Bitki
Lv 4
Bitki fragte in Wissenschaft & MathematikBiologie · vor 2 Jahren

Waum wird oft angenommen, der Neandertaler sei dumm gewesen? Könnte er gar intelligenter als der Homo Sapiens gewesen sein?

Im Erbgut von Europäern und Asiaten findet sich ein kleiner Teil, der von Neandertalern stammt, in dem von Afrikanern nicht.

Und wenn man nun schaut, wer wirtschaftlich, wissenschaftlich, militärisch und politisch erfolgreicher ist, dann sind das die Europäer und Asiaten.

Haben wir unsere Leistungen auch unserem Vorfahren, dem Neandertaler zu verdanken?

https://de.wikipedia.org/wiki/Genfluss_archaischer...

13 Antworten

Bewertung
  • vor 2 Jahren

    Wer ne graphische Darstellung richtig deuten kann, ist klar im Vorteil. In dem Wikiartikel ist eine solche enthalten. Da der Neandertaler erst am Ende der menschlichen Entwicklung zum Tragen kommt und diverse weiter Entwicklungsstämme des Homo sapiens sapiens ja faktisch ausgestorben sind, teils weil sie einfach nicht weit genug wandern konnten und es vielleicht auch keine so großen Populationen gab, wird es weiterhin strittig bleiben wer denn nun klüger und wer denn nun dümmer gewesen ist.

    P.S.: Jede dieser Populationen war jedenfalls auf das ihnen umgebende Terrain spezialisiert und musste sich ganz zwangsläufig weiter entwickeln, wenn die Population drohte durch Inzucht oder andere Möglichkeiten auszusterben. Daher fingen die Urmenschen ja auch an zu wandern, ähnlich wie das ja auch bei den Tieren der Fall ist. Eine größer werdende Umgebung lässt grundsätzlich immer auch eine deutlich größere Genexpression zu, was dann wiederum auch zu Genmutationen führte, die die Anpassung an neue Terraine zuliess, während die Anpassung an ein einziges Terrain spätestens dann zum Aussterben führte, wenn es durch mangelnde neue Gene zur Unfruchtbarkeit durch Inzest beispielsweise kam.

    P.P.S.: Da hieß es wohl eher: Je mutiger die Individuen waren, um aus dem gewohnten Bereich auszubrechen, umso höher war die Möglichkeit, dass die Gene sich Fortpflanzen konnten. Je ängstlicher, desto geringer die Möglichkeiten. Oder um es mal so zu formulieren: Je aggressiver, desto besser, je weniger aggressiv, umso gefährlicher lebten sie.

    @ Tupelo: Mal ganz doof gefragt: Die Ansicht, die Du uns da präsentiert hast, stammt nicht rein zufällig aus den 30er bis 40er Jahren des 20. Jahrhunderts und wurde durch die damaligen Wissenschaftler vertreten? Denn dann wäre das wohl ein Armutszeugnis für die Menschen dieser Zeit, denn sie waren eh von dem ganzen Nazidreck derartig benebelt, dass solche Behauptungen sehr leicht als Tatsachen formuliert hätten werden können, ohne dass sie tatsächlich wissenschaftlich fundiert gewesen wären. Nur mal so.

  • Tupelo
    Lv 7
    vor 2 Jahren

    Dass wie alle, abgesehen von den Afrikanern,

    2-4% Neandertaler-Erbgut in uns haben, ist

    mittlerweile erwiesen.

    Die haben sich gepaart. Vor ein paar Jahren

    hätte man jeden, der so etwas behauptete

    noch eingewiesen...

    Dass der Neandertaler doof gewesen sei, hat

    er den damaligen Wissenschaftlern zu verdanken.

    Die sagten nämlich, dass seine Kopfform auf

    einen behinderten Menschen hindeuten muss,

    der an sich gar nicht lebensfähig sei...

    An eine andere Rasse kam kein Gedanke auf...

    Zwar hat man irgendwann festgestellt, dass der

    Neandertaler eine andere menschliche Spezies

    war, das Vorurteil aber blieb...teilweise bis heute......

    Was sagt uns das...?

    Die Wissenschaft kann sich irren und manche

    Dinge können völlig anders sein......

  • vor 2 Jahren

    Intelligenter wohl nicht, nur ein größeres Hirn. Er war weniger flexibel und hat das Hirn seiner Feinde gegessen, was letztendlich ihm Krankheiten gebracht hat die zum Aussterben führten. Es waren wohl eher die klimatischen bedingungen die das Gehirn angeregt haben um zu überleben und Strategien dafür zu entwicklen.

  • anamy
    Lv 6
    vor 2 Jahren

    Der Neandertaler hat nach bisherigen Erkenntnissen mindestens 150000 Jahre auf unserer Erde überlebt, Klimaänderungen (Eiszeit) einbegriffen.

    Von diesem Zeitraum ist unsere Spezies noch weit entfernt, was nützt unsere höhere Entwicklung, wir können vllt. vorher sehen, dass ein Meteorit auf die Erde zurast, aber wenn er trifft, vllt. enden wir wie die Dinos, oder ganz anders, wovon wir noch gar keine Ahnung haben.

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  • pikas
    Lv 7
    vor 2 Jahren

    Man sollte mit solchen Rassentheorien immer vorsichtig sein!

    Die erste Hochkultur der Menschheit bestand außerdem im alten Ägypten, also Afrika und die alten Ägypter waren nach deiner Theorie afrikanische Homo Sapiens ohne Durchmischung mit Neandertalern!

  • vor 2 Jahren

    Das Erbgut sagt aber doch nicht viel aus.

    "Das Erbgut der Maus ist nahezu vollständig entziffert. Und ein Ergebnis, der Entschlüsselung ist, dass die Maus mit dem Menschen in 99 Prozent ihrer Gene übereinstimmt.". Deswegen hat die Maus aber keine menschlichen Vorfahren :)

    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/genetik-ge...

    Und ich denke auch das der Neandertaler wegen zu geringer Population und klimatischen Bedingungen ausgestorben ist und nicht weil er zu doof war um zu überleben, sonst hätte es ihn nicht zehntausende von Jahren gegeben...

    http://www.stern.de/panorama/wissen/mensch/ursache...

  • vor 2 Jahren

    Die archäologischen Funde lassen auf eine hochstehende Kultur des Neandertalers schliessen. Nur wenige minderbemittelte Exemplare des Homo Sapiens benutzen das Wort Neandertaler als Schimpfwort, weil sie sonst niemanden finden, auf den sie herabschauen können.

  • Anonym
    vor 2 Jahren

    Der Verstand sitzt ja hinter der Stirn, und dieser Bereich war beim Neandertaler nicht sehr ausgeprägt. Nein, der Neandertaler war nicht intelligenter. Er hatte aber mehr Körperstärke.

  • Anonym
    vor 2 Jahren

    Die Evolution kümmert sich nicht um diese Annahmen.

  • vor 2 Jahren

    Der Neandertaler ist ausgestorben, nur noch rudimentär in unseren Genen vertreten.

    Man darf übrigens gerne annehmen, dass auch Europäer weniger wirtschaftlich, wissenschaftlich, militärisch und politisch erfolgreicher gewesen wären, hätten sie die gleichen klimatischen Verhältnisse wie Afrikaner gehabt.

    Und dann noch der Mangel an Strömen in Afrika ...

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