Wie kann man sich von seinen Ängsten befreien?

Vor etwa 10 Jahren ist mein Vater, den ich sehr geliebt habe, an Krebs gestorben. Ich dachte eigentlich, dass ich mittlerweile den Verlust überwunden hätte, allerdings überkommen mich ständig Angstgefühle, einen geliebten Menschen zu verlieren und zwar vollständig ohne Grund! Ich stelle mir dann z.B. vor, dass bei der Person eine schlimme Krankheit diagnostiziert wird, dass irgendwo ein Unfall passiert u.ä. Im Moment ist das z.B. ganz schlimm in Bezug auf meine 2-jährige Tochter! Wie befreie ich mich von diesen Ängsten, die ja nicht nur mir das Leben schwermachen, sondern evtl. auch meinen Mitmenschen? Ich will z.B. nicht so eine Mutter sein, die ihrer Tochter nichts erlaubt, sie nie loslässt, weil sie solche Angst hat.

11 Antworten

Bewertung
  • Anonym
    vor 3 Jahren
    Beste Antwort

    Das ist verdammt schwer. Meinem Mann ging es ähnlich. Er hat seine Mutter bis in den Tot begleidet, schon das hat ihn geprägt und als auch noch seine Schwester gestorben war, hatte er Totesängste. Das ging so weit, dass er bestimmte normale Begebenheiten gemieden hat, wo er gedacht hat, dass ihm etwas passieren könnte. Er hat dann nach einiger Zeit gemerkt, dass er Hilfe braucht und hat einen Neurologen auf gesucht, auch weil er zwischendurch sehr krank wurde. (Darmkrebs) und deshalb hielt die Angst jahrelang an. Ohne Medikamente, die er sich erst von einem Psychologen und dann von seinem Hausarzt verschreiben lässt, geht es immer noch nicht, weil man ihm nicht wirklich helfen kann, da er auch arbeitsmäßig ständig unter Druck steht. Wir arbeiten fast täglich 14 Stunden am Tag und werden leider nicht jünger. Frau Merkel wollte die Mittelschicht stärken, hat aber niemals etwas dazu beigetragen im Gegenteil, wenn es 2 Monate nicht so gut läuft, dann kommt die Existenzangst. Dann kann man nicht mal Geld abheben, wenn der Kontokorrent überzogen wurde. Da arbeitet man wie blöd und dann kann man nicht mal Geld abheben. Das macht auch krank.

    PS: In deinem Fall würde ich mit jemanden reden, Freundin, Verwandte denen du Vertrauen kannst. Ich würde an deiner Stelle auch mal mit deinem Hausarzt darüber sprechen.

    @aeneas: Mag sein, man kann nur aus Erfahrungen sprechen. Spezialisten sind wir nicht. Das ist richtig.

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  • Herz
    Lv 6
    vor 3 Jahren

    Man lernt sie positiv zu nutzen.

    Das Ende kannst du nicht beeinflussen, aber du kannst z.B. deiner Tochter so viel mitgeben wie es dir möglich ist. Krankheiten, Unfälle wird es immer geben.

    Du kannst nur schauen dass es deinem Kind immer so gut wie möglich gegangen ist, mehr geht nun mal nicht.

    Deine Angst ist dazu da dass du dein Kind beschützt, das ist doch nichts schlechtes.Nutze sie dazu und schaue dass dein Kind oder andere nicht unter deinen Ängsten leiden müssen aber durch deine Frage hast du das ja schon für dich erkannt.

    ;o))))

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  • vor 3 Jahren

    Deiner Beschreibung nach, hat sich diese Angst in irrationale Ängste gesteigert. Ich denke, wenn es dich so sehr belastet, wie du sagst und du fürchtest, dass du deine Tochter einmal damit belasten wirst, dann ist eine Gesprächstherapie sinnvoll.

    Ich bin mir nicht über den Ablauf sicher, aber ich habe gehört, du musst lediglich zu deinem Hausarzt gehen und ihm die Sache schildern. Ausschlaggebend (wie bei jeder psychischen Belastung) ist hierbei die Tatsache, dass es dein Leben einschränkt und in weiterer Folge einmal auch das deiner Angehörigen. Er sollte dich dann an einen Psychologen weitervermitteln.

    Schon alleine, weil es dich seit zehn Jahren immer noch stark beschäftigt, wäre es wichtig diesen Umstand in mehreren Sitzung zu besprechen und es würde dir eine enorme Erleichterung verschaffen. Vor dem Besuch bei Psychologen solltest du heute wirklich keine Angst mehr haben. Das ist heute kein Tabu mehr. Viel Glück und alles Gute!

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  • Freude
    Lv 6
    vor 3 Jahren

    Einen liebevollen Menschen verlieren, loslassen ist eine harte Trauerarbeit.

    Aus einem Lebenslernvorgang habe ich in drei Jahren gefühlte Trauer gerlernt:

    die Zeit eilt, teilt und heilt. Die Karawane des Lebens zieht, ohne je anzuhalten, weiter.

    Ich hatte mich zu entscheiden mich an nachvollziehbaren Fakten, zu halten oder im Selbstmitleid

    so dahinzudämmern. Das Leben ist für die Lenbenden.

    Die Lehre der tragfähigen Liebe des Herrn JESUS-CHRISTUS ist eine sichere Orientierung.

    Der Sender www.ERF.de ist mir eine Lebenshilfe täglich kann ich eine Orientierungshilfe abfragen.

    Die Herrenhuter Losungen.de hat für heute die Losung:

    „Lydia, eine Purpur-Händlerin aus der Stadt Thyatira, hörte hin;

    der tat der Herr das Herz auf, sodass sie darauf Acht hatte, was von dem Apostel Paulus geredet wurde.“

    Apostelgeschichte 16:14

    „Menschen lernen durch Menschen,

    Menschen helfen Menschen,

    Menschen brauchen Menschen.“

    Der Mensch ist ein starkes Sozialwesen.

    Er kann sich am besten an den anderen Menschen orientieren.

    Die Orientierungsfähigkeit hilft den Menschen, die lang-zeitigen Erkenntnisse der Menschheit zu nutzen. Das starke soziale Verhalten der Menschen hat den Aufbau der Zivilisation ermöglicht.

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  • vor 3 Jahren

    Man denkt nicht ständig negativ.

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  • aeneas
    Lv 7
    vor 3 Jahren

    Von Verlustaengsten, die schon so lange anhalten und sozusagen ueber ein Jahrzehnt hin "gepflegt" wurden, kann man sich in der Regel nicht selbst befreien. Sie beduerfen qualifizierter, einfuehlsamer, psychotherapeutischer Behandlung.

    Die "Spezialisten" auf YC sind da eher weniger geeignet, Rat zu erteilen.

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  • vor 3 Jahren

    Das Buch Gespräche mit Gott von Neal Donald Walsch kann ich sehr empfehlen. Darin wird beschrieben was Angst ist und was Du tun kannst.

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  • Anonym
    vor 3 Jahren

    Ich wage es nicht, darüber nachzudenken.

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  • vor 3 Jahren

    Du solltest dich in psychiatrische Behandlung begeben, ein Psychologe dürfte dsfür nicht mehr ausreichend sein. Sicherlich ist es nicht einfach das zu erkennen, aber nur so wirst du endlich mal loslassen können.

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  • Anonym
    vor 3 Jahren

    Das ist keine Sache die man einfach so leicht abbügeln kann,

    ich halte den Tipp von "aeneas" für vernünftig.

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