Gestern war auch Gedenktag in vielen Ländern an das Ende des 1. Weltkriegs vor 99 Jahren. Wieso hört man in Deutschland kaum etwas darüber?

Ist es weil Deutschland den Krieg verloren hat oder auch wegen der Kriegsschuld Deutschlands ?

26 Antworten

Bewertung
  • vor 2 Jahren

    Von einer deutschen Kriegsschuld kann nicht im Entferntesten die Rede sein. Das Kaiserreich hatte überhaupt gar kein Interesse an einem Krieg gegen England oder Frankreich, da es wirtschaftlich und wissenschaftlich nicht nur ausgezeichnet dastand, sondern in sehr vielen Bereichen sogar weltweit führte! Wieso hätte man aus einer derartigen Lage heraus einen Krieg anfangen sollen?

    Interesse an einem Krieg hatten allerdings sehr wohl

    1. England > schielte scheeläugig auf den deutschen Aufstieg, sah seine imperiale Vorherrschaft in Gefahr und wollte daher den unliebsamen Rivalen aus dem Weg räumen

    2. Frankreich > Revanchegelüste wegen 1871 und das natürliche, alte Interesse Frankreichs, Deutschland in zahlreiche einzelne Fürstentümer zersplittert zu halten, um auf dem Kontinent selbst herrschen zu können

    3. Russland (gegen Österreich) > wollte der k. u. k. Monarchie die Vorherrschaft über den Balkan entreißen (siehe: Panslawismus)

    Den Anlaß für den Weltkrieg lieferte die serbische „schwarze Hand“ am 28. Juni 1914 mit der Ermordung des österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand. Die „schwarze Hand“ war eine freimaurerische Geheimgesellschaft mit engsten Beziehungen ins britische Königshaus.

    Österreich konnte dies nicht unbestraft hinnehmen und erklärte daraufhin, nach der Rückversicherung mit Deutschland am 6. Juli (Mission Hoyos) schließlich, nach einem Ultimatum an Serbien diesem am 28. Juli den Krieg.

    Serbien aktivierte sein Bündnis mit Russland, das daraufhin Österreich-Ungarn und dem verbündeten Deutschland den Krieg erklärte.

    Da Russland wiederum ein Teil der „Triple Entente“ mit Frankreich und Großbritannien war, erklärten daraufhin auch diese beiden Westmächte den Achsenmächten Deutschland und Österreich-Ungarn den Krieg und der Weltkrieg war Wirklichkeit geworden, genauso wie es sich die Planer in London, Paris und Moskau gewünscht hatten!

    Ich empfehle in diesem Zusammenhang die sehr gut verständliche Schrift unseres damaligen Kaisers Wilhelm II. bezüglich der Kriegsschuldfrage aus seiner Sicht: http://npr.news.eulu.info/2017/10/04/kaiser-wilhel...

    Diese Sicht, die meiner Meinung nach der Wahrheit tausendmal näher kommt als die etablierte Geschichtschreibung der Siegermächte, sollte von jedem Deutschen gelesen werden, der sich ein möglichst klares Bild der damaligen politischen Lage in Europa machen möchte.

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  • Remo
    Lv 7
    vor 2 Jahren

    Asylanten und Trump sind wichtiger

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  • vor 2 Jahren

    Gedenktag, Mahntag !?

    Ein eifriger Goebbelsimitator der AfD nannte kürzlich das Mahnmal

    des Holokaust in Berlin "Ein Mahnmal der Schande".

    Wenn ich das Mahnmal am Kz Buchenwald bei Weimar (ex DDR),

    mit den teuren, nichtssagenden sturen Betonblöcken in Berlin vergleiche, bin ich froh das millionen bestialisch ermordete Mensche das Schandmal in Berlin nicht erleben können, müssen.

    Täter & Opfer beider Kriege leben heute kaum mehr.

