Gibt es Geisteskrankheiten, die schon von Geburt an bestehen?

Das würde mich mal interessieren. Oft entstehen psychische Störungen und ähnliches ja erst im Laufe der Zeit, z. B. durch starken Alkoholmissbrauch, Traumata... Aber gibt es Störungen (ich meine keine geistigen Behinderungen, sondern Geisteskrankheiten) seit Geburt? Dass quasi ein Mensch geboren wird und quasi schon "weggesperrt" werden muss.

Mein Mann und ich haben nämlich den Film "We need to talk about Kevin" vor kurzem gesehen. Da ist die eigentlich Gestörte ja die Mutter, aber gibt es den Fall auch, dass ein Mensch einfach von Geburt an "krank" ist?

13 Antworten

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  • vor 3 Jahren
    Beste Antwort

    Es gibt bei deiner Frage zuerst einmal Klärungsbedarf, was du unter "Geisteskrankheiten" verstehst. Es gibt selbstverständlich vererbbare psychische Krankheiten. In diesem Fall bestehen sie von Geburt an.

    Da du dich explizit auf den Sadismus beziehst - sei dir empfohlen, dich über die Dissoziale Persönlichkeitsstörung zu informieren.

    Oder auch hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Anatomie_der_menschl...

    Generationen von Hirnforschern streiten im Übrigen darüber. "Das Böse"-Gen konnten derweilen noch nicht als Substrat gefunden werden. Aber wie es so ist - die Forschung entdeckt unentwegt neues.

    Meridiane hat auch noch nie ein Forscher als "Substrat" zu Gesicht bekommen und die Schulmedizin hat deren Vorhandensein vehement bestritten. Allerdings lassen sie sich behandeln und mit der Behandlung von diesem "Nichts" geschieht oftmals ein kleines medizinisches "Wunder". Aber das nur nebenbei als Erklärung, dass diverse Gendefekte noch gar nicht aussagekräftig erforscht worden sind - auch wen inzwischen das menschliche Genom entschlüsselt ist.

    Was den Sadismus betrifft, so gibt es Menschen, die den Trieb Gewalt auszuüben, Schmerz zuzufügen und sich an Qual zu erfreuen, bereits im frühen Kindesalter befriedigen. Und wenn man der Statistik Glauben schenkt, sind es die, die über ihr gesamtes Leben hinweg gewalttätig auffällig bleiben. Zuerst sind es Insekten, dann kleine Tiere, größere Tiere, Kinder-Frauen-auch Männer.

    Zitat: „Eine Persönlichkeitsstörung, die durch eine Missachtung sozialer Verpflichtungen und herzloses Unbeteiligtsein an Gefühlen für andere gekennzeichnet ist. Zwischen dem Verhalten und den herrschenden sozialen Normen besteht eine erhebliche Diskrepanz. Das Verhalten erscheint durch nachteilige Erlebnisse, einschließlich Bestrafung, nicht änderungsfähig. Es besteht eine geringe Frustrationstoleranz und eine niedrige Schwelle für aggressives, auch gewalttätiges Verhalten, eine Neigung, andere zu beschuldigen oder vordergründige Rationalisierungen für das Verhalten anzubieten, durch das der betreffende Patient in einen Konflikt mit der Gesellschaft geraten ist.“

    – ICD (2011): Deutsches Institut für medizinische Dokumentation und Forschung[1]

    Laut DSM-5 sind etwa drei Prozent der Männer und ein Prozent der Frauen betroffen.[2] APS ist ein Bestandteil von Psychopathie; der Begriff Soziopathie wird hingegen verschieden definiert und wird im klinischen Zusammenhang kaum mehr verwendet.[3]

    In der krassesten Form der Ausprägung der dissozialen Persönlichkeitsstörung handelt sich mehr oder weniger um tickende "Zeitbomben" - und dann müssen sie freilich lebenslang weggeschlossen werden.

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  • vor 3 Jahren

    Der "Geist" (Charakter, Verstand, Entscheidungsvermögen und was man auch immer darin sehen möchte) entwickelt sich erst mit dem Intellekt. Wirklich "von Geburt an" kann man das Vorhandensein einer Geisteskrankheit nicht feststellen, oder glaubst du man könnte ein Baby fragen, ob es gerade Stimmen hört, die nicht existieren?

    Es gibt aber Fälle von sehr früher Schizophrenie, das heißt, in einem untypischen Alter:

    https://www.youtube.com/watch?v=_vYQ6pbJt2k

    Youtube thumbnail

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  • vor 3 Jahren

    es passieren manchmal die unvorhersehbaren Dinge bei der Geburt - also wenn das Baby feststeckt oder die NABELSCHNUR um den HALS hat - dann bekommt das Hirn zu wenig Sauerstoff und somit ist es bei der Geburt zu Komplikationen gekommen - wo das Kind für sein weiteres LEBEN eben somit geprägt ist - dies ist sehr tragisch.

