Zeigt der Umgang mit Gegenständen an, ob eine Person beziehungsfähig ist oder nicht?

Ob diese Person in und an einer Beziehung bereit ist zu arbeiten - oder ob er sie einfach so wegwirft wie einen Gegenstand?

Ich kenne viele Paare, die das tatsächlich so bewiesen haben.

Der TV geht kaputt - anstatt ihn zu repaieren und instand zu halten wird dieser weggeworfen und einfach ein Neuer gekauft.

Klar sind Ersatzteile manchmal teurer als ein Neugerät.

Aber tut es dem Besitzer nicht leid ein Gerät zu entsorgen, das lange Zeit seine guten Dienste geleistet hat?

Nur wegen eines Deffekts gleich zu entsorgen?

Oder in der Socke ist ein Loch. Anstatt dieses kleine Loch zu flicken werden gleich neue Socken gekauft und der intakte, andere Socke mit entsorgt.

Darum meine Frage. Wie seht ihr das?

12 Antworten

Bewertung
  • anamy
    Lv 6
    vor 3 Jahren

    Zeigt eher an ob lebenstauglich, familientauglich. Das kann sich im Extremfall auch bis zur Beziehungsunfähigkeit ausweiten, sollte dann aber schon beizeiten erkennbar sein, vorausgesetzt, der Partner(In) tickt nicht genauso.

  • H
    Lv 7
    vor 3 Jahren

    Die Beziehungsfaehigkeit einer Person mit dem Umgang von Gegenstaenden zu vergleichen, ist Unsinn.

    Die Reparatur/Entsorung oder Neuanschaffung eines Gegenstandes sollte in Relation zum Anschaffungspreis/Zeitwert stehen. Dieses ist bei einer Beziehung nicht gegeben.

    • Festus
      Lv 6
      vor 3 JahrenMelden

      Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft die immer mehr auch Menschen betrifft. Siehe Dubai.

  • vor 3 Jahren

    Ich hab nur schwarze Socken. Wenn eine hin ist brauch ich nur warten bis die Zweite hin ist. So hab ich noch ein brauchbares Paar.

  • vor 3 Jahren

    Das halte ich für zu weit hergeholt. Ich halte es für etwas merkwürdig, hier Schlüsse im Umgang mit leblosen Objekten zu ziehen, wie Menschen mit "Subjekten", also konkreten Personen umgehen.

    Es könnte aber ein Test sein, ob man auf der gleichen Wellenlänge ist. Tatsächlich sagt der Umgang mit Gegenständen eher etwas über die eigenen Erfahrungen aus, wie auch die der Eltern, die einen damit bewusst oder unbewusst prägen und bestimmtes Verhalten im Positiven wie im Negativen mit auf den Weg geben.

    Socken stopfen, Geräte nach Möglichkeit noch reparieren - das sind natürlich erst einmal Grundfragen der gegenwärtigen Lage. Wer sich Fernseher und selbst neue Socken vom Mund absparen muss, der hat erst einmal gar keine Wahlmöglichkeiten. Hier diktieren die konkreten ökonomischen Bedingungen das Handeln direkt.

    Indirekt betrifft dann Armut und der Verlust seiner Besitztümer das Handeln selbst dann, wenn man sich in dieser Situation gar nicht mehr befindet. Wer schon einmal Armut und den Verlust seiner Besitztümer beklagen musste, aufgrund von Flucht oder auch aufgrund der wirtschaftlichen Lage, der wird mit seinen Dingen auch später noch anders umgehen, dieses Verhalten eventuell sogar auf seine Kinder, manchmal Enkel projizieren.

    Mein Vater war beispielsweise ein "Horter" und "Sammler". Für den war alles eine wertvolle Ressource, die aufgehoben wurde, die man irgendwann noch einmal nutzen könnte. Das kommt mit sicher daher, dass er sowohl die entbehrungsreicheren Nachkriegsjahre mitgemacht hatte, aber in der Familie der wenige persönliche Besitz nicht einmal vor den eigenen Eltern und Geschwistern sicher war. Das war dann eine so prägende Erfahrung, dass sie sich entgegen der Notwendigkeiten durchs ganze Leben zog.