    Aber die Täter die heute noch nicht die Schuld an den Massenmorden

    verurteilen, die speziell seit 16 Jahren an allen Angriffskriegen führend

    beteiligt sind, die sind quicklebendig in Amt & Würden.

    Soweit Hitler & Goebbels nicht den den II. Weltkrieg nicht allein

    zu verantworten hatten.

    Soweit haben auch heute nicht die Kanzlerin & ihre Kriegsministerin

    nicht allein unsere aktuellen Kriege & deren Opfer zu verantworten.

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  • pikas
    Lv 7
    vor 2 Jahren

    Der 1.Weltkrieg ist hierzulande fast vergessen.

    In Frankreich, Belgien und auch England sieht das ganz anders aus.

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  • vor 2 Jahren

    Weil es einfach langsam einen ankotzt was alles gefeiert wird, von denen lebt keiner mehr, und wenn wir jeden Krieg feiern würden der mal geendet hat dann wäre jeder Tag ein Feiertag.

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  • vor 2 Jahren

    Ich habe davon in den Medien gehört. Außerdem hört man im Ausland immer mehr, dass es nicht nur

    Deutschlands Schuld war, aber das wollen die Anti-Deutschen nicht hören, da es dann keine Entschuldigung und Rechtfertigung mehr für ihren Selbsthass gibt.

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  • vor 2 Jahren

    FS inzwischen ist es bekannt dass Deutschland n i c h t die Alleinschuld am 1 . WK hatte. Deutschland wurde von den "Siegern" dazu erklärt. Österreich hat den 1. WK begonnen, Deutschland hat mit eben diesen einen Beistandpakt, den es erfüllte.

    Wahrhaftig müsste also Österreich die Alleinschuld tragen, die haben sich aber aus dieser Verantwortung verpisst, wie auch dann im 2. WK.

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  • vor 2 Jahren

    Weil in Deutschland jedes Aufkommen von Vaterlandsliebe als rechter Dreck verteufelt wird.

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  • jossip
    Lv 7
    vor 2 Jahren

    Nächstes Jahr wird man der hundertjährigen Wiederkehr des Kriegsendes gedenken.

    Mit seinem idiotischen Blankoscheck, den Deutschland Österreich ausgestellt hat und den gleichzeitig erfolgten Kriegserklärungen an Russland und Frankreich hat Deutschland SEHR WOHL die alleinige Schuld an diesem Krieg !!!

    Hätte Deutschland konsequent mäßigend auf die k.u.k-Monarchie eingewirkt, dann hätten diese österreichischen Großmäuler niemals die Waffen gegen Serbien erhoben, das zuvor auf diplomatischer Ebene längst klein beigegeben hatte, obwohl es dazu in keinster Weise verpflichtet war.

    Die Serben wollten den Frieden erhalten, die Österreicher NICHT !!!

    Das deutsche Fehlverhalten gab einzig und allein den Anstoß, dass dieser völlig sinnlose und absurde Krieg ausbrach.

    • Lv 6
      vor 3 MonatenMelden

      Meine Güte, was bist Du für ein Idiot, jossip!

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  • Anonym
    vor 2 Jahren

    Ich meine, ich habe im Fernsehen was darüber gehört. Man hört wohl wenig darüber, weil die beigemessene Relevanz auf geringem Niveau rangiert. Und ich selbst messe dem Ganzen ebenfalls wenig Wichtigkeit bei - ich habe NICHTS mit diesen Dingen zu tun und kann fernerhin nicht "aus Fehlern aus der Vergangenheit" lernen und diese so verhindern/vermeiden, da solche früheren Systeme heute durch das aufgeblähte Demokratie-System unmöglich geworden sind und grundsätzlich jeder seine eigenen Fehler machen muss, da er/sie andernfalls nicht zur Einsicht kommt. Das gilt fernerhin für den 2. Weltkrieg. Ich plädiere dafür, dass man einen nicht(!) mehr an die Greultaten erinnert und es "vergisst".

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