Anonym
Anonym fragte in Gesellschaft & KulturSonstiges - Kultur · vor 7 Jahren

War DDR ein ames Land?

Denn ich habe von betroffenen gehört, dass sie damals als Kinder Brot mit Zucker gegessen haben, und dass es manchmal keine Toilettenpapier gab, sodass sie Zeiitungspapier benutzten. Sie hatten keine Badewanne und haben mit dem selben Wasser im Behälter mehrere Personen nach einander gabadet und sogar in der Küche.

Kaffee war nicht selbstverständlich, geschweige von den Bananen und Südfrüchten.

Es gab kaum Videogeräte usw.

Ich kann jetzt nicht alles Aufzählen.

Aber, ist das nicht Armut? Warum will man es nicht zu geben?

Update:

@ascalon2:

Ich habe meine Information von Leuten, die es erlebt haben.

Wenn das die höchste Lebensqualität im Ostblock war, dann möchte ich nicht daran denken, wie die aneren Ländern des Ostblocks damals ging.

Es gibt oft schlimmeres als schlimm, allerdings ändert das daran nichts, dass schlimm schlimm genung ist.

Wobei muss ich es zugeben, dass die meisten davon schwärmen, dass die soziale Zusammenhalt und die Kriminalität viel besser als jetzt waren.

15 Antworten

Bewertung
  • vor 7 Jahren
    Beste Antwort

    ja.

    und alles, was in den details steht, stimmt ganz sicher.

    wer gibt schon freiwillig zu, dass er arm ist.

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  • vor 7 Jahren

    Hört sich an wie eine Beschreibung des Lebens durchschnittlicher Arbeiterkinder in den 50ern und den frühen 60ern - in Westdeutschland.

    Tatsächlich denke ich, dass die DDR im Wohlstand dem Westen um 10-15 Jahre hinterher hing. Arm ist immer relativ. Obdachlose in größerem Umfang, hohe Arbeitslosigkeit, Tafeln und Armenspeisungen gab es meines Wissens jedenfalls zum Schluss nicht, und das halten wir heute scheinbar für völlig normal. Was nützt dir auch Elektronikschrott wie Videorekorder, wenn deine Zukunftsplanung auf töneren Füßen steht?

    @Lisa P:

    Ich im Westen auch nicht, und genau das ist vielleicht der Punkt.

    Das ist wohl der Mythos von "die hatten nix in der DDR". Klar lässt es sich nicht von der Hand weisen, dass man für manche recht einfache Dinge Schlange stehen musste. Das Warenangebot hinkte durch die verordnete Planwirtschaft dem Bedarf der Menschen sehr oft deutlich hinterher. Bei DDR-Produkten, die man erfolgsversprechend auch im westlichen Ausland verticken konnte, hat man auch zum Nachteil der eigenen Versorgung der Bürger agiert, um Devisen zu beschaffen.

    Aber institutionalisierte Armut, Leben von der Hand in den Mund und das breite Teile der Bevölkerung auf Almosen Wohlhabenderer angewiesen sind - das kam meines Wissens in beiden Staaten seit den 60ern nicht mehr vor.

    In den späten 50ern, frühen 60ern soll es in meiner Stadt noch Nissen-Hütten-Kolonien gegeben haben, weil der Bevölkerungsanstieg, unter anderem durch die nach dem Zweiten Weltkrieg vertriebenen, nicht angemessen mit Wohnungen kompensiert werden konnte, aber das war dann schnell vorbei. Bis 1960 gab es wohl auch noch die berühmten "Care-Pakete" http://de.wikipedia.org/wiki/CARE-Paket

    Danach war das wohl kein Thema mehr, weil die Menschen schnell Fuß fassen und sich auch etwas aufbauen konnten.

    Heute sehe aber an den einschlägigen Treffpunkten Obdachloser in meiner Stadt nicht mehr ein paar Leute, sondern ganze Trauben, und das Obdachlosenheim soll aus allen Nähten platzen.

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  • Anonym
    vor 7 Jahren

    Das mit dem Essen, Baden, und Zeitungspapier, gab es bis ca. Mitte der 60er Jahr im Westen auch, durch den Krieg.

    Aus verschiedenen Gründen ging es dem Westen dann aber sehr schnell besser ( Wirtschaftswunder )

    Durch den Kommunismus und Planwirtschaft, Mangel an Materialien, und auch der geringe Wert der Ostmark, gab es dadurch nicht alles wie im Westen.

    Mit Armut hat das in dem Sinne nichts damit zu tun, denn es wurde und musste mit dem was da war, etwas daraus gemacht werden.

    Jeder hatte ein Dach über dem Kopf, und wurden Satt, nur ohne exotische Früchte, usw.

    So auch mit der Kleidung, Jeans und solche Standards, gab es auch nicht, aber deshalb lief niemand in Lumpen herum.

    Ein weitreichendes Thema, aber es waren Deutsche, auf beiden Seiten, nur jeder so gut es ging.

