Amethist1967 fragte in GesundheitPsyche · vor 1 Jahrzehnt

Habe eine schwierige Frage...?

wie viel Tod verdrägt ein Mensch in Pflegeberufen?

7 Antworten

Bewertung
  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt
    Beste Antwort

    Im Alten- u. Pflegeheim wird der Tod nicht verdrängt. Für die alten Menschen ist es das letzte Zuhause - sie kommen, um dort zu sterben. Wenn du dort arbeitest, wirst du feststellen, wie schnell du den Menschen nach seinem Tod vergessen hast (6 - 8 Wochen), obwohl du ihn jahrelang gepflegt hast.In Krankenhäusern ist es genau so. Es gäbe kein Pflegepersonal und keine Ärzte, wenn sie bei jedem Sterbenden mitleiden würden. Dann wären sie auch nicht für diese Berufe geeignet.

  • vor 1 Jahrzehnt

    bei solchen berufen gehört der tod dazu, das wird nicht verdrängt, das ist realität

  • vor 1 Jahrzehnt

    Den Tod zu verdrängen, halte ich für falsch. Besser ist es, sich mit dem Tod auseinander zu setzen.

    Gerade in Pflegeberufen, kann man vermehrt mit dem Tod konfrontiert werden, aber man sollte auch wissen, dass man den alten Menschen noch sehr viel Liebe und Zuwendung geben kann. Wenn jemanden das liegt, ist es gut. Aber es gibt auch viele Menschen, die unter den Todesfällen sehr leiden, für sie ist das dann nicht der richtige Beruf.

  • vor 1 Jahrzehnt

    Meine Tochter lernt Altenpflegerin, als sie damals anfing, zog sie morgens noch einen älteren Herren an, er bekam sein Frühstück und ging dann in den Ruheraum. Meine Tochterr hatte dann auch Pause und auf einmal hörten sie einen Knall.

    Der Herr ist aus dem oberen Stockwerk gesprungen und knallte neben dem Aufenthaltsraum auf. Der Kopf war offen usw....

    Meine Tochter war fix und fertig, es hat einige Wochen gedauert, bis sie damit klar kam.

    Nun ist sie bald fertig mit der Ausbildung und es ist "normal", dass die älteren Leute sterben. Es gehört zum Leben dazu.

    Als meine Eltern starben, war ich wütend, dachte, wenn es einen Gott gäbe, warum nimmt er mir dann meine Eltern so früh?? Auch habe ich Angst, wenn meine Großeltern sterben, sie sind 88 und 89. Ich bin 44. Aber ich denke jeden Tag an meine Eltern, sie persönlich sind ja nicht mehr da, aber die schönen Gedanken an meine Kindheit und allgemein die Zeit mit den Eltern kann mir keiner mehr nehmen und ich denke gerne an sie zurück, also sind sie immer noch bei mir im Herzen.

    Ich hoffe, ich konnte dir hiermit helfen.

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  • Lumpi
    Lv 5
    vor 1 Jahrzehnt

    hier kann man keine Zahlen

    angeben.

    Tod gehört zum Leben dazu.

    Allerdings gibt es Todesfälle,

    die man - trotz entsprechender Schulung -

    nicht verstehen kann

    und wo man auch in Pflegeberufen

    unheimlich bitter getroffen ist.

    Das kann ein Unfall, eine Krankheit,

    der Tod eines jungen Vaters,

    einer jungen Mutter,

    der eines Sohnes/ einer Tochter sein -

    Ob er/sie dies abschalten kann,

    wenn Feierabend ist,

    hängt von der Person des Pflegenden ab.

    Auf jeden Fall ist es nicht leicht

    und viele haben daher diesen Beruf schon aufgegeben.

    Allerdings stellt sich dieses Problem

    auch bei Feuerwehr

    oder Polizei.

  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    Man empfindet es als etwas Selbstverständliches. Der Tod ist in diesen Berufen fast Normalität.

    Mfg

  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    Hängt von der Dicke der Haut ab.

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