jugendlicher hat heimweh im krankenhaus?

vielleicht hat ja hier jemand einen Rat für mich.

Mein Sohn (14) ist seit 4 Tagen in einer Psychosomatischen Klinik da er akut unter Depression, Angst und Panikattacken leidet.

Er hat vor allem auch eine soziale Phobie , also Angst vor fremden Menschen.

Er ist freiwillig in die Klinik weil er selber einen enormen Leidensdruck hatte.

Das Problem ist jetzt aber, dass er es in der Klinik kaum aushält, schreckliches

Heimweh hat und die Panikattacken immer schlimmer werden( soweit ja alles

normal, er ist ja erst sehr kurz dort)

Ich weiß nur nicht genau wie ich mit der Situation umgehn soll. Hilft es ihm wenn ich

ihn oft besuche oder macht es alles nur schlimmer? Er wünscht sich die Besuche,

allerdings sind sie meistens damit verbunden das er weint und Angst hat das ich wieder geh.

Die Ärzte und das Personal haben mir nicht wirklich gesagt was sie für gut halten,

eher so "machen sie es nach ihrem Gefühl" ! Aber ganz ehrlich ich bin so oder so völlig am

Ende und mein Gefühl ist ein einziges Chaos.

Ich weiß halt wenn ich jetzt nicht mehr sooft komme, wird er es erstmal so sehn, daß ich ihn auch

nicht mehr lieb hab und er es einfach nicht wert ist( was ja teil seiner Erkrankung ist)

auf der anderen Seite weiß ich nicht ob er vielleicht besser klar kommen würde, wenn er mich dann

mal paar Tage nicht sieht.

Wäre schön wenn jemand Tipps hätte

Danke schon mal :-)

5 Antworten

Bewertung
  • Eve
    Lv 6
    vor 8 Jahren
    Beste Antwort

    Ich finde es super, dass sich dein 14-jähriger Sohn freiwillig in die Klinik eingewiesen hat - meinen Respekt. Somit zeigt er, dass er seine Krankheit einsieht - das ist schonmal ein sehr guter Weg zur Besserung.

    Ich kann gut verstehen, dass du dir als Mutter Sorgen machst und auch ratlos bist in dieser Situation.

    Ich würde die Besuche an deiner Stelle erstmal zurückstellen. Er muss meiner Meinung nach auch lernen loszulassen. Allerdings würde ich ihn natürlich auch nicht ganz alleine lassen, d. h. versuch die Besuche nach und nach zurückzustellen, d. h. nach und nach immer weniger, damit er sich langsam daran gewöhnen kann.

    Ich bin natürlich kein Fachmann in diesem Gebiet, aber das würde ich dir nach meinem Gefühl raten.

    Ansonsten vielleicht eventuell nochmal den Arzt aufsuchen und ihn nochmals eindringlich um Rat bitten - er behandelt deinen Sohn und kann die Situation am Besten einschätzen.

    Ich wünsche Dir und deinem Sohn aufjedenfall alles Gute und viel Erfolg! Depressionen usw. sind heutzutage leider keine Seltenheit.

  • Jack
    Lv 7
    vor 8 Jahren

    Dass die Ärzte dazu nichts sagen können, macht mich ehrlich gesagt sehr stutzig, da du kein unbedeutender Faktor bist.

    Ich denke, zu oft wäre nicht gut. Täglich wäre töricht, ganz ehrlich. Da hat er ja kaum eine Chance. Ein oder zweimal pro Woche, aber mit ganz festen Zeiten und super akkurater Pünktlichkeit. Damit hat er feste Zusagen, auf die er sich verlassen kann und vor allem die Absicherung, dass du auch wiederkommst. Sicherheit wird für ihn sehr wichtig sein.

    Die Sache ist ja die, dass du für ihn einen sicheren Punkt darstellst. Du bist ein sicherer Hafen. Bei einer Sozialphobie muss man aus diesem sicheren Hafen aber auch rauskommen. Das ist auch das, was mich so sauer macht, wenn du sagst, die Ärzte zucken da nur mit den Schultern, weil es eigentlich ihre Aufgabe ist, einzuschätzen wie es deinem Jungen geht und was er braucht und dazu gehört der Besuch von sicheren Kontakten.