    Übertragen hat er das dann zum großen Teil auf mich als Sprößling. Mittlerweile dann auch schon von Hartz IV bedroht beginne ich manche Handlungsweisen meines "alten Herrn" dann auch zu verstehen. Ich habe zwar immer meine Socken gestopft und werde das auch weiter tun, aber heute verstehe ich dann eben auch, dass die kistenweise gehorteten Stücke Seife tatsächlich plötzlich eine wertvolle Ressource sein können. Dann werden Banalitäten, die man hortet, plötzlich wertvoll genug, weil man sich dieses Stück Seife dann nicht vom Mund absparen muss - oder vom Hintern, denn den Erfahrungswert, Zeitungspapier richtig zu schneiden, um sich damit den Hintern effektiv abwischen zu können, muss dann auch nicht unbedingt jeder gemacht haben.

    Gerade deshalb finde ich Sozialstaat und Sozialpolitik auch so wichtig, und das ist auch der größte Vorwurf, den ich der Hartz-Politik dann machen muss: das sich in seine Finanzen komplette nackt machen, und der Gebrauch sämtlicher Reserven sorgt für eine Unsicherheit, die sich im persönlichen Verhalten einiger Leute nach über 10 Jahren dieser Gesetzgebung schon jetzt dermaßen in die DNA schreibt, dass der Zukunftspessimismus für einen signifikanten Teil kommender Generationen schon vorprogrammiert ist. Die fallen in den gleichen Teufelskreis der Bestandswahrung und des Hortens wie kommende Generationen.

    Was aber daran noch schlimmer ist, ist das sie keine Altersvorsorge mehr betreiben werden. Es werden bestenfalls im Dunklen Werte gehortet, in Edelmetallen oder unsicheren Wertanlagen, die man vor dem Staat verstecken kann, weil man die Erfahrung macht, alles weggenommen zu bekommen. Es wird wieder gehortet, was das Zeug hält.

    Ich halte das für gesellschaftliches Gift, weil es einem Zukunftspessimismus entspricht, in dem sich nicht alles fortschrittlich bewegt, sondern oft genug auch im Rückwärtsgang.

    Die Frage sollte deshalb für mich eher lauten, ob zwei unterschiedliche Typen Menschen, mit zwei unterschiedlichen Zukkunftsvorstellungen überhaupt beziehungsfähig sind und was dabei eigentlich die gewinnbringendste Perspektive sein könnte.

    Für mein Empfinden sind der extreme Pessimist und der extreme Optimist eigentlich zu verschieden, um auf Dauer miteinander harmonieren zu können. Das fällt meiner Meinung nach dann schon aus.

    Dazwischen geht es dann aber doch wohl irgendwie, finde ich. Im Idealfall bremst der Eine den Anderen aus, wenn er zum Extrem neigt, und beide profitieren dann davon, indem sie ein besseres Leben führen.

    Gleich und Gleich halte ich allerdings für eine wenig gewinnbringende Situation. Hier driftet man in einer ernsthaften Beziehung oder Ehe unter Umständen entweder in völlige Stagnation und Paranoia ab, oder man haut die Kohle raus, als gäbe es kein Morgen mehr.

    Das scheint mir für das Leben des Einzelnen und für eine Beziehung nicht gerade die zukunftsträchtigste Perspektive zu sein, denn mit beiden wird man sich das Leben irgendwann zur Hölle machen.

    Ansonsten ist es wirklich eine Frage der ökonomischen Bedingungen. Ich habe Freunde und Bekannte, die Beamte sind, oder die sich einen Status erwirtschaftet haben, bei dem es schon sehr unwahrscheinlich ist, dass diese in komplette Armut zurückfallen werden. Wenn bei denen nicht gerade ein Atompilz über dem Haus aufblitzt, werden die sich bis ans Lebensende ihre Socken leisten können, so dass sie ihre Socken nie wieder stopfen müssen. Die sind dann meistens auch mit dem Optimismus aufgewachsen, dass das nie passieren wird, und das macht dann vielleicht auch den ganzen Unterschied, denn es verschafft die nötige geistige Freiheit und auch freie Zeit, um wirklich Größeres zu schaffen.

