Wann habt ihr euch mal so richtig schön europäisch gefühlt?

War das mit bestimmten Orten oder Plätzen verbunden?

(Zum Verständnis: Irgendwann stand ich mal mitten in Antwerpen und schaute mit vielen anderen Leuten einem Straßenkünstler zu, der seine Ansagen völlig selbstverständlich auf englisch machte. Immer wieder holte er sich jemanden aus dem Publikum und fragte als erstes, aus welchem Land er sei. Es war, wie sich herausstellte, halb Europa vertreten, ich mittendrin, ohne das Gefühl, "Ausländer" oder sowas zu sein. Es war schon ein Dazugehören....das meine ich.)

Update:

@Bibi, ich muss "Ausländer" nicht in Anführungszeichen setzen, ich wollte es, um zu verdeutlichen, dass es genau das war, was ich nicht war - als Deutscher mitten in Belgien.

17 Antworten

Bewertung
  • vor 1 Jahrzehnt
    Beste Antwort

    Bei einem Campingurlaub in Spanien. Zwar war nicht halb Europa vertreten, aber ein paar europäische Länder kamen dort schon zusammen. Und wobei ich mich noch so richtig europäisch fühlte, war meine 13jährige Ehe mit einem Spanier...was ich damit sagen möchte ist, dass ich in dieser Zeit noch nie das Gefühl hatte Ausländer zu sein...ich gehörte einfach dazu.

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  • vor 1 Jahrzehnt

    Es ist schon ein Unterschied, ob ich an einem "gutbürgerlichen" Stammtisch sitze oder mich in europäischen Metropolen aufhalte.

    Die Weltwirtschaft macht es vielen etwas einfacher, sich europäisch zu fühlen. Insbesondere wenn man weltweit Kollegen und Kunden hat, the corporate language is English - wie selbstverständlich, und wir sprechen vom Europa- oder Asienvertrieb. Der bedeutendste Kunde ist gerade mal wieder übernommen worden, zu den nächsten Verhandlungen geht es eben nicht nach Stuttgart, sondern nach Paris...

    Nach jeder Heimkehr, die letzte gute Erinnerung ist Kopenhagen, kaum zu glauben, dass es da wirklich auch Dänen geben soll, fühlt man sich in seinem Heimatdorf dann doch schon etwas eingeengt und "ab vom Schuss".

    Der schönste Moment ist, wenn es einem selbst nicht mehr auffällt, dass man sich schon lange nicht mehr in seiner Muttersprache unterhält und ich von niemandem erwarten würde, dass er jemals etwas von "Hannover" gehört haben könnte.

    Wenn ich nun, kurz vor der Europaparlamentswahl, die Plakate von Parteien wie der DVU lesen muss, fällt mir gar nichts mehr ein...

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  • vor 1 Jahrzehnt

    Als ich aus Südamerika via Miami kommend in London Gatewick den Eingang "EU ctizens only" benutzte, hatte ich das Gefühl "jetzt bist du wieder zu Hause".

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  • vor 1 Jahrzehnt

    Am stärksten war das Gefühl zuerst in meiner Jugend, als die Mauer fiel und mir klar wurde, dass Europa nicht mehr geteilt ist.

    Dann gab es den nächsten Schub, als Bush abschätzig vom "alten Europa" sprach, da war ich richtig stolz, dazuzugehören.

    Und dann gibt es diese Erlebnisse wie du sie beschreibst, wenn es immer unwichtiger wird, in welcher Sprache man spricht, weil ein gewisser Grundkonsens sich herauszubilden beginnt.

    Z.b. wenn ein Este nach dem Weg fragt und das nicht schwieriger ist, als so etwas einem Bayern zu erklären.

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  • vor 1 Jahrzehnt

    Bei der Bundeswehr wurde ständig der Begriff "Mitteleuropäer" verwendet ( wahrscheinlich um bei der Idealisierung eines bestimmten Menschenschlags nicht ganz so rechtsradikal rüberzukommen)......

    Richtig europäisch gefühlt habe ich mich aber bei einem Mexicourlaub, als ich mit meiner Freundin in einem kleinem Dorf den Bus verpasst habe und wir uns völlig verloren fühlten. Bis uns ein älterer Herr grinsend anbot uns mit seinem Truck 200km in die nächstgrössere Stadt zu fahren....

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  • vor 1 Jahrzehnt

    Ich habe gerade einige Zeit in Dänemark gearbeitet. Dort waren Dänen (na sowas!), Holländer, Norweger, Engländer, Deutsche und Polen. Alle bunt durcheinandergewürfelt, so daß man manchmal überrascht war, daß der Kollege Deutscher war, oder der vermeintliche Holländer doch Däne. War wirklich putzig.

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  • Layman
    Lv 6
    vor 1 Jahrzehnt

    Ich bin in Amsterdam aufgewachsen, das war sehr multi-kulturell, das was Du da beschreibst habe ich erlebt als ich in Bremen studiert habe, an einer Straßenecke saßen die Indianer mit ihren Panflöten, und an der anderen Ecke so ein Pflastermahler. Echt toll. Ein Europa, only get that feeling to the British..... When they speak about Europe, they mean the continent.....

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  • vor 1 Jahrzehnt

    Als ich knapp 3 Jahre in den USA gewohnt habe und Europa immer als weit entfernter himmlischer Urlaubsort beschrieben wurde :)

    War schon toll

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  • vor 1 Jahrzehnt

    Ich fühle mich jedes Mal sehr europäisch, wenn ich mich auf einem anderen Kontinent befinde.

    Einmal habe ich in den USA an einem Strand, der voll mit Menschen war, ausgerechnet einen Engländer und eine Französin kennengelernt. Wir hatten uns alle nie zuvor gesehen. Und nun saßen wir da zusammen wie alte Freunde, schauten uns den Sonnenuntergang an und tauschten uns über unsere Erlebnisse mit den "verrückten Amerikanern" aus.

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  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    Als ich in einem Restaurant in Shanghai in den WC-Spiegel geschaut habe!

    Was für ein herrlicher Anblick, wieder unter Bekannten zu sein.

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  • reGnau
    Lv 7
    vor 1 Jahrzehnt

    Als ich noch in der Metzgerei gearbeitet habe. Damals hatte ich Kollegen aus Deutschland, Portugal, Italien und Frankreich und zum Teil auch aus Bosnien-Herzegowina oder anderen Teilen von ehemals Jugoslawien und ich arbeitete noch in Luxemburg.

    Ausserdem hatten wir im Prinzip Kunden, die dann ebenfalls aus Portugal, Italien, Frankreich, Niederlande, Belgien und dergleichen kamen, aber am erstaunlichsten war es, als ich mal einen Österreicher vor der Theke hatte, der dann zehn Dekagramm Lyoner im Ring bestellte. Damals dachte ich wirklich, wenn das so weiter geht, dann haben wir irgendwann mal fast ganz Europa vor der Theke stehen gehabt.

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