    Jetzt beim schreiben merke ich, dass ich eigentlich nur einen Rat geben kann: Suche das Gespräch mit dem verantwortlichen Arzt und mach dem die Hölle heiß, dass er sich gefälligst auf seinen Ar.sch zu setzen hat um dir darauf eine gescheite Antwort zu geben, damit du die Entwicklung deines Kindes bestmöglichst unterstützt. Denn so geht das nicht, bei starken Schmerzmedikamenten muss auch eine Einnahme erklärt werden und so etwas ähnliches stellst du für deinen Sohn gerade auch da.

    Hau da mal ordentlich auf den Putz und mach Rabatz und lass dich nciht so billig abspeisen.

  • reGnau
    Lv 7
    vor 8 Jahren

    Sohn 14 Jahre alt, Psychosomatische Klinik, Depressionen, Angst, Panikattacken und eine soziale Phobie.

    Ganz ehrlich: Dass sich seine Symptome verschlimmern ist ein Zeichen dafür, dass er damit nicht zurecht kommt, alleine dieser Situation ausgesetzt zu sein. Besser wäre, wenn er Dich als seine Mutter mit in der Klinik hat, bis er sich in der neuen Umgebung einigermassen auskennt, die Abläufe halbwegs kennt und sich eben mit der Umgebung einigermassen auseinander gesetzt hat. Ich muss ehrlich sagen, dass es möglicherweise besser ist, wenn Du anfangs deutlich mehr Zeit dort verbringst und dann eben später die Zeit langsam aber sicher ausschleichen lässt, bis er es auch mal einen Tag ganz alleine aushält.

    Bei soziallen Phobien ist es eigentlich immer besser, wenn jemand da ist, der der Person einigermassen vertraut ist. Du kannst ja auch immer wieder kurze Sequenzen einbauen, wo du dann eben deinen Sohn alleine lässt in unregelmässigen Abständen und dann eben wieder zurückkommst. Ich denke, dass er womöglich sicher an seine Bezugsperson gebunden ist aber nur ganz unsichere Kontakte nach aussen hat, die auch nicht längerfristig gehalten haben und deswegen eine Kontaktperson braucht, die kontinuierlich dabei ist und der er vertraut. Kann natürlich auch sein, dass ein klarer Schnitt besser wäre, aber ich bin eher für die sanftere Methode. Gut möglich, dass er so viele schlechte Erfahrungen mit anderen Personen mit denen er nur wenig näheren Kontakt hat, gemacht hat, dass er deswegen eben auch die soziale Phobie hat. Nichts entsteht aus nichts. Wenn man Menschen, mit denen man umgeht, kein Vertrauen schenken kann, weil sie alles, was sie über einen anderen erfahren ins Gegenteil verdrehen, dann kann das fatale Folgen haben und das sollte auf gar keinen Fall sein. Und Hinterlist und Heimtücke sind leider in den letzten Jahren ganz schön angewachsen. Ebenso die Hau-drauf-Mentalität einiger Leute. Deswegen wundert es mich ehrlich gesagt auch ganz und gar nicht, dass die Menschen mit sozialen Phobien auf solche "Tätlichkeiten" antworten.

    Quelle(n): gemachte eigene Erfahrungen.
  • Marita
    Lv 7
    vor 8 Jahren

    Du, das ist garnicht so einfach, Dir ein paar Tipp's zu geben.

    Denn Jeder empfindet die Situation anders.

    Um einigermaßen in's alte Leben zurück zu kehren, müßte

    Dein Junge erst einmal verstehen, warum Er in dieser Klinik ist.

    Auch wenn Er sich freiwillig gemeldet hat, dort hin zu gehen.

    Durch sein Weinen, das Er Heimweh hat lese ich heraus, das

    Er nur manchmal weiß, das Er in der Klinik sein muß.

    Denn die Depressionen sind oft mit Stimmungsschwankungen

    verbunden und dann müßte man versuchen Gegenzusteuern

    und zwar mit hoch dosierten Medikamenten. Dadurch bekäme

    Er die innere Ruhe wieder, Die Er so dringend benötigt.

    Versuche doch mal mit dem Chefarzt zu reden. Und vieleicht

    kannst Du ja mal am Wochenende dort mal bei Deinen Jungen

    übernachten.

    LG

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    Lv 7
    vor 8 Jahren

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