    Wir sind ja jetzt im "Luther-Jahr". Folgenden Spruch Luthers finde ich in diesem Zusammenhang interessant: "Aus einem zaghaften ***** kommt kein mutiger Furz!"

    Da hat er recht, der Luther, und auf diese Situation übertragen denke ich, dass eine zu verzagte Sicht in die Zukunft kein gutes Leben erzeugt. Auf lange Sicht würde ich hier sogar annehmen, dass das einen volkswirtschaftlichen Schaden erzeugt, der sich in Deutschland kaum kompensieren lässt, weil unser "Rohstoff" bekanntermaßen Wissen und die Umsetzung guter Ideen ist. Dafür braucht es das richtige Umfeld, und ich fürchte, dass wir in den letzten Jahren eher noch daran gearbeitet haben, dieses Umfeld in der Breite zu zerstören.

    • Willi Wiss
      Lv 4
      vor 3 JahrenMelden

      Zeitungspapier ist für den A******* abwischen viel zu glatt
      b: Stopfgarn koste auch Geld

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  • Freude
    Lv 6
    vor 3 Jahren

    Schon mal was vom Kosten - Nutzungsverhältnis gehört ?

    Freundschaft - Partnerschaft - Sozialverhalten, Ehefähigkeit, wird durch Aufrichtigkeit, Wahrhaftigkeit, gewachsenen Vertrauen,

    gelebte Treue abhängig.

  • Berni
    Lv 7
    vor 3 Jahren

    Nur Bastler und Idioten reparieren heute noch. Fast keine Firma nimmt solche Aufträge an weil es einfach zu teuer ist.

    So, nun schließe du mal daraus, ob eine Person beziehungsfähig ist.

    Du könntest genau so gut aus dem Kaffeesatz lesen.

  • vor 3 Jahren

    Also entschuldige, aber bei einem Fernseher sehe ich ehrlich gesagt eher die Notwendigkeit möglichst kostengünstig, ein gut funktionierendes Gerät zu besitzen.

    Aber das, was Du da schilderst übertrage ich jetzt mal auf andere Dinge, beispielsweise Musikinstrumente: Als mein Mann und ich nach Freckenfeld zogen, hatten wir eine Mundharmonika, zwei oder drei Flöten, davon zwei Blockflöten und ein Tambourin sowie einige Rasseln und einen Regenstock, sowie meine selbstgebaute Trommel und zwei Gitarren. Nach unserem Umzug besitzen wir allerdings nur noch meine selbst gebaute Trommel und meine Gitarre. Alle anderen Geräte sind abhanden gekommen, aber sie waren mir persönlich eben auch nicht ganz so wichtig, wie diese beiden Musikinstrumente, die ich retten konnte. Meine selbst gebaute Trommel würde ich freiwillig niemals weg geben und wenn ich sie doch weggeben müsste, dann ich sähe keinen Grund, warum ich sie eben nicht auch so teuer verkaufen sollte, wie es mir einfach möglich ist und ich finde, für eine handgeschnitzte Trommel ist es einfach von Leuten zu verlangen, dass sie sie billig hergeben, denn die meisten Menschen schätzen heutzutage keine echte Handarbeit mehr, außerdem habe ich die Trommel eigenhändig hergestellt und genau deswegen ist sie mir praktisch der Lohn für die Arbeit und die Zeit, die ich dafür investiert habe, sie herzustellen.

  • vor 3 Jahren

    Also ich stopfe schon seit Jahren keine einzige Socke mehr, dafür ist der Zeitaufwand in keinerlei Relation zum Neukauf, außerdem sind neue Socken auch nicht verkehrt.

    Ähnlich verhält es sich mit anderen Dingen des Haushaltes, neuere Geräte sind meistens stromsparender als die alten Stromfresser.

    Aber all das hat nichts damit zu tun ob man beziehungsfähig zu einem Partner ist oder nicht.

  • vor 3 Jahren

    Ja. Eine nicht mehr willkommene Frau wird weggeworfen, abgelegt.

  • vor 3 Jahren

    Mein Fernseher kostet 220 € ,warum soll ich den für 300 € reparieren lassen ?

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