicht gut.

    Es war früher besser,

    als man den Hausarzt auch noch abends anrufen durfte.

    Früher hatten Ärzte noch abwechselnd Bereitschaftdienst am Wochenende.

    Da musste man nicht extra zum Krankenhaus fahren, sondern nur zu einem Arzt in der Nähe, der Bereitschaftsdienst hatte.

    Der Fehler liegt nicht an den Patienten, sondern nur am System.

    Tiere haben es in Deutschland viel besser. Meinen Tierarzt darf ich auch am Wochenende anrufen. aber meinen Hausarzt nicht.

    Das war früher ein wunderbares System, bis die Kassen auf die Idee kamen , dass sie mit den Anlaufpraxen in der Klinik Geld sparen könnten. Und jetzt ist der Schuss eben nach hinten losgegangen.

  • Anonym
    vor 1 Jahr

    Als ich das letzte mal in der Notaufnahme war, konnte ich im Wartezimmer kein Wort verstehen.

    Ich spreche halt nur wenige Sprachen.

  • Anonym
    vor 1 Jahr

    https://www.muensterschezeitung.de/Lokales/Staedte...

    Dazu passt :

    Dramatische Lieferengpässe bei Medikamenten.

    Das Gesundheitswesen spart sich kaputt und der Patient ist der Dumme.

    Wenn der Bedarf vorhanden ist, muss die Notaufnahme eben personal aufgestockt werden.

    Aber diese Lösung wäre einigen ja viel zu einfach.

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