Anonym
Anonym fragte in Gesellschaft & KulturReligion & Spiritualität · vor 6 Jahren

Gibt es "religiöse Gefühle" wirklich?

Religiöse Gefühle anderer Menschen kann man absichtlich verletzen, so schreibt "Berni" bei seiner Antwort hier: https://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20...

Wenn alle Menschen wirklich gleich sein sollen dann haben Atheisten auch "religiöse Gefühle". Wird hier eine Qualität in Anspruch genommen die gar nicht existiert? Stellen sich dadurch die einen über die anderen?

Update:

Man kann doch wohl davon ausgehen, dass alle Menschen zu allen möglichen Gefühlen Zugang haben sollten, ob man sie zulässt ist etwas anderes.

Von den Gefühlen die ich kenne spreche ich doch keinem anderen auch nur das geringste ab, im Gegenteil, ich hoffe für ihn, dass er bessere kennt.

"Religiöse" Gefühle? Hat jemand etwa "astronomische" Gefühle? Elektrotechnische? Mathematische, geografische? Alles auch Gebiete an die der Unwissende glauben kann. "Meinen" Gott kann auch niemand beleidigen.

29 Antworten

Bewertung
  • Anonym
    vor 6 Jahren
    Beste Antwort

    Das, was man im Allgemeinen religiöse Gefühle nennt, ist nur, dass die Anhänger einer Religion auf einem scheinbar höheren Niveau die "beleidigte Leberwurscht" spielen dürfen, gesellschaftlich anerkannt dürfen sie Menschen anderen oder keines Glaubens beleidigen und kränken, dabei genießen sie wegen ihrer religiösen Gefühle besonderen Schutz vor der entsprechenden Antwort.

    Atheisten haben in der Hinsicht eine andere Gefühlswelt als der Religiot, denn sie besitzen keine religiösen Gefühle. Trotzdem ist auch der Atheist zu solchen Gefühlen fähig, das sind Momente, in denen auch ein Atheist erhabene Gedanken hegt, die er allerdings seiner Psyche und nicht einem höheren Wesen zuschreibt.

    Natürlich haben auch Atheisten mit besonderen Weltanschauungen ihr Pendant zu den so genannten religiösen Gefühlen, aber wenn ein atheistischer Sozialist sich darüber mokiert, dass jemand seinen Hund Lenin nennen will, wird er allenfalls ausgelacht, dabei ist es letztendlich dasselbe wie im angeführten Beispiel, wo ein Fragesteller seinen Hund Jehova nennen möchte. Es werden dieselben "Gefühle" verletzt. An solchen religiösen Gefühlen ist nichts Göttliches.

  • vor 6 Jahren

    Diese Karikatur zeigt tiefsinnig die Problematik, die mit dem Schutz "verletzter religiöser Gefühle" einhergeht.

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  • kaelon
    Lv 6
    vor 6 Jahren

    Zum Thema religiöse Gefühle fällt mir nur Serdar Sumuncu ein....

    http://www.youtube.com/watch?feature=player_detail...

  • Anonym
    vor 6 Jahren

    Gefühle...

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  • vor 6 Jahren

    nein

  • vor 6 Jahren

    Ich würde niemandem den Mix aus unterschiedlichen Gefühlen absprechen, den man bei der Ausübung der Religion verspüren kann. Aber Selbst das sind keine speziell "religiösen" Gefühle, sondern eben ein Mix aus Gefühlen, die man ansonsten auch auf anderem Wege erleben kann.

    Der Begriff "religiöse Gefühle" fällt aber doch eher in einem anderen Kontext, und zwar in der Regel dann, wenn die eigene religiöse Lehre ausdrücklich nicht geteilt wird, kritisiert wird oder im Extremfall sogar entlarvt und bloßgestellt wird.

    Hier wird die Kritik an der Sache als Angriff auf die eigene Person aufgefasst, mit entsprechenden Auswirkungen in den Gefühlen, die dann alles andere als "religiös" sind - ähnlich wie der Koch sauer wird, wenn den Gästen das Essen nicht schmeckt, obwohl sie es nicht einmal bestellt haben.

    Diese vermeintlichen "religiösen Gefühle" werden als Schild vor sich her getragen, oder als Totschlagargument verwendet, um jegliche Kritik im Keim ersticken zu können.

    In einer Gesellschaft, in der es weitestgehend kritiklos abgekauft wird, dass Pietät den Religionen gegenüber eine Tugend sei, kann das in der Tat sogar noch funktionieren, in einer zunehmend säkularer orientierten Gesellschaft funktioniert das aber zunehmend weniger. Da ist dieser "Welpenschutz" zu Recht aufgeweicht, gerade weil man ohne mit der Wimper zu zucken auch jede andere vertretene, in sich geschlossene Weltanschauung kritisiert, zuweilen auch in der Luft zerreißt.

    Die Diskussion um die Papst-Karikatur auf dem Satire-Magazin Titanic ("Vatileaks") zeigt schon auf, worum sich die ganze Angelegenheit im Prinzip dreht. Während die Kritik am Papst als Institution auch in Form einer Karikatur noch uneingeschränkt legitim ist, ist die Kritik an der Person in dieser Form dann nicht mehr so einfach bewertbar. Das sind offensichtlich zwei Paar Schuhe.

