Warum heißt das Holz der Ulme "Rüster" und nicht "Ulme"?

Oder anders: Warum nennt man die Bäume nicht "Rüster", sondern Ulme?

Update:

@mama: die Frage lautete "WARUM" - das wurde mir von Dir nicht beantwortet. Und in irgendein online-lexikon kann ich selber schauen!

4 Antworten

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  • mejxu
    Lv 7
    vor 1 Jahrzehnt
    Beste Antwort

    Rüster ist ein Synonym für Ulme und bezeichnet sowohl den lebenden Baum als auch das Holz, z.B.

    Bergulme > Wasserrüster

    Feldulme > Weiße Rüster

    Flatterulme > Rote Rüster > Traubenrüster

    Die Bezeichnung ist aber nur noch im manchen Gegenden gebräuchlich.

    Siehe "Volkstümliche Namen":

    http://www.heilkraeuter.de/lexikon/ulme.htm

    Der zweite Teil des Namens "ter", manchmal auch "der" ist ein altes Suffix, das "Baum" bedeutet und das auch in Affolter > Apfelbaum, Heister > junger Buchenstamm, Wacholder, Holunder oder Flieder auftaucht.

    Das "Rüs" soll sich vom althochdeutschen "ruz", das wiederum vom lateinischen ruber > rot herleiten und sich über rust > ruster > rystenbaum zu Rüster gewandelt haben. Eine weitere Theorie zieht eine Verbindung zum indogermanischen reus, weiter zu irisch ruaimun > Erle.

    Ulme leitet sich vom lateinischen ulmus ab, das sich auch zum indogermanischen elm > rötlich, bräunlich glänzend entwickelte und zu althochdeutsch elmboum, einer weiteren Bezeichnung für die Ulme führte.

    Das rötliche Kernholz der Ulmen ist der Grund für die Beziehung der Namen zur Farbe Rot.

    Quelle(n): Marzell, Wörterbuch der deutschen Pflanzennamen, Bd 4, Seite 904 ff. Sauerhoff, Wörterbuch der Pflanzennamen, S. 636 http://www.archive.org/stream/KurzgefasstesEtymolo...
  • vor 1 Jahrzehnt

    Das kommt von Ulm. die stehen in Ulm und um Ulm und hinter Ulm herum.

    Deshalb heisen die Rüster Ulmen sfg.

    Übrigends hat Mama recht

    die andere haben auch nach geschaut. Es ist halt nicht jeder so intelligent wie manche Fragesteller.

    Gruß

    Gordo_Mainz

  • vor 1 Jahrzehnt

    Die Ulme heißt heute so, weil das vom lateinischen Namen Ulmus abgeleitet wurde. Früher hieß der Baum mittelhochdeutsch Rust oder Rüster. Rüster hieß im Mittelhochdeutschen auch "sich räuspern".

    Rust bedeutete Rost. Das kann von der roten Farbe des Holzes hergeleitet sein.

  • Mama
    Lv 7
    vor 1 Jahrzehnt

    Die etwa 20 bis 25 Ulmenarten sind ausschließlich in der nördlichen Hemisphäre verbreitet, der weitaus überwiegende Anteil in den gemäßigten Klimazonen. Die größte Artenvielfalt (ca. 12) findet sich in Ostasien (China, Japan, Korea); die entsprechenden Hölzer werden vorwiegend lokal genutzt und sind bislang noch ohne wesentliche Anteile auf dem Europäischen Markt. Von den in Europa und Nordamerika heimischen Ulmenar¬ten besitzen jeweils drei aufgrund der Häufigkeit ihres Vorkommens eine überregionale Bedeutung als Nutzholzlieferanten. Strukturbild und tech¬nische Eigenschaften dieser Hölzer weichen wegen des ähnlichen Aufbaus nur wenig voneinander ab, so daß keine sichere Unterscheidung der Arten möglich ist. Die Holzfarbe jedoch ist artabhängig variabel und erhält dadurch bei der Aushaltung einzelner Sortimente eine besondere Bedeutung. Im deutschen Sprachgebrauch wird das Holz der Ulmen überwiegend als „Rüster° bezeichnet.

    Das Holz der Ulme wird „Rüster“ genannt. Ulme nennt man nur den stehenden Baum, nicht aber das aufgeschnittene Holz.

    Gruß Mama

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