Anonym
Anonym fragte in Wirtschaft & FinanzenBeruf & KarriereRecht · vor 10 Jahren

Wieso wird man in dieser Gesellschaft verachtet wen man sagt ich hasse es zu arbeiten?

Viele wollen mich wahrscheinlich hauen wen ich dass schreib. Aber es ist die Wahrheit ich hasse es zu arbeiten. Ich weiß nicht ob ich dass schafe den rest meines lebens früh aufzustehen und mich wirklich zwingen muss zum mein Arbeitsplatz zu gehen. ich habe in dem sinn nichts gegen arbeiten aber wieso haben die es so erfunden dass man 5 mal in der woche 8 stunden arbeiten muss da hat man gar nichts mehr von tag man ist erschöpft un zieht man nochmal 8 stunden vom schlafen ab da bleibt einfach nichts. ja in anderen ländern ist es schlimmer aber es ist so schlimm wen ich unsre Gesellschaft kritisiere wer es so schwer nur 3 mal in der woche von mir aus 10 stunden zu arbeiten. ja man hat 2 mal in der woche frei aber die gehen immer am flug vorbei.

Ich hab die Zeit so genossen wo ich arbeitslos einfach war ich war hell wach hab sport gemacht. Ich hatte fast eine traum figur hatte viele kontakte. Und viele leute sagen das ist doch öde den ganzen tag nur nichts machen ich verstehe es nicht bei mir ging die zeit viel schneller rum als ich gearbeitet hab vielleicht liegts dran dass ich mich mit viel auch allein beschäftigen kann.

Aber naja vielleicht bin ich einfach dumm bin erst 18 aber so ist meine einstellung. Und natürlich will ich mal Familie haben aber muss man den 40% seines erwachsenes da seins mit arbeiten beschäftigen? Auf der straße will ich ja au net ich weiß nicht vielleicht hat ja jemand von euch ähnliche erfahrungen wo ihr so alt wart wie ich.

Und ja ich muss deutsch noch lernen danke jetzt kauf dir ein keks

Was ich auch net verstehe ist halt dass viele Deutsche Arbeiten als hobby haben. Sie sagen es doch so schön ich war heute schaffe schaffe schaffe....

ist es so schlimm wen ich eine andere einstellung habe? Oder kommt dass noch wen man älter wird?

11 Antworten

Bewertung
  • vor 10 Jahren
    Beste Antwort

    Deine Ausführungen sind absolut klasse. Du triffst den Nagel nämlich auf den Kopf.

    Ich habe mir mal zwischendurch ca. 3 Jahre relative Faulheit gegönnt. (Wohlgemerkt nicht auf Staatskosten, ich hab mir das selber finanziert). Und dabei auch viel über die Gesellschaft und das Leben nachgedacht, viele philosophische Bücher gelesen. Und mich mit vielen Leuten genau darüber unterhalten können. Das war eine für mich sehr sehr wertvolle Zeit und ich bin dankbar, dass ich die Möglichkeit dazu hatte.

    Es gibt viele Leute, die fühlen sich wohl, wenn sie der gesellschaftlichen Erwartung bzw. dem gesellschaftlichen Normmaß entsprechen und brav in dieser Weise funktionieren. Sie ernten dafür Lob von der Gesellschaft, das sie befriedigt und das Gefühl gibt "richtig" zu sein. Das ist eine unbewußte Strategie, die (so witzig das auch klingt) das Überleben sichert. Das kommt daher, dass in grauer Vorzeit, als Mensch noch in Höhlen lebte und Mammuts jagte, es für das Überleben der eigenen Gene von Vorteil war, perfekt in der gesellschaftlichen Maschinerie zu funktionieren und exakt den Erwartungen zu entsprechen, welche die anderen an einen stellen. Das hat die Evolution so erfunden. Genau diese Eigenschaft aber (eine psychologische Eigenschaft des Menschen) trägt der Mensch aber auch noch heute in der Zivilisation mit sich herum. Und das führt zu Anpassung.

    Nun gibt es aber Indivuen wie dich, die haben eine andere Strategie oder größeren, freieren Weitblick. Nämlich das was "Normal" ist in Frage zu stellen und mit pragmatischem Blick die eigene Situation zu betrachten. Und da funktioniert das mit dem Normmaß einfach nicht.