    Probleme gibt es deshalb, weil beide Sphären offenkundig von religiöser Seite immer wieder undifferenziert vermischt werden, wenn jede religiöse Kritik gleich als verbale Attacke auf die eigene Person gewertet wird, aber auch den Kritikern ob der Behauptungen und nicht selten wenig rationalen Positionen irgendwann der Kragen platzt. Das muss man fairerweise genauso einräumen, obwohl jede Kritik angesichts der vielen "Lautsprecher" und "Missionare" nicht Aktion, sondern Reaktion ist.

    Deshalb bezahlt man zunehmend öfter einen Preis, wenn man die "religiösen Gefühle" wieder hervor holt, denn es gibt auch wirklich keine "elektrotechnischen Gefühle", aber auch keine "sozialdemokratischen", "liberalen", "kommunistischen" oder "neukantianistischen" Gefühle, was die Lächerlichkeit dieser Nummer eigentlich schon ausreichend aufzeigen sollte.

    Der einzelne religiöse Mensch kann dabei sehr wohl Zurückhaltung erbitten, aber er kann sie bestimmt nicht einfordern, und er braucht sich dabei auch nicht zu wundern, wenn es da zuweilen auch recht schonungslos zugeht, weil Religion in der Regel auch gleichzeitig einen dogmatischen, nicht anzuzweifelnden Geltungsanspruch für sich behauptet, der so weder akzeptiert, noch immer toleriert wird.

  • vor 6 Jahren

    Mit den Gefühlen ist das halt nun mal so eine Sache. Sicher können Gefühle verletzt sein: absichtlich oder unabsichtlich, zu recht oder zu unrecht, zu stark oder zu schwach, zufällig oder absichtlich. Da ist auch viel Wahrnehmung, Interpretation und auch Mißverständnis im Spiel.

    Man wird sich generell damit abfinden müssen, daß es, solange es Gefühle gibt, es auch "verletzte" Gefühle geben wird. Die eigentliche Frage ist dabei jedoch: Wie wird damit umgegangen!?!

    Sodann: Es gibt weltweit eine bestimmte Anzahl von Gefühlen wie Trauer, Wut, Angst, Liebe, etc. Religion gehört nicht dazu und ist auch kein Gefühl. Religion ist eindeutig eine Kopfgeburt (für manche auch eine Kopfmißgeburt).

    Insofern ist es völlig ausgeschlossen sog. Religiöse Gefühle zu verletzen, da es solche gar nicht geben kann und nicht gibt.

    Was es aber gibt und was entweder irrtümlicherweise oder absichtlich irreführenderweise als solche bezeichnet wird, das sind Mißstimmungen von Leuten, die es nicht abkönnen, wenn man ihre fixen Ideen, Zwangsgedanken oder sonstwie ausgedachten überheblichen und elitären „religiösen“ Phantasien nicht mit ihnen teilt, sie auf offensichtliche Widersprüche hinweist, keinerlei Interesse daran zeigt und auf Missionierungsversuche ablehnend reagiert und/oder mit Ironie, Humor, Spott, wissenschaftlichen Erkenntnissen, Logik, gesundem Menschenverstand u.ä. auf das penetrante und permanente Bombardement von Beeinflussung, Missionierung und Manipulation reagiert, weil man mitunter schon Angst um seine geistige und psychische Gesundheit fürchten muß, wenn einem ständig von allen Seiten dieses frömmlerische Gift eingeträufelt wird.

    Selbstverständlich haben die Sektierer, Frömmler und Fundamentalisten der zahlreichen Religions-Suchtgemeinschaften nicht das Recht, ihre Sicht der Dinge als die (einzig) richtige darzustellen und allen Anderen vorschreiben zu wollen, was diese dürfen bzw. nicht dürfen.

    Außerdem: Wenn sich die unbedingt in aller Öffentlichkeit lächerlich machen müssen, dann brauchen sie sich ja nun wirklich nicht darüber echauffieren, wenn man über sie lacht...

    ...noch dazu, da ja Lachen gesund ist und eine ganz und gar natürliche Reaktion der Immunabwehr dagegen, in ekklesiogene Neurosen gestürzt zu werden !!!

  • Anonym
    vor 6 Jahren

    Religiöse Gefühle kenne ich nicht, genau so wenig wie Gefühle über das organisierte Verbrechen. Beides tur sich nämlich nichts und ist verachtenswert.

  • Anonym
    vor 6 Jahren

    Wenn es sie gibt dann sind meine von den Katholiken, den Neuapostolischen, den Zeugen Jehovas und von vielen anderen verletzt worden und sie werden es andauernd wieder.

    Sie lästern Gott, meinen, und sie beleidigen mich und meine Glaubensgeschwister weil sie sagen unser Gott wäre ihr Teufel.

    Wo kann ich diese Verbrecher anzeigen?

    Erhalte ich Prozesskostenunterstützung?

    Ich bin nämlich arm.

  • vor 6 Jahren

    Gefühl ist ein definierbar amortisierter peripherer Komplex, der im psychoindividualistischen Egozentrik den Trieb für Sex auslöst.

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