Wie lange braucht ihr um einen anderen Dialekt zu übernehmen?

Ich wohne in Sachsen, und um mich an regionale Unterschiede in anderen sächsischen Gebiete anzupassen, welche meist die Aussprache betreffen, z.B. Dresden - Leipzig brauch ich eigentlich nur paar Stunden, um in der anderen Lokalaussprache drinne zu sein. Bei anderen Dialekten wie jetze zum Beispiel bairisch oda berlinerisch brauch ich dann schon paar Tage um das ganze selber zu sprechen, ich bin da also eig ziemlich schnell dabei, auch wenn es nich immer gleich total perfekt is.................da gibts dann aber auch leute die wohnen seit 20 jahren in einer total andern gegend vom deutschsprachigen raum, und kriegen es nicht auf die reihe sich an den dialekt der neuen heimat anzupassen....

wielange braucht ihr so um einen anderen dialekt draufzuhaben?

12 Antworten

Bewertung
  • savage
    Lv 7
    vor 10 Jahren
    Beste Antwort

    also ich komme aus oberfranken, habe aber viele jahre in schwaben gewohnt und habe dann echt so richtig geschwäbelt. mein damaliger lebensgefährte hatte einen oberpfälzer dialekt und hat zwar immer versucht zu schwäbeln, aber bei ihm ist das nix geworden. bei mir kein unterschied zu den "alteingesessenen". das ging auch relativ schnell. mittlerweile wohne ich seit 13 jahren in unterfranken. okay, das fränkische war mir ja vertraut, aber zwischen oberfränkisch und unterfränkisch ist ein himmelweiter unterschied. hier fiel es mir seltsamerweise viel schwerer, den dialekt anzunehmen, als in schwaben. ich habe jetzt so´n mischmasch beieinander... naja, solange man mich versteht. ich versuche auch wegen der kinder "normales" deutsch zu reden. aber richtig hochdeutsch wird´s wohl nie werden...;-)))

    @goethe...auf krampf sowieso nicht. entweder das entwickelt sich, oder eben nicht.

  • Hanz
    Lv 6
    vor 10 Jahren

    Einen Dialekt kann man nicht so einfach übernehmen. Der Sprecher denkt vielleicht, dass er es drauf hätte, für Eingeborene klingt es aber eher affig. Es wirkt seriöser, wenn ein Zugereister nur einige Wörter oder Redewendungen übernimmt. Hier in Bayern sind mir eigentlich nur zugezogene Ausländer begegnet, die richtiges Bayerisch sprechen gelernt haben, weil sie dachten das sei Deutsch.

  • vor 10 Jahren

    Ein nachgesprochener Dialekt wirkt für den Einheimischen immer nachgeäfft. Jeder Bayer merkt sofort, ob er mit einem Bayer spricht - oder ob jemand das Bayerische nachahmt. Das klappt nämlich nicht. Da merke ich jede Feinheit, die nicht passt. Deshalb probieren es die Leute auch nicht, Dialekte zu sprechen.

  • vor 10 Jahren

    Hast du mal einen richtigen Bayern gefragt, wie sich für ihn dein "Bairisch" anhört? Dialekte kann man nach dem 12. Lebensjahr etwa nicht mehr richtig lernen, und alles, was einer hervorbringt, der meint, er rede bairisch oder kölsch, ist nur lächerlich für die, die es seit ihrer Kindheit sprechen.

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  • vor 10 Jahren

    In ein paar Tagen.... denkst du vielleicht, dass du den Dialekt drauf hast, die "Eingeborenen" werden es lächelnd hinnehmen oder den Kopf schütteln.

  • Anonym
    vor 10 Jahren

    Ich (bayrischer Schwabe) könnte nur die verwandten süddeutschen Dialekte übernehmen. Also Bairisch, Österreichisch, Schwyzerdeutsch und das württembergisch Schwäbische. Das andere geht niemals!

  • vor 10 Jahren

    Eigentlich übernehme ich einen Dialekt nie... ich kann das auch gar nicht...

  • vor 10 Jahren

    Identifizierung mit der Region und Land.

    Quelle(n): persönliche Meinung
  • vor 10 Jahren

    Ich bin in München geboren, rede aber Hochdeutsch, da wir es nicht von unserem Vater übernommen haben. Meine Mutter kommt aus HH. Wenn ich bayrisch reden würde, klingt das idiotisch. Deshalb heißt es doch: "jeder redet so, wie ihm der Schnabel gewachsen ist."

    Manche Schauspieler können perfekt Dialekte imitieren, aber ich will mich nicht anpassen, denn es klingt einfach albern. Warum soll ich es da nicht "auf die Reihe kriegen?" Nenn mir einen Grund!

    Philipp

  • vor 10 Jahren

    Du meinst, die "kriegen es nicht auf die Reihe", sich an den Dialekt der neuen Heimat anzupassen.

    Vielleicht wollen sie schlicht und einfach nicht?

    Ich finde toll, dass es so viele Dialekte gibt. Aber sprechen möchte ich keinen.

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