    Also ich selber mag auch nicht 40 Stunden die Woche arbeiten. Schließlich lernte ich aber meine heutige Lebensgefährtin kennen, dazu kamen Kinder. Und für mich ist es eine Freude, das Geld zu verdienen, um all diesen ein halbwegs gesichertes Leben zu ermöglichen. Da spielt eine Rolle, dass ich in der Lage bin ungleich mehr zu verdienen als es den Familienmitgliedern möglich ist. Für mich ist das ein knallhartes Geschäft, ich gebe einen Teil meiner Zeit und kassiere dafür Geld. Mit "gerne arbeiten" weil mir der Beruf Spaß macht, hat das auch nicht die Bohne zu tun. Für diese meine Familie habe ich die Freiheit aufgegeben, nicht mehr arbeiten zu müssen. Aber ich freue mich auch auf den Tag, wo ich wieder weniger arbeiten kann, weil die Kinder auf eigenen Füßen stehen.

    Für mich hat das was du schreibst sehr viel mit dem Wort "Freiheit" zu tun. Und das ist in unserer Zivilisation so eine Sache. Einerseits sorgt die Zivilisation für den einzelnen, aber umgekehrt nimmt es dem einzelnen auch Freiheiten. Eine davon ist, dass man in der Gesellschaft entweder Geld haben oder arbeiten muss um halbwegs über die Runden zu kommen. An sich ist das Sklaverei, wobei der Staat immerhin es geschafft hat, hierfür ein Regelwerk an Bestimmungen zu erlassen, die dafür sorgen dass Mittelalterliche Zustände nicht mehr vorkommen. Aber auch wenn der Staat das Wort Sklaverei vermeidet, ist es im Grunde genau das, nämlich Abhängigkeit und das Gesamtsystem sorgt dafür, dass man aus der Abhängigkeit nur sehr schwer rauskommt. Und was ich persönlich schlimm finde: wer es schafft daraus auszubrechen, wird kritisiert oder als Plem-Plem bezeichnet. Ich denke da an eine junge Frau, die ihren Personalausweis nebst allen persönlichen Papieren im Ofen verbrannte und fortan alleine im Wald lebte und sich von Pilzen ernährte. Prima kann ich dazu nur sagen.

  • Anonym
    vor 10 Jahren

    Westerwelle hätte seine helle Freude an Dir, das würde seine Aussage ja bestätigen.

    Quelle(n): Meine Meinung.
  • vor 10 Jahren

    Und wenn das Geld nicht einfach so auf dem Konto erschiene - hättest du dann Lust, arbeiten zu gehen, oder würdest du lieber Mülltonnen durchwühlen und unter Brücken schlafen?

    Ein Ausweg bliebe aber immer noch: Schön kriminell werden und sich im "Hotel Knast" versorgen lassen.

    Ist das das, was du dir als Zukunft auserkoren hast???

  • TriPo2
    Lv 7
    vor 10 Jahren

    Du, Deine tolle Figur kannst Du auch weiterhin haben - stelle das Essen ein; da Du ja keinen Bock hast zu arbeiten, hast Du kein Geld, ohne Geld, kein Sport, kein Essen, keine Feten usw. Oder: heirate reich. Dann hast Du jemanden, der Dich finanziert und Du kannst la dolce vita machen...

    Sorry, aber so eine "Frage" kann ich nicht ernst nehmen - v.a. von einer angeblich 18-jährigen...

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  • es gibt Menschen die haben einen Job der Ihnen Spass macht.

    Dann gibt es Leute die haben ein Mistjob und hassen Ihn.

    Und es gibt die Tatsache das jeden Monat Rechnungen bezahlt werden müssen.

    Die Kohle muss da sein.

    Je größer der Anspuch je höher die Kosten und das damit verbundene Arbeitsaufkommen.

    <ich kann jeden verstehen der keine Lust hat zu arbeiten.Aber das darf nicht heissen das der Steuerzahler dann die Rechnungen für denjenigen bezahlen muss.

