warum wird das wort "bauer" so häufig als schimpfwort verwedet?

also bei meinen kindern und ihren kumpels fällt das eigentlich ständig. okay, klingt schon netter als ar*....och. aber das ist ist doch ein frevel gegenüber denen, die diesem ehrenwerten berufsstand angehören. ich habe dann auch mal nachgefragt, und dann haben die kids gefragt, ob ich denn noch nie "bauer sucht frau" geguckt hätte. echt deswegen? denn ich kenne von früher noch den spruch: "was der bauer ned kennt, isst er ned." also halt, dass bauern etwas weltfremd und wenig experimentierfreudig waren. aber als schimpfwort hatten wir das damals nicht im repertoire...

Update:

öhm, "verwendet" meinte ich natürlich.

7 Antworten

Bewertung
  • vor 8 Jahren
    Beste Antwort

    Bauern waren im Mittelalter abhängige und mittellose Leibeigene, deren Land ihnen nicht gehörte, auf dem sie aber wohnen durften, wenn sie es für den Besitzer bestellten. Der Ertrag gehörte dem Besitzer, lediglich für's eigene Überleben durfte etwas behalten werden. Sie schuldeten neben dem Ertrag auch Arbeitsleistung für den Besitzer und mussten für ihn in den Krieg ziehen, wenn das gefordert wurde. Sie wurden klein gehalten, weil das gesamte System und der Wohlstand des Adels darauf basierte. Verständlich, dass diese Bezeichnung historisch gesehen kein Kompliment war. Sie stand für "grob, ungebildet, hörig". Das ist auch heute noch gemeint, wenn man jemanden einen Bauern nennt - obwohl Land- und Viehwirtschaft inzwischen längst ein Hightech-Thema ist und es Studiengänge dafür gibt.

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  • ist mir neu ... smile ...

    lg danisahni

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  • vor 8 Jahren

    Also an "Bauer sucht Frau" wird es bestimmt nicht liegen, schätze ich...

    Ich glaube viel mehr, dass es da einen (klischeehaften) Spruch gibt, der ungefähr so lautet:

    "Wer nix wird, wird Wirt. Und wer dann noch nichts wird, wird Landwirt". (Irgendwie so..).

    Man hat den Bauern damals oft fälschlicherweise angedichtet, dass sie halt nur körperlich schwer "wie ein Tier" ackern könnten, ungepflegt wären und keinerlei Manieren/Benimmregeln kennen würden. So richtige ungehobelte Grobiane und ohne ein Mindestmaß an Schulbildung intelligenzbefreit durchs Leben gehen würden. Ja, ich denke, es liegt an diesen alten Vorurteilen.

    Übrigens heißt es ja schon lange nicht mehr "Bauer"..., das wurde ja schon vor einer halben Ewigkeit in "Landwirt" abgeändert. Aber auch dieses Wort zählt ja fast schon als Beleidigung..., heute nennt man sie ganz gepflegt "Agrarökonom"... ;o)

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  • Anonym
    vor 8 Jahren

    Ich weiß auch nicht aus welcher Gegend das Wort als Schimpfwort kommt... aus Bayern sicher nicht...

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  • 🌛
    Lv 5
    vor 8 Jahren

    Du kummst ned vom Land - oder?! ;) :)

    Quelle(n): Die Frage
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  • woko51
    Lv 6
    vor 8 Jahren

    niederer Stand

    in Asien ist z.B. schneeweiße Haut ein Zeichen für Niveau, weil die Bauern in der Sonne bei der körperlichen Arbeit im Freien bräunen.

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  • vor 8 Jahren

    weil die leute neidisch sind

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