Ob es eines Tages mal eine Vereinigung der Religionen geben könnte?

Also ich kann mir nicht vorstellen, dass es irgendwann mal gar keine Religionen geben wird, möglicherweise nur andere als heute. Aber könnten sich in einer fernen Zukunft mal die bestehenden Religionen miteinander vereinen?

Also die Buddhisten des katholischen Islam fröhlich den Sabbat feiern?

41 Antworten

Bewertung
  • vor 1 Jahrzehnt
    Beste Antwort

    Meine Erfahrungen haben mir gezeigt, dass ich mit fast allen Menschen aus allen Kulturkreisen gut zurecht komme. Sobald die Frage nach Religion kommt, gerät die Kommunikation erst einmal ins stocken.

    Da ich selber keine Religion auslebe, bin ich da eher schmerzfrei. Doch die Gesprächspartner (z.B. Muslime) gehen erst einmal auf Distanz - bis sie merken, dass ich keine Vorurteile oder Mißverständnisse über deren Religion habe.

    Diese Erfahrungen zeigen mir, dass wir alle wunderbar harmonisieren können, insofern wir religiöse Aspekte ausblenden. Sobald die Religion eine Basis ist, gibt es automatisch Fronten. Soll doch jeder seiner Religion fröhnen - nur sollte das höchste Gut die Menschlichkeit sein.

    Jede Religion hat ihre Gebote, diese sind häufig auch Bestandteil von staatlichen Verfassungen und Regeln für ein vernünftiges Miteinander. Wenn wir uns nur darauf besinnen und die religiösen Eigenheiten nicht so ernst sehen, kann ein harmonisches Verhältnis untereinander funktionieren.

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  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    Nein, mein Freund, genau so wenig, wie es eines Tages nur noch eine Nation oder eine Sprache gibt.

    Der Mensch ist von Natur aus bestrebt, sich von anderen durch irgendetwas besonderes abzusetzen und wie man gerade an den Kindern mit Migrationshintergrund sieht, klammern sich solche besonders an ihre Religion und würde sie nie gegen eine andere eintauschen.

    Zudem ist der Mensch ein zänkisches Wesen, das sich schon deshalb verschiedene Religionen schafft, um darüber leidlich zu diskutieren oder sich sogar die Köpfe einzuschlagen.

    Im Grunde genommen sind alle Religionen kompletter Schwachsinn und wenn die Gläubigen ehrlich sind und einmal für 5 Minuten ihren unterbeanspruchten Verstand einschalten, würden selbst sie das erkennen, aber das grandiose Gefühl einer einmaligen, wahren und richtigen Religion anzugehören hindert sie daran.

    So wird es also immer weiter gehen mit den Religionen ad infinitum, falls eines Tages nicht doch ein Wunder geschieht und die Menschheit sich des überflüssigen Religionsballastes entledigt.

    Diesen Freudentag der Freiheit werde ich leider nicht mehr erleben....

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  • Leon
    Lv 6
    vor 1 Jahrzehnt

    Da es außer Gott nichts gibt und die Menschen sich nur 1000 Unterschiede ausgedacht haben, wird alles zum Ende der Zeiten zwangsläufig wieder zur ursprünglichen Einheit zurück kehren.

    Jedenfalls wäre das die einzig sinnvolle Aussage eines Gläubigen, ganz gleich, an was oder wen er glaubt ... vorausgesetzt, er lässt mal diesen ganzen Hokuspokus weg, den seine Religions-Bosse über die Jahrtausende dazu gedichtet haben, um Macht, Sex und Geld zu ergattern und zu verteidigen.

    Allerdings gibt es Hinweise darauf, dass der Glaube an ein nicht nachweisbares geheimnisvolles Überwesen, das binnen einiger Tage alles Bestehende aus dem Nichts geschaffen hat, nicht gerade das Gelbe vom Ei ist, um die Menschen gesund und gĺücklich leben zu lassen.

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  • vor 1 Jahrzehnt

    Dafür sind die Religionen zu intolerant anderen Religionen gegenüber, jede wird als die einzig wahre propagiert, neben der andere keinen Platz haben (dürfen).

