Warum ist es gut, wenn es in einem Land moeglichst viele unterschiedliche Religionen gibt?

Den inneren Frieden in einem Land duerfte das wohl kaum foerderlich sein.

Und wenn man davon ausgeht dass es mit 99.9999.% iger Sicherheit ueberhaupt keinen Gott gibt (und einen schoepferischen Gott sowieso nicht) warum dann das werben der Politiker fuer unser Verstaendnis fuer die Zuwanderung weiterer Religionen in unser Land??

14 Antworten

Bewertung
  • vor 6 Jahren
    Beste Antwort

    Den Pluralismus an Religionen, wie auch an anderen Lebensauffassungen, Weltanschauungen, Lebensstilen, würde ich zunächst nicht unbedingt als Wert an sich ansehen. Einen Gesellschaftsentwurf, der eine solche Freiheit aber garantiert und anerkennt, hingegen schon. Das macht religiösen Pluralismus weder gut, noch schlecht.

    In einem gesellschaftsbildenden, fortwährenden, demokratischen Prozess könnte in einer besonders pluralistischen Gesellschaft tatsächlich so etwas wie "Das Beste aus allen Welten" zum Grundkonsens werden. Allerdings muss man da auch sehen, dass es mit ansteigender Zahl unterschiedlicher Akteure auch ungleich komplizierter wird, einen Konsens zu finden, vielleicht sogar bis zur Blockade- oder Pattsituation kommen. Da der Gegenentwurf dazu aber totalitäre, diktatorische Züge haben dürfte, sehe ich da keine große Alternative.

    Religion birgt da gewisse Probleme in sich. Es ist zwar kein exklusives Problem der Religionen, aber dennoch inhärent, wenn gerade hier absolute und unumstößliche, vermeintliche "Wahrheiten" formuliert werden, die sich mit einem Alleinstellungsanspruch gepaart eher als Hemmschuh für die gesellschaftliche Entwicklung erweisen können, teilweise mit ihrer Dogmatik sogar den Grundfesten widersprechen, die die Freiheiten überhaupt garantieren. Da ist dann schnell Schluss mit lustig.

    Unser im Grundgesetz verankerter Gesellschaftsentwurf hat zwar Möglichkeiten, die Werte der Verfassung an sich zu schützen, wenn sie in der Tat angegriffen werden, hat aber unterhalb dieser Ebene deutlich weniger Handhabe.

    Da sich Religion sehr oft eher als antidemokratisch erweist, muss man sie doch sehr oft als Wolf im Schafspelz ansehen. Deshalb muss es Grenzen religiöser Freiheit und auch Grenzen der Toleranz von Religionen geben, und die sind unterhalb der Schwelle der Verfassungsfeindlichkeit eben auch wieder durch einen gesamtgesellschaftlichen Prozess verhandelbar.

    Dennoch muss der Staat an sich nicht noch zum Förderer werden. Gerade hier bin ich der Auffassung, dass wir uns in einer Sackgasse befinden.

    Das Tolerieren, also dulden, einer pluralistischer Religionslandschaft, ist verfassungsgemäß jedenfalls alternativlos. Das heißt aber noch nicht, dass diese Toleranz grenzenlos sein muss, und mit der Zunahme an explizit nicht religiös gebundenen Menschen in der Gesellschaft, müssen religiöse Menschen in Zukunft wohl auch darauf gefasst sein, dass teilweise die tradierten Bevorzugungen und Privilegien der Religion fallen können, ein säkularerer Gesellschaftsentwurf aufkommen könnte, so dass die Partizipation religiöser Kräfte am gesellschaftlichen Bildungsprozess tatsächlich dem Anteil an der Bevölkerung entspricht, weniger an tradierten Machtstrukturen, die zur Aufwertung führen.

    Den Pluralismus der Religionen wird es so weiter geben. Er würde nur vielmehr auf ein Maß eingedampft, der die Religionen zu einem Akteur unter vielen macht, so wie es in vielen Ländern de facto schon ist, wo der Staat und die Gesellschaft konsequenter auf säkularen Füßen stehen.

  • vor 6 Jahren

    "Religio tanto - quanto maximo nocumentum".

    Umkehrschluss: Je mehr Glaube umso besser.

    Die Römer benutzten "religio" sowohl für "Götterverehrung", als auch für "Glaube". Die Katholen haben diesen Fehler, ohne selbst nachzudenken, gewissenlos übernommen, und sie wenden ihn taglich mit schlimmsten Folgen für die Menschheit schon seit fast 2.000 Jahren an.

  • vor 6 Jahren

    Religionen sind generell ein großes Risiko, was das Zusammenleben der Menschen betrifft. Das ist so in sowohl kulturellen und staatlichen Zusammenhängen bis hin die Familien hinein.

    Religion und Glaube bevorzugen Rituale und realitätsferne dogmatische Inhalte, die auf Kosten humaner und demokratischer Standards gehen.

    Ärger ist da generell vorprogrammiert, wobei das nicht immer manifeste Gewalt bedeutet; oft genug auch latente und psychische.

    Was das Vorhandensein mehrerer Religionen in einem Staatswesen anbelangt: wenn es nicht die Religionen sind, dann ist es eben der Nationalismus oder der Rassismus oder das Klassendenken oder sonstwas, den Menschen fällt schon etwas ein, womit sie sich das Leben zur Hölle machen können... :o(

  • Jakob
    Lv 4
    vor 6 Jahren

    gut - ja - - solange sie einamder in ruhe lassen und nicht stoeren oeffentlich.

    jedem das seine ?

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  • vor 6 Jahren

    Es ist vollkommen egal, da Religion Privatsache sein sollte.

  • vor 6 Jahren

    siehst du was gut fuer dich ist

  • Anonym
    vor 6 Jahren

    Da haben sich die Politiker absolut keine Gedanken gemacht, als vor 40 Jahren immer mehr "Gastarbeiter" aus der Türkei kamen.

    Gut ist es nicht, aber Religion spielt zumindest bei uns heute keine so große Rolle mehr.

  • vor 6 Jahren

    Religion hilft uns Menschen nicht weiter. Sie ist ein kläglicher Versuch zu Gott zu kommen. Jede Religion hat viele Negativ-Punkte und Schattenseiten. Aber Gott ist durch Jesus zu uns gekommen. Gott wurde selber Mensch in Bethlehem. Die Religion lässt die Menschen ohne wahre Hilfe, nur ein *vielleicht*. Aber Gott hat in Jesus die Wahrheit bereit, das Heil ist Jesus Christus selber.

  • vor 6 Jahren

    Wer sagt das (Offb.12,9) ?

    Quelle(n): Gottes Wort
  • vor 6 Jahren

    Na ja, wenn jetzt noch mehr Buddhisten kämen würde es das Land nicht belasten, vielleicht wäre es sogar förderlich.

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