  • Anonym
    vor 10 Jahren

    Natürlich ist es nicht schlimm, wenn Du so eine Einstellung hast. Es wird allerdings nicht gerne gesehen, wenn Menschen, die nicht arbeiten gehen, nur weil sie keine Lust haben, dann vom Staat leben. Du kannst nicht erwarten, dass Dir Deine Faulheit von anderen bezahlt wird.

    Ich persönlich arbeite sehr gerne, habe vielleicht einfach Glück gehabt, weil ich meinen Traumjob gefunden habe. Wenn es Dir nicht so geht, solltest Du Dich vielleicht mal umorientieren. Gerade weil Du noch so jung bist, steht Dir die Welt ja mehr oder weniger offen.

    Im Endeffekt ist es leider so: Wenn man ein angenehmeres und sorgenfreieres Leben führen will, muss man nun mal arbeiten.

  • Anonym
    vor 10 Jahren

    Wenn man denkt, wie unglaublich produktiv die heutigen Maschinen im Vergleich zu früher sind, dann fragt man sich schon, warum man nicht mit 10 Stunden Arbeit pro Woche auskommt.

    Ein Beispiel: Früher hat der Apotheker mühsam ein paar Gramm Arzneimittel hergestellt, heute passiert das in einem riesigen Kessel vollautomatisch.

    Oder die "Kalkbrenner" von früher, die Steine in Gruben wochenlang erhitzt haben, bis ganz langsam daraus Kalk enstand. Das passiert heute (nur ein paar Kilometer von meinem Wohnort entfernt) in gigantischen Trommeln und weit und breit ist kein Arbeiter zu sehen, der das steuert!

    Oder nehmen wir mathematische Berechnungen, die ein Computer Milliarden mal so schnell macht, wie ein Mensch!

    Nun sind zwar die Menschen reicher geworden als früher, aber bei weitem nicht in dem Ausmaß, wie die Produktivität durch Maschinen gesteigert wurde.

    Wenn man wirtschaftlicher Arbeiten und nicht soviel Schwachsinn machen würde (die irrsinnig weiten Transportwege z.B. oder die Herstellung von Waren mit mieser Qualität, die bald wieder kaputt gehen), dann könnten wir heute auch mit ein paar Stunden Arbeit pro Woche locker auskommen, ohne an Wohlstand einzubüßen.

    Ich habs nicht gelesen, aber vielleicht interessiert dich diese schon sehr alte Buch zum Thema:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Recht_auf_Faulhei...

  • vor 10 Jahren

    Weißt du, das ist sehr wohl möglich - ich hab eine Bekannte, die arbeitet dreimal die Woche, jeweils für 6 Stunden, beginnend um 10 Uhr vormittags. Und der geht es gut.

    Ups, hab ich vergessen, zu erwähnen, dass sie als Tierärztin in einer Großstadt arbeitet, im Bereich Kleintiere richtig gut ist und deshalb mit dem, was sie in dieser Zeit verdient, auch gut leben kann. Sie mag ihre Arbeit, aber sie sagt, mehr braucht sie nicht (reicht ja ohnehin für einigen Luxus).

    Generell: wie lange man arbeitet, hängt damit zusammen, welche Anforderungen man ans Leben stellt und wie lange es dauert, mit der Arbeit, die man ausführt, diese Anforderungen zu finanzieren. Man kann, wenn es reicht, in fast jedem Job Teilzeit anstreben. Da sieht auch niemand ein Problem, denk ich, es ist eine Frage der Orientierung im Leben und der Prioritätensetzung.

  • vor 10 Jahren

    naja, warum sollte man es hassen, produktiv und kreativ zu sein?

    Ich hasse es gelegentlich, zu konsumieren.

  • Anonym
    vor 10 Jahren

    Wenn Dir Deine jetztige Arbeit keinen Spass macht, solltest Du Dir eine Arbeit suchen die Dir gefaellt. Denn wie Du schon selbst gesehen hast, musste Du noch sehr, sehr lange arbeiten.

    Ohne Moos nix los, oder ohne Knete keine Fete. :-))

    Den Meisten wuerde es besser gefallen nicht zu arbeiten. Das ist aber leider nur ein Traum und nicht die Realitaet. Finde Dich damit ab, oder gewinne ganz schnell im Lotto.:-)

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