    Sehr viel Blödsinn, Vorurteile, Arroganz der Westseite, führte zu fragwürdigen Meinungen.

    ,,,, nur weil wir nicht alles haben was wir gerne hätten, sind wir nicht arm.

    Quelle(n): Stamme aus einem ehemaligen Ostgebiet, in Süddeutschland aufgewachsen.
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  • vor 7 Jahren

    Du solltest dich vielleicht mal bei jemandem informieren der in der DDR gelebt hat.

    Die DDR hatte den höchsten Lebensstandard aller Ostblockstaaten.

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  • vor 7 Jahren

    In ihrer gelebten Mangelwirtschaft haben sie ständig ihre Familien die im Westen

    lebten angebettelt, viele DDR-ler sahen es als selbstverständlich an Pakete in die

    DDR geschickt zu bekommen.

    Die im Westen hatten nichts zu verschenken, die hatten auch ihre Lebenshaltungskosten

    zu erarbeiten.

    Nicht wenige Ehen im Westen sind daran gescheitert, weil der Partner dessen Herkunft

    aus der DDR war, Sachen verschenkte und verschickte.

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  • vor 7 Jahren

    Was du beschreibst, ist nicht Armut, sondern Mangelwirtschaft. Diese kam aus der Situation der Nachkriegszeit und hielt sich wesentlich länger als im Westen, wo durch Währungsreform (1948) und Marshall-Plan ein Wirtschaftswunder begann, das sich aber auch erst in den 60er Jahren umfassend durchsetzte.

    Ich habe die Nachkriegszeit als Teil einer vaterlosen Flüchtlingsfamilie vom 9. Lebensjahr an erlebt (im "Westen") und habe sehr genaue Erinnerungen. Als ich Anfang der 60er Jahre zum ersten Mal in der DDR war, wurde mir klar, dass dort alles noch so war wie bei uns vor der Währungsreform, nur der blühende Schwarzhandel war durch eine einfache öffentliche Tauschwirtschaft ersetzt.

    In den letzten Jahren vor der Wende war es in der DDR wesentlich besser geworden, nur wurde ein größerer Aufschwung verhindert, weil alle finanziellen Ressourcen in Prestigeobjekte und in den Unterhalt des immer gigantischer werdenden Stasi-Apparates gesteckt wurden.

    Die Menschen in der DDR, egal welcher politischen Gesinnung, fanden aber in großer Solidarität Wege, wie sie mit dem Mangel zurechtkamen.

    Was du im ersten Abschnitt darstellst (trocken Brot, kein Toilettenpapier, keine Wanne, wenig Kaffee, keine Bananen oder Orangen - ich ergänze: kein Schulbus; Videogeräte wurden erst viel später überhaupt käuflich) hat meine Kindheit geprägt. Nur war es nicht so dramatisch, weil es allen Familien im Umfeld genau so ging.

    Meine Eltern hatten nie ein Telefon, kein Auto, kein Fernsehgerät, keine Heizung außer Herd und Ofen. Als ich 1965 meine Frau kennenlernte, habe ich zum ersten Mal ein Haus betreten, das Besitz der Familie war, die darin wohnte (wenn auch auf Langzeit-Abzahlung gekauft).

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  • vor 7 Jahren

    Man hat auch sämtliche Krankheiten abgeschafft, um Medikamente zu sparen

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  • Anonym
    vor 7 Jahren

    Das gleich gab es auch in der BR und gibt es teilweise heute noch!

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  • Lisa P
    Lv 7
    vor 7 Jahren

    Von welchen Jahren sprichst du denn?

    Ich bin in der DDR groß geworden und frage mich, von was du schreibst.

    Wir hatten ausreichend zuessen mit allem was ich auch heute esse, sogar Südfrüchte, wenn natürlich auch nicht in so einem Umfang wie jeztzt, aber die nötige Vitamine bekam ich auch, mit Zeitungspapier musste ich mir nie den Hintern abwischen, wir hatten TV, ein Auto, meine Eltern tranken immer Kaffee und konnten sogar rauchen, man glaubt es kaum, wir fuhren jedes Jahr in den Urlaub, natürlich keine Flugreisen, aber das machen viele auch heute nicht.

    Auch Kleidung aus Säcken hab ich nie getragen, stattdessen sogar Jeans *ohwunder*.

    Armut ist wohl echt was anderes.

    Ich frage mich wahrlich, von welcher Zeit du schreibst, aber die muss jedenfalls sehr lange vor meiner gewesen sein.

    Ok, ich hab Ei mit Zucker gegessen, aber wohl eher nicht aus Armutsgründen, sondern weil es mir geschmeckt hat.

    doitsujin75 Beitrag betreffs der TAfeln ect. finde ich übrigens sehr gut, soetwas habe ich früher nicht gekannt.

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  • Florel
    Lv 6
    vor 7 Jahren

    ja - - fuer arme die an gott glauben

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  • vor 7 Jahren

    Aber sonst geht es dir gut, ja????

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