    Alles andere an Geisteskrankheiten > könnte somit auch ein Gen - Defekt sein <

    diese Kinder brauchen, hoffentlich bekommen sie diese Hilfe auch heutzutage - da es nicht immer gewährleistet ist - manche Eltern sind überfordert und geben ihre Kinder in Obhut eines dafür spezielles Kinderheim > doch wir wissen - auch da könnte es diesen Kindern mehr als schlecht ergehen.

    Früher, da möchte ich erst gar nicht darüber schreiben - doch da kam auch mal ne Doku drüber, da waren die armen Seelen so komischen Ärzten ausgeliefert - da haben sie so darunter gelitten > da steht nichts drüber, denn sie haben ja die gleichen Empfindungen wie die gesunden oder in Anführungsstrichen "NORMALEN" auch - doch können sich nicht so mitteilen und leiden vor sich hin.

    Gott - steh den Kindern bei, denn gerade unsere Kinder sind doch auf die Erwachsenen angewiesen und gehören doch geschützt und somit beschützt - ja total behütet, man kann kleine Seelen nicht genug verwöhnen und ihnen eben Geborgenheit sowie Vertrauen entgegen bringen - sie verlassen sich doch auf uns > blind <

    hoffentlich - hört dies endlich einmal auf > die Kleinen wo uns am meisten brauchen - zu missbrauchen und ihre SEELEN so zu verletzten - das an ein weiterleben fasst nicht mehr zu denken ist.

    Gott schütze die hilfebedürftigen SEELEN - da sie sonst niemanden inne haben > es lauern Gefahren meistens in den Familien selbst > dies ist ja das FATALE daran - und das Jugendamt - macht es meistens falsch und noch viel schlimmer.

    Möge eine Kinderseele beschützt sein - in größter GEFAHR - steht hoffentlich ein Schutzengel bereit und breitet seine Flügel aus um es vor Unheil zu bewahren - Kinder sind unsere Zukunft - zerstört die Kinderseelen bitte nicht.

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  • vor 3 Jahren

    Nur duch Behinderung. Das gibts beispielsweise beim Autismus soweit ich weiß nennt sich das das Kanner-Syndrom. https://de.wikipedia.org/wiki/Fr%C3%BChkindlicher_...

    Aber ich würde das nicht als Geisteskrankheit bezeichnen, denn das wiederum empfinde ich, um ehrlich zu sein für die betroffenen eher als diskriminierend.

    Naja, korrekterweise bezeichnet man solche Dinge als psychische Störungen des Kindesalters.

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  • Remo
    Lv 7
    vor 3 Jahren

    Geisteskrankheiten gibt es eigentlich gar nicht. Entweder hat jemand eine geistige Behinderung oder eine psychische Erkrankung.

    Psychische Erkrankungen sind in der Regel erblich. Sie brechen aber nicht immer aus. Man hat also eine Disposition zu einer Erkrankung. Eine Depression kann z. B. durch ein schlimmes Erlebnis ausbrechen und ist dann endogen obwohl die Person vorher völlig unauffällig war. Ein Mensch, der durch ein Trauma in eine depressive Krise gerät, hat hingegen keine endogene sondern eine exogene Depression, die auch ganz anders behandelt wird.

    Psychische Störungen sind keine Geisteskrankheiten.

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    • OathkommtBrulegeht
      Lv 5
      vor 3 JahrenMelden

      Die obergescheite aeneas wieder einmal! "Geisteskrankheiten" gibt es nicht mehr, denn der Begriff ist veraltet. Man spricht heute von psychischen Störungen.

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  • Herz
    Lv 6
    vor 3 Jahren

    Nicht wirklich, unter Geisteskrankheiten oder Geistesstörungen werden unterschiedliche Verhaltensbilder und Krankheiten zusammengefasst, die sich durch Verhaltensformen ausdrücken, die in der Gesellschaft nicht akzeptiert werden, wenn du zufällig in einer Gesellschaft lebst die das was du hast als "Normal" oder"Gabe" ansieht ist es für sie auch keine Krankheit.

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  • Anonym
    vor 3 Jahren

    Wenn es im Erbgut verankert ist, dann ist es so.

  • Freude
    Lv 6
    vor 3 Jahren

    Wieso haben sich Ärzte auf Psychiatrie

    spezialisiert?

    Bei Wikipedia findest Du kompetente Berichte.

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  • aeneas
    Lv 7
    vor 3 Jahren

    Ja, natuerlich gibt es endogene [vererbbare] Geisteskrankheiten. Allen voran die Schizophrenie, welche die weitaus häufigste Form aller Geisteskrankheiten ist.

    Dies ist bereits seit Anfang des 20. Jhdts. bekannt und wurde durch eine Forschungsreihe Anfang der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts medizinisch-wissenschaftlich erneut untermauert.

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  • Anonym
    vor 3 Jahren

    Borderline, habe ich mal gelesen.

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