Wie genau wirkt das Gift Natriumfluoracetat?

Ich bräuchte ein paar Infos zum Gift Natriumfluoracetat, und zwar für eine Geschichte, ich will also niemanden töten oder so ;-)

Also, ich müsste wissen:

- Wie groß muss eine Natriumfluoracetat-Dosis sein, um einen Menschen zu töten?

- Wie schnell würde er sterben? Oder ist das Dosis-abhängig? An welcher Menge würde er innerhalb von 2-8 Stunden sterben?

- Woran genau stirbt man?

- Gibt es für die Vergiftung äußere Anzeichen? Habe gelesen, dass die Haut sich blau verfärbt, stimmt das?

- Ist das Gift nachweisbar?

Wäre super, wenn einer von euch was wüsste. Jede kleine Info hilft :-)

1 Antwort

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  • Anonym
    vor 9 Jahren
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    fast alles steht bei wikipedia:

    Toxizität

    Natriumfluoracetat ist sowohl bei oraler Aufnahme, als auch bei Inhalation der Stäube oder von Nebeln wässriger Lösungen, als auch bei direktem Hautkontakt, für den Menschen, alle Säugetiere und viele Insekten, außerordentlich toxisch. Nach der Aufnahme des Giftes treten beim Menschen nach etwa 30 Minuten bis maximal drei Stunden erste Symptome einer Vergiftung auf. Übelkeit, Erbrechen zusammen mit Bauchschmerzen sowie Schweißausbrüche, Verwirrung und Unruhe. Hinzu kommen meist noch Muskelkrämpfe, Atemnot und Zyanose. Der Tod wird meist durch eine ventrikuläre Tachykardie hervorgerufen.

    Für den Menschen wurde die letale Dosis auf 5 bis 10 mg·kg−1 Körpergewicht hochgerechnet.[9]

    Subletale Dosen führen zu Gewebschäden in Organen mit erhöhtem Energiebedarf, speziell im Gehirn, den Keimdrüsen, Herz und Lunge.

    Katzen können sich durch den Verzehr von vergifteten Nagern vergiften (siehe Verwendung). Die letale Dosis LD50für Katzen liegt bei 0,3 bis 0,5 mg·kg−1.[10] Für verschiedene Vogelarten wie Haussperling und Star wurden LD50-Werte von 2 bis 3 mg·kg−1 ermittelt. Bei Meerschweinchen liegt die letale Dosis 50 bei 0,3 mg·kg−1.[11][6]

    Für wirbellose Wassertiere (EC50 = 350 mg a.i./Liter), als auch für Fische (LC50 = 54–970 mg a.i./Liter) ist die Verbindung dagegen nahezu ungiftig (EC=effektive Konzentration, LC= letale Konzentration).[12]

    Die hohe Toxizität, die leichten Beschaffungsmöglichkeiten oder die einfache Herstellung von Natriumfluoracetat machen diese Verbindung zu einer potenziellen Waffe in der Hand von Terroristen.[13]

    Wirkungsmechanismus [Bearbeiten]

    Metabolisierung von Fluoracetat (1) zu Fluorcitrat (3), ein effektiver Hemmstoff des Citratzyklus. Für Einzelheiten bitte Text beachten.

    Nach der Aufnahme wird Natriumfluoracetat (1) im Körper zu (2R, 3S)-Fluorcitrat (3) metabolisiert (vgl. Abbildung). Dieses Derivat des Citrats hemmt das Enzym Aconitase, das normalerweise die Umwandlung von Citrat in cis-Aconit katalysiert. Dadurch wird der Citratzyklus unterbrochen und im Körper reichert sich Citrat an. Die Körperzellen werden dadurch von der Energiezufuhr abgeschnitten. Zellen mit hohem Energiebedarf sind davon am stärksten betroffen.[14]

    Gegengifte [Bearbeiten]

    Die Behandlung einer Vergiftung mit Natriumfluoracetat ist, bedingt durch den Eingriff in den Citratzyklus, sehr schwierig. Sobald der Vergiftete Symptome zeigt, ist der Zyklus außer Betrieb gesetzt. Es ist kein effektives Antidot bekannt. In der Klinik sind die Gabe von Muskelrelaxantien, eines Antikonvulsivums und künstliche Beatmung als unterstützende Maßnahmen hilfreich. Es liegen nur wenige Erfahrungen bei der Behandlung von entsprechenden Vergiftungen vor

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