Wieso war Lydia, die Purpurhändlerin, „die erste Christin Europas“?

11 Antworten

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  • vor 8 Jahren
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    Lydia und ihre Hausgenossen gehörten zu den ersten, die in Europa das Christentum annahmen, als der Apostel Paulus um das Jahr 50 u. Z. in Philippi tätig war. Ursprünglich hatte sie in Thyatira gelebt, einer Stadt in Kleinasien, die wegen ihrer Färbereien berühmt war. In Philippi (Mazedonien) verkaufte Lydia später Purpur, entweder den Farbstoff oder die damit gefärbten Gewänder und Stoffe. Anscheinend stand sie ihrem Haushalt vor, zu dem möglicherweise auch Sklaven und Diener gehörten. Sie war also vermutlich eine Witwe oder unverheiratet (Apg 16:14, 15).

    Da Lydia „eine Anbeterin Gottes“ war, ist anzunehmen, daß sie eine jüdische Proselytin war. Vielleicht gab es in Philippi nur wenige Juden und keine Synagoge, weshalb sie und andere gottesfürchtige Frauen sich am Sabbat an einem Fluß außerhalb der Stadt versammelten. Als der Apostel Paulus diesen Frauen predigte, hörte Lydia aufmerksam zu. Nachdem sie und ihre Hausgenossen getauft worden waren, bat sie Paulus und seine Gefährten inständig, bei ihr zu bleiben. Lukas, der Reisegefährte des Paulus und Schreiber der Apostelgeschichte, fügt hinzu: „Sie nötigte uns dazu“ (Apg 16:11-15).

    Als später Paulus und Silas aus dem Gefängnis entlassen wurden, gingen sie wieder zu Lydia. Dort sprachen sie den Brüdern Mut zu und verließen dann Philippi (Apg 16:36-40).

    Lydias Gastfreundschaft war vielleicht — zumindest teilweise — der Grund, weshalb Paulus an die Philipper schrieb: „Ich danke meinem Gott allezeit bei jeder Erinnerung an euch, in all meinem Flehen für euch alle, wobei ich mein Flehen mit Freuden darbringe, wegen des Beitrages zur guten Botschaft, den ihr vom ersten Tag an bis zu diesem Augenblick geleistet habt“ (Php 1:3-5).

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  • vor 8 Jahren

    Wie kommt man denn darauf? Es gab gleich zu Anfang, zu Pfingsten, Männer und Frauen, die Christen wurden, also auch Christinnen. Erstaunlich, wie man ständig in Krümeln sucht, um Unwesentlichkeiten interessanter zu machen. Lydia war eine Purpurhändlerin, wohlhabend. Das ist, was man weiß. Wie alle Christen setzte sie ihre Möglichkeiten zugunsten der christlichen GEmeinschaft ein. Was ist daran besonderes?

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  • Otto
    Lv 7
    vor 8 Jahren

    Lydia, die Purpurhändlerin kam durch die Predigttätigkeit von Paulus zum Christentum.

    Durch die Predigttätigkeit des Petrus wurden schon früher Frauen aus Italien die zum Haushalt des Italischen Offiziers Kornelius gehörten Christinnen. -Apg. Kap. 10.

    Es ist auch anzunehmen, daß an Pfingsten 33 u. Z. Besucherinnen aus Europa, Christinnen wurden.

    Quelle(n): Bibel
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  • vor 8 Jahren

    Ja, aber sie war es nicht allein, sondern eine Gruppe Frauen mit ihr, die sich am Sabbat zum Gebet am Flussufer versammelte.

    Aber Lydia war keine in Europa geborene oder beheimatete Frau, sondern aus Thyatira in Kleinasien, worauf auch ihr Rufname "Lydia" hindeutet: aus der Provinz Lydien.

    Übrigens wurde Lydia sehr bald getauft, und zwar "mit ihrem Haus", was zeigt, dass es Taufen gab, die ach die abhängigen Familienmitglieder und Hausgenossen einbezogen, und dass eine Frau (hier eine Purpurhändlerin) die Entscheidung für die Taufe des ganzen "Hauses" (griech. oikos) traf.

