Widersprüche in der Tora?

Hallo!

Habe erhebliche Probleme mit echten Widersprüchen in der Tora ...

Gemeint sind hierbei nicht die Zusätze, die in einigen Exemplaren im Gegensatz zu den anderen zu finden wären, oder die Auslassungen, die in einigen Exemplaren im Gegensatz zu den anderen zu finden wären.

Gemeint sind auch nicht die Sinnvarianten, die im Laufe der Zeit z.B. durch die nachträgliche Setzung, Weglassung oder die Umstellung eines Versendes ("Soph Pasuq", der Doppelpunkt in den jüdisch-hebräischen Kodizes) entstanden waren.

Ebenfalls nicht gemeint sind die sich widersprechenden Angaben ohne Tragweite, z.B. jene über das enorm hohe Alter der ersten zehn Generationen nach Adam {Gottes Segen mit ihm!}.

Merkwürdige Lesarten, die nur in einigen wenigen alten Übersetzungen plötzlich (zu gewissen Anlässen) aufgetaucht waren und nach ca. 1000 Jahren dann wieder abgetaucht sind, wären hier ebenso nicht gemeint.

Update:

Guten Morgen!

Versuche hier eine These nachzuvollziehen, nach der auch die recht deutlichen Worte Jesu über die "Buchstaben" und die "Wörter" der Tora [Matthäus 5:18 - gemeint war natürlich nicht die Vokalisation: in der althebräischen und (bis heute noch) in der samaritanischen Schrift wurde zwischen den Wörtern ein kleines Häkchen gesetzt, im Altarabischen war der Worttrenner ein senkrechter Strich] nur ein Gleichnis waren.

Update 2:

Wenn ein anderer YC!-User die Behauptung aufgestellt hätte, dass es nur eine Tora geben würde und keine Widersprüche darin enthalten wären, hätte ich aus dem Stehgreif ein glattes dutzend Stellen zur Hand gehabt, ihn Lügen zu strafen, z.B. die abweichenden Lesarten von LXX und MT in Deuteronomium 32:8 [auf die schon Jesus in Johannes 10:34ff hingewiesen hatte], die einem Anhänger einer von ihnen oder beider, sofern seine Glaubensgemeinschaft in der Minderheit gewesen wäre, sogar das Leben gekostet hätte!

Diese beiden unterschiedlichen Ansichten wären aber austauschbar wie Äpfel mit Nüssen und @erhardgr hat netter Weise weiteren einen Riegel vorgeschoben, den ich oben vergessen hatte mit aufzuführen: nur die menschliche Engstirnigkeit sähe hier ein Problem!

Update 3:

Die fehlenden Bindeglieder zwischen "Apfel" und "Nuss" wären neben Exodus 4:16 und 7:1 die folgenden Textstellen in der Genesis [Fokus: aktiv / passiv]:

http://de.answers.yahoo.com/question/index;_ylt=Av...

Update 4:

... was die Tora ist. Begriffsdefinition:

Die "Tora" (Thora, Torah) - hebr. " תורה ", arab. " توراة " - kommt keineswegs "vom Himmel": die Masse von ihr wird maschinell in den Druckereien der Buchverlage hergestellt, nur sehr wenige entstehen nach wie vor in Handarbeit.

Das allererste Exemplar dürfte das von Josua [Buch Josua 24:26] um ca. 1200 n.g.Z. angefertigte Muster gewesen sein (Hexateuch).

Die Tora enthält nicht nur aufgezeichnete wörtliche Rede Gottes, auch die Beschreibungen der Umstände, unter denen diese Worte geschahen, die Umsetzung dieser göttlichen Anweisungen durch die Angesprochenen wie auch deren Weigerungen mit den entsprechenden Folgen.

Von Gott "diktiert" wurde hierbei nur sehr wenig - alles in allem wird diese Tora aber von Gott durch seine Propheten und Gesandten als seine Mitteilung an die Menschen bestätigt.

10 Antworten

Bewertung
  • vor 1 Jahrzehnt
    Beste Antwort

    Nach jüdischer Tradition sind die "Widersprüche" in der Tora das eigentlich Interessante, das "Salz in der Suppe" sozusagen. Sie weiten die Möglichkeiten der Exegese aus.

