Jennifer fragte in TierePferde · vor 9 Jahren

Grauer Star bei Pony ?

Also ich wollte mal alles wissen was es dazu gibt, also wie schlimm ist es wenn es auf einem auge ist? Kann ein Pony damit als freizeitpferd leben? kann man es Operieren ? Wenn ja wieviel würde dies kosten?

Und wenn ihr nochwas wissenswertes wisst bitte alles schreiben :D

Danke

3 Antworten

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  • vor 9 Jahren
    Beste Antwort

    Viele Pferde leben ohne Probleme mit nur einem Auge. Hängt ein wenig vom Charakter ab. Ein nervöses, ängstliches Pferd wird mehr Probleme haben, als ein ausgeglichenes. Wir hatten ein halb blindes Schulpfers. Interessanterweise ist er immer von der sehenden zur blinden Seite weggescheut. Ansonsten hat er die Kinder alle super durch die Reitabzeichen getragen. Springen, wie Dressur. Heute ist er 27 und in privater Hand.

    Was passieren kann oder ziemlich passieren wird, ist daß das Auge irgendwann zu schrumpfen anfängt und dann entfernt werden muß.

    Bei einem Katarakt (grauer Star) wird die Linse duch Einlagerungen trüb. Wird nichts unternommen stirbt der Sehnerv ab und das Auge erblindet. Operieren sollte kein Problem sein. Es wird schlicht die Linse entfernt. Ob man bei Pferden dann eine künstliche Linse einsetzt bzw. einsetzen kann oder es so beläßt, weiß ich nicht. Es wird dann zumindest noch Umrisse und hell/dunkel erkennen können.

    Wegen den Kosten könntest du mal bei der Uni-Tierklinik in München anrufen. Die sind auf Augen spezialisiert.

    .................

    Regnau, du verwechselst "grüner Star" (Glaukom) mit "grauem Star" Katarakt. Die Ursachen sind völlig verschieden. Beim Glaukom ist meist der Augendruck zu hoch. Beim Katarakt lagern sich Ablagerungen in der Linse ab. Den grauen Star kann man operieren, den grünen nicht.

  • vor 9 Jahren

    Eine Augenkrankheit beim Pferd stellt im Grunde kein großes Problem dar. Ich habe selbst einen Wallach der aufgrund periodischer Augenentzündung und Gewalteinwirkung des Vorbesitzers auf einem Auge blind ist. Das andere Auge lasse ich nächsten Monat operieren.

    Wenn das Pferd den Stall gut kennt und das Pferd seinem Besitzer vertraut, dann ist es überhaupt kein Problem, wenn es auf einem Auge blind. Man muss sich nur dessen bewusst sein, dass man auf der blinden Seite nicht plötzlich an das Pferd geht und das alle auf dem Hof Bescheid wissen und man sich dem Pferd, z.B. durch kurzes Rufen, ankündigt, dass es sich nicht erschrickt.

    Aufwendiger ist es bei kompletter Blindheit, aber auch nicht unmöglich.

    Die Kosten hängen natürlich von der Behandlung ab, die durchgeführt wird. Mein Tierarzt hat mir die Kliniken in München und Brielow (bei Potsdam) empfohlen, da dort Spezialisten für Augen-OPs arbeiten. Die Klinik in München hat eine Leistungsübersicht mit Preise online gestellt, in Brielow (Pferdeklinik Havelland) müsstest du anrufen. Sämtliche Kontaktdaten findest du wenn du das mal bei Google eingibst. Aber bei Augenoperationen musst du sicherlich mit 1000 bis 1500€ für ein Auge rechnen (bei beiden Augen ist es ein wenig mehr, aber nicht das Doppelte). Die Preise sind aber meisten inklusive des gesamten Aufenthalts.

    Normalerweise kann man auch immer über Ratenzahlung verhandeln, wenn man das Geld nicht sofort parat hat, man aber schnell handeln will, dass sich die Erkrankung nicht verschlimmert.

  • reGnau
    Lv 7
    vor 9 Jahren

    http://www.cavallo.de/medizin/kompendium-die-wicht...

    Ist im Prinzip auch nichts anderes, als die Erkrankung Glaukom beim Menschen. Das Sichtfeld engt sich nach und nach ein, irgendwann trübt sich die Linse ein und das Pferd sieht halt auf dem Auge nichts mehr. Ist die Hornhaut abgelöst, kann sie halt normalerweise operativ wieder "befestigt" werden.

    Ist aber halt schwierig fest zu stellen...

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