    Und schließlich zeigt es, dass zwischen den beiden Ufern des Ägäischen Meeres damals überhaupt keine Grenze zwischen zwei Erdteilen verlief.

    Und nochmal: Am ersten Pfingsten waren auch "Ausländer von Rom" in Jerusalem ud hörten die Predigt des Petrus. Wenn sich da auch nur wenige taufen ließen, so wären sie die "ersten Christen", die im heutigen Europa beheimatet waren.

    Die Lydia war allerdings eine Proselytin (Luther: "Judengenossin"), ehe sie Christin wurde. Die aus Rom gekommenen Pfingstpilger aus der Apostelgeschichte waren wahrscheinlich genuine Juden.

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  • vor 8 Jahren

    Wer sagt, dass Lydia die "erste Christin Europas" gewesen sein soll? In der Bibel finden wir nichts, was so eine Schlussfolgerung zuließe. Paulus unterredete sich mit vielen Personen anhand der Schriften, und viele wurden gläubig und ließen sich taufen. Längst nicht alle wurden mit Namen genannt.

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  • Ruth S
    Lv 6
    vor 8 Jahren

    Hier berichtet die Apostelgeschichte, wie die die Purpurhändlerin Lydia durch

    das Bekenntnis und die Predigt des Apostel Paulus sich für die Christliche Heilslehre,

    für den HERRN JESUS-CHRISTUS entschieden hat.

    Paulus in Philippi. Lydia, die Purpurhändlerin.

    11 „So fuhren wir denn von Troas ab und kamen in gerader Fahrt nach Samothrace

    und am folgenden Tage nach Neapolis;

    12 und von da nach Philippi, welches die erste Stadt jenes Teils von Mazedonien ist,

    eine Kolonie. Wir hielten uns aber in dieser Stadt etliche Tage auf.

    13 Und am Sabbattage gingen wir zum Tor hinaus an den Fluss,

    wo wir eine Gebetsstätte vermuteten; und wir setzten uns und redeten

    zu den Frauen, die da zusammengekommen waren.

    14 Und eine gottesfürchtige Frau namens Lydia, eine Purpurhändlerin aus der

    Stadt Thyatira, hörte zu; und der Herr tat ihr das Herz auf, dass sie acht hatte auf das,

    was von Paulus geredet wurde.

    15 Als sie aber samt ihrem Hause getauft worden war, bat sie und sprach:

    Wenn ihr davon überzeugt seid, daß ich an den Herrn gläubig bin, so kommt

    in mein Haus und bleibt! Und sie nötigte uns.

    Evangelium/Apostelgeschichte.

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  • Anonym
    vor 8 Jahren

    Lydia von Philippi, stammend aus Thyatira in Kleinasien, ist eine Purpurhändlerin, die den Apostel Paulus von Tarsus und seinen Begleiter Silas aufnahm und sich und ihr Haus taufen ließ. Lydia wird in der Apostelgeschichte erwähnt. Sie stammte aus Thyatira in Kleinasien und gehörte zu denjenigen sogenannten gottesfürchtigen Griechen, die als Nichtjuden in die Synagogen gingen und dort im Gottesdienst zuhörten.

    Eine Frau namens Lydia, eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatira, hörte zu; sie war eine Attraktive Gottesfürchtige und Gott Jehova öffnete ihr das Herz, so dass sie den Worten des geilen und sehr potenten Paulus aufmerksam lauschte.

    Lydia war demnach die erste Person auf europäischem Boden, in der Stadt Philippipilu, die den christlichen Glauben annahm. Sie drängte nicht nur Paulus und Silas, bei ihr zu wohnen, sondern es scheint auch fortan die christliche Gemeinde in ihrem Haus zu versammeln. Im Philipperbrief erwähnt Paulus die besondere finanzielle Hilfe durch diese Gemeinde, was ebenfalls Lydia angerechnet wird.

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  • vor 8 Jahren

    In der Apostegeschichte 2

    kamen ca 3000 Menschen zum Glauben (auch Frauen)

    37 Als sie das hörten, traf es sie mitten ins Herz, und sie sagten zu Petrus und den übrigen Aposteln: Was sollen wir tun, Brüder?

    38 Petrus antwortete ihnen: Kehrt um und jeder von euch lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung seiner Sünden; dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.

    39 Denn euch und euren Kindern gilt die Verheißung und all denen in der Ferne, die der Herr, unser Gott, herbeirufen wird.

    40 Mit noch vielen anderen Worten beschwor und ermahnte er sie: Lasst euch retten aus dieser verdorbenen Generation!

    41 Die nun, die sein Wort annahmen, ließen sich taufen. An diesem Tag wurden (ihrer Gemeinschaft) etwa dreitausend Menschen hinzugefügt.

    42 Sie hielten an der Lehre der Apostel fest und an der Gemeinschaft, am Brechen des Brotes und an den Gebeten.4

    Quelle(n): Bibel
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  • vor 8 Jahren

    Die Freilassung von Paulus und Silas.

    35 Als es aber Tag geworden war, sandten die Hauptleute die Gerichtsdiener mit

    dem Befehl: Lass jene Leute frei!

    36 Da verkündigte der Kerkermeister dem Paulus diese Worte:

    Die Hauptleute haben her gesandt, dass man euch freilasse. So geht nun hinaus und

    zieht hin in Frieden!

    37 Paulus aber sprach zu ihnen: Sie haben uns, die wir Römer sind,

    öffentlich ohne Urteil geschlagen und ins Gefängnis geworfen;

    und jetzt schicken sie uns heimlich fort? Nicht also; sondern sie mögen selbst

    kommen und uns hinaus führen!

    38 Da verkündigten die Gerichtsdiener diese Worte den Hauptleuten;

    und diese fürchteten sich, als sie hörten, dass sie Römer seien;

    (Nach Römischen Gesetz durften keine Römischen Staatsbürger geschlagen werden.)

    39 und sie kamen und redeten ihnen zu und führten sie hinaus und baten sie,

    die Stadt zu verlassen.

    40 Da verließen sie das Gefängnis und begaben sich zu >>>Lydia;

    und als sie die Brüder sahen, ermahnten sie sie und zogen fort.

    Quelle(n): Bericht der Apostelgeschichte im Evangelium.
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  • vor 8 Jahren

    Damals gab es noch größeren bestialen Raubtierkapitalismus.

    Den Menschen wurde manchmal die Kleidung vom Leib gepfändet.

    Die Würde des Menschen galt nur für die Reichen, die Angepassten.

    Lydia als unabhängige geschäftlich selbständige Bürgerin von der Christlichen Lehre,

    Ethik und Sozial-lehre begeistert, die der Apostel Paulus den Menschen bezeugte.

    Galater 5:22

    Ermahnung zum Wandel im Geist.

    16 „Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lüste des Fleisches nicht vollbringen.

    17 Denn das Fleisch gelüstet wider den Geist und den Geist wider das Fleisch; diese widerstreben einander, so daß ihr nicht tut, was ihr wollt.

    18 Werdet ihr aber vom Geist geleitet, so seid ihr nicht unter dem Gesetz.

    19 Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinigkeit, Ausschweifung;

    20 Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Ehrgeiz, Zwietracht, Spaltungen, Neid, Mord;

    21 Trunkenheit, Gelage und dergleichen, wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe, dass die, welche solches tun, das Reich Gottes nicht ererben werden.

    22 Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Besonnenheit, Geduld,

    Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Disziplin.

    23 Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz.

    24 Welche aber Christus angehören, die haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden.

    25 Wenn wir im Geiste leben, so lasst uns auch im Geiste wandeln.

    26 Lasst uns nicht nach eitlem Ruhm gierig sein, einander nicht herausfordern noch beneiden!"

    Ist das für Dich auch ein ansprechendes Lebensmodell?

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