    "Wenn über das Verständnis eines Textes der Tora nicht gestritten würde, wäre es nicht das 'Wort Gottes'." (Rabbinisches Zitat)

    "Es gibt kein objektives Verständnis eines Textes. Die mündliche Tradition, in der ein Ausleger steht, bestimmt immer seine Auslegung." (Zitat aus einem Vortrag von Rabbiner Magonet)

    "Mich beunruhigen nicht die Bibelworte, die ich nicht verstehe, sondern die, die ich nur zu gut verstehe." (Mark Twain)

  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    Ja was meinst du dann - du hast nur aufgezählt, was du nicht meinst?!

    Wenn du ein zutiefst widersprüchliches religiöses Buch suchst, nimm den Koran; der wimmelt in allen bekannten Fassungen nur so davon: mal ist die Frau dem Mann untertan und er soll sie züchtigen, dann ist sie wieder genausoviel wert und er soll sie gut behandeln, mal sollen Christen und Juden mit Respekt behandelt werden, mal sollen 'Ungläubige' gnadenlos vernichtet werden, usw. usw. usw.

  • 9X
    Lv 5
    vor 1 Jahrzehnt

    Wo ist denn genau deine Frage ? Was willst du genau wissen?

  • vor 1 Jahrzehnt

    Und schreibst du uns auch welche Widersprüche du denn nun meinst?

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  • vor 1 Jahrzehnt

    Eine wirklich sehr wichtige und bedeutungsvolle Frage.

    Selbst verständlich steht es Dir im Zeitalter der Opfermentalität zu widersprüchliche Widersprüche zu suchen und auch zu finden. Besonders interessant wird es jedoch, wenn diese derart widersprüchlci sind, dass sie in ihrer widersprüchlichen Art nicht mehr realistisch widergegeben werden können.

    Selbstverständlich liegt dieses in der Widersprüchlichkeit der Sache selbst und nicht am Betrachter.

  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    Da sind sicher Widersprüche in der Tora. Aber wenn du die hier nicht genauer auflistest als mit seitenlangen Ergüssen darüber, was du nicht meinst, dann kann ich dir auch nicht helfen. Und niemand kann dir dann helfen. Denkst du, dass deutsch publizierende Tora-Kundige den ganzen Tag im Internet nachschauen, wer schlaue Gedanken über die neuesten Widersprüche in der Tora hat? Bisschen konkreter wär nicht schlecht oder ist es ein Rätsel?

    Überleg mal, wie viele Menschen, die deutsch sprechen und in dieser Plattfom lesen, überhaupt wissen, was die Tora ist. Zwanzig? Dann überleg mal weiter, wie viele von denen eine Meinung dazu haben. Zehn? Wieviele könnten einen Widerspruch auflösen oder bestätigen? Zwei? Warum redest du nicht einfach mit einem Rabbiner?

  • vor 1 Jahrzehnt

    Ein Widerspruch ist selten objektiv nachpruefbar, es sei denn, man hat es mit Zahlen zu tun. Wenn zwei sich offenbar widersprechende Statements vom selben Ursprung zu verzeichnen sind, dann hat man es entweder mit fehlender Information zu tun, was im Falle der Torah auszuschliessen ist, denn die ist ja schon als Grundvoraussetzung ihrerselbst veraenderungsresistent; oder man hat es mit einem Missverstaendnis zu tun.

  • Ente
    Lv 4
    vor 1 Jahrzehnt

    Frage: Echte Widersprüche in der Tora

    Antwort: Widersprüche bewirken ein Nachdenken.

    Sobald ein Satz auftaucht wie "Aug um Aug / ain tachat ain" geht ein Erschrecken durch die Seele. Das wäre sehr grausam, will man nicht. Dann folgt der Rückzug aus der Übertreibung. "Ain tachat ain?" Ansicht austauschen! Aha, heißt ja gleich.

    Besser mal alle Ansichten (Ain = Quelle, Auge, Blickweise) durchgehen, ob geprüft und berechtigt. Man findet an die sechs Möglichkeiten diesen Satz zu lesen und die folgenden auch ebenso.

    Die Widersprüche geben alle einen Sinn. Nur in der Übersetzung wurden sie zu fatalen Fehlern. Da die ursprüngliche Sprache nicht mitgeliefert wurde, waren sie nicht mehr aufzulösen.

  • vor 1 Jahrzehnt

    es gibt keine widersprueche im at

  • vor 1 Jahrzehnt

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    Logisch:

    Im W i d e r s p r u c h

    bist Du nicht der Lektüre,

    sondern Deinem Eigen nah…

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