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  • vor 1 Jahrzehnt

    Ja, ds kann ich mir sogar gut vorstellen. Es war ja auch tausende von Jahren nicht vorstellbar dass wir eine Voelkervereinigung haben - und jetzt gibt es die Vereinten Nationen, Europa, USA und mehr und mehr Zulauf für die gemeinsame Sache.

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  • vor 1 Jahrzehnt

    Relikgionen sind wie Automarken - jede bietet dasselbe an nur Art und Form sind unterschiedlich.... Das Beispiel VW+Porsche sollte ruhig Schule machen, dann wäre es mit dem Weltfrieden sicher besser bestellt.

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  • vor 1 Jahrzehnt

    Der Gedanke ist naheliegend, weil es Prinzipien gibt, die nahezu allen Religionen gemeinsam sind, z.B. Barmherzigkeit und Mildtätigkeit. Schwierig wird es bei Fragen wie der nach der Stellung der Frau oder dem Einfluß der Religion auf die Politik. Letzten Endes sind Religionen ja nicht mehr als ein Regelwerk, um dafür zu sorgen, dass die Leute nett zueinander sind und es allen gut geht. Sie bringen sich ja nur gegenseitig um, weil sie sich über den Weg zu diesem schönen Ziel nicht klar sind. So lange sowohl Suzie the Pilgrim als auch لاسلام هوالسلام der Ansicht sind, die einzig wahre Religion zu vertreten, wird da nichts passieren.

    Die christlichen Religionen wären zumindest theoretisch vereinigungsfähig, aber auch das ist sehr unwahrscheinlich, wenn man sich die endlosen Streitereien über Detailfragen vor Augen führt. Auch zwischen Christentum und Islam gibt es, sachlich betrachtet, eine Menge Schnittmengen. Praktisch wird aber kein gläubiger Moslem auf die rituellen Waschungen und Gebete verzichten, die ein wichtiger Teil seines Glaubens sind und keine christliche Kirche wird jemals das Gebet Richtung Mekka akzeptieren.

    Die orthodoxe Judentum besteht fast ausschließlich aus Ritualen, bis hin zu Kochanweisungen (und zwei kompletten Sätzen Geschirr, die zu unterschiedlichen Gelegenheiten zum Einsatz kommen). Verständlich bei einer Religion, deren Anhänger über die ganze Welt verstreut sind, aber auch hier gibt es kaum Berührungspunkte mit dem Christentum, das sich auch weitgehend ohne Rituale ausüben läßt.

    Der Buddhismus, übrigens durchaus eine Religion, kommt ohne Gott aus und zumindest in Thailand habe ich in buddhistischen Tempeln diverse Nischen für Götter anderer Religionen gesehen. Da aber die Christen eher dazu tendieren, den Buddhismus als Teil der verhassten Esoterik zu sehen, wird es auch da keine Annäherung geben.

    @ لاسلام هوالسلام: Du darfst natürlich glauben, was Du willst, das ist ein freies Land, aber kein einziger der anderen hier wird jemals Moslem werden.

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  • vor 1 Jahrzehnt

    Eine wunderbare Fiktion! Leider sind ALLE Kirchen auf Egoismus gebaut, so das es keinen Konsens gibt!

    Eine "neue" einheitliche Religion in der Zukunft? Durchaus möglich:

    Gebaut auf den Trümmern der "alten" Religionen!

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  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    Es reicht doch schon das die sogenannte christliche Kirche alle alten Kulte, Bräuche und Rituale der heidnischen Religion assimiliert und als ihre eigenen ausgibt.

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  • vor 1 Jahrzehnt

    Auf garkeinen Fall. Jede der Weltreligionen ist in ihren Ansichten dermaßen versteift und festgefahren, dass es niemals zu einer Vereinigung kommen wird.

    Das ist ja auch das Problem damit: Andere Ansichten oder Meinungen werden nicht akzeptiert oder tolleriert oder hast du schon erlebt, dass ein gläubiger Mensch seinen Glauben einem anderen freiwillig anpasst?

    Liebe Grüße, Wonne

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