Urlaub und Kündigung? Wie berechne ich das? Bzw. wo kann ich nachschlagen?

Ein Dienstnehmer kündigt nach 3 Dienstmonaten per nächsten Monatsletzten. Wie viel Urlaubsanspruch hat er erworben?

Nehmen Sie an, ein Dienstnehmer hat nach 7 Dienstmonaten den vollen Jahresurlaub konsumiert. Er kündigt zum Letzten des 9. Dienstmonats.

Muss er den viel konsumierten Jahresurlaub bei der Abrechnung gegen sich gelten lassen?

1 Antwort

Bewertung
  • vor 1 Jahrzehnt
    Beste Antwort

    Ich fange mal mit der letzten Frage an.

    Ja das muss er.

    Der Arbeitgeber (AG) hat gegenüber dem Arbeitnehmer (AN) ein Recht auf Vertragserfüllung.

    Ist im Arbeits- oder Dienstvertrag ist z.B. vereinbart, das der AN pro Monat 2 Urlaubstage erwirbt, dann sind das bei 12 Monaten 24 Urlaubstage.

    Wird das Dienst- oder Arbeitsverhältnis nun vor Ablauf der 12 Monate beendet (in deinem Beispiel 9) hat der AN nur 18 Urlaubstage erwirtschaftet und also auch nur auf soviel Anspruch.

    Dem zufolge hat er 6 Tage unberechtigt erhalten.

    Der AG hat nun das Recht diese Tage bzw. den Ausfall an Leistungen der dadurch entstanden ist ersetzt zu bekommen.

    Das kann sein das der AG verlangt das der Schaden finanziell ausgeglichen wird, oder aber auch der AN diese 6 Tage nacharbeiten muss.

    Deine erste Frage ist so nicht zu beantworten. Ganz entscheidend ist was in deinem Vertrag zur Urlaubsgewährung vereinbart worden ist.

    Im Wesentlichen kannst du wie folgt rechnen:

    gesamter Urlaubsanspruch / 12 Monate * die tatsächlich gearbeiteten Monate = erworbener Anspruch.

    Ist im Dienstvertrag nicht zum Urlaub vereinbart, gilt automatisch das Bundesurlaubsgesetz bzw. Im falle einer Besoldung (Beamte, BW usw.) die entsprechenden Dienstregelungen.

    Der Rechenweg ist jedoch der selbe.

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