Anonym
Anonym fragte in Gesellschaft & KulturReligion & Spiritualität · vor 1 Jahrzehnt

Apostel Paulus - welche Bedeutung hat er?

Was ist von seiner Herkunft, seinem Leben, seinem Handeln bekannt?

Welche Bedeutung hat er in der Entwicklung der

Christlichen Kirche?

9 Antworten

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  • Mel v
    Lv 6
    vor 1 Jahrzehnt
    Beste Antwort

    Paulus kommt aus dem Lateinischen und bedeutet gering oder klein.

    Ein Israelit aus dem Stamm Benjamin; ein Apostel Jesu Christi (Eph 1:1; Php 3:5). Obwohl er vielleicht von Kindheit an sowohl den hebräischen Namen Saulus als auch den römischen Namen Paulus hatte (Apg 9:17; 2Pe 3:15), mag er wegen seines Auftrags, die gute Botschaft den Nichtjuden zu verkündigen, lieber seinen römischen Namen verwandt haben (Apg 9:15; Gal 2:7, 8).

    Paulus wurde in Tarsus, einer bekannten Stadt in Zilizien, geboren (Apg 21:39; 22:3). Seine Eltern waren Hebräer und gehörten offensichtlich zu den Pharisäern, einer Richtung des Judaismus (Apg 23:6; Php 3:5). Er war von Geburt römischer Bürger (Apg 22:28); vermutlich wurde das Bürgerrecht seinem Vater wegen geleisteter Dienste zuerkannt. Paulus lernte das Zeltmacherhandwerk wahrscheinlich von seinem Vater (Apg 18:3). In Jerusalem wurde er jedoch von Gamaliel, einem gelehrten Pharisäer, unterwiesen, was darauf schließen läßt, daß Paulus aus einer prominenten Familie stammte (Apg 22:3; 5:34). Paulus war in mindestens zwei Sprachen — Griechisch und Hebräisch — bewandert (Apg 21:37-40). Als er als Missionar umherreiste, war er unverheiratet (1Ko 7:8). Während dieser Zeit, wenn nicht schon früher, wohnten seine Schwester und sein Neffe in Jerusalem (Apg 23:16-22).

    Der Apostel Paulus hatte das Vorrecht, mehr Bücher oder Briefe der Christlichen Griechischen Schriften zu schreiben als irgend jemand anders. Er empfing übernatürliche Visionen (2Ko 12:1-5) und wurde durch den heiligen Geist dazu befähigt, mehrere Fremdsprachen zu sprechen (1Ko 14:18).

    Ganz ehrlich....der Lebenslauf des Paulus, mit seinen3 Missionsreisen und seinen Gefängnisaufenthalten in Rom würde , so glaub ich, hier den Rahmen sprengen.....

  • vor 1 Jahrzehnt

    Paulus von Tarsus († nach 60 eventuell in Rom) ist nach der Überlieferung des Neuen Testaments der erste und wichtigste Theologe der Christentumsgeschichte und neben Simon Petrus der erfolgreichste Missionar des Urchristentums.

    Als griechisch gebildeter Jude und gesetzestreuer Pharisäer verfolgte Paulus zunächst die Anhänger des gekreuzigten Jesus von Nazaret, dem er nie begegnet war. Doch seit seinem Damaskuserlebnis verstand er sich als von Gott berufener Apostel des Evangeliums für die Völker (Gal 1,15f EU). Als solcher verkündete er vor allem Nichtjuden den auferstandenen Jesus Christus. Dazu bereiste er den östlichen Mittelmeerraum und gründete dort einige christliche Gemeinden. Durch seine Paulusbriefe blieb er mit ihnen in Kontakt.

    Diese ältesten erhaltenen NT-Schriften haben nicht nur Theologen wie Augustinus von Hippo, Martin Luther und Karl Barth, sondern auch Philosophen wie Sören Kierkegaard oder Karl Jaspers geprägt und damit die europäische Geistesgeschichte stark beeinflusst. Seit der Aufklärung sehen viele Denker – u. a. Friedrich Nietzsche oder Hannah Arendt – in Paulus den eigentlichen Gründer des Christentums.

    Leben:

    * etwa 32-33: Bekehrung bzw. Berufung zum Völkerapostel

    * bis 35: Damaskus, Arabien, dann wieder Damaskus

    * 35: erste Jerusalemreise

    * danach Tarsus/Kilikien, Antiochia/Syrien

    * 46 oder 48: zweiter Jerusalembesuch mitsamt Apostelkonzil

    * 46/47: Zypern, Südtürkei

    * 48-50: Philippi, Thessaloniki, Athen

    * 50/51: erster Korinthbesuch, dort Abfassung des ersten Thessalonicherbriefs

    * Zwischenstation in Antiochia

    * 52-56: Ephesus, dort Abfassung der Briefe Gal, Phil, 1 Kor, Phlm

    * 56/57: Makedonien, zweiter Korinthbesuch, dort Abfassung von 2 Kor und Röm

    * 57: letzte Jerusalemreise

    * 57-59: Gefangenschaft in Cäsarea

    * 59/60: Überführung nach Rom

    Diese Liste nennt nur die verhältnismäßig gesicherten Daten. Patristische Notizen von einer angeblichen Paulusmission in Spanien und von seiner Hinrichtung in Rom unter Kaiser Nero (64) gelten dagegen als Legenden.

  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    Er war ein gelehrter Jude, der bei dem berühmten Rabbi Gamaliel Unterricht hatte. Am Anfang verfolgte er die Christen gnadenlos, aber er dachte, er würde damit Gott einen Gefallen tun. Seinen Irrtum erkannte er erst, als Jesus ihm auf dem Weg nach Damaskus in einem Licht erschien.

    Er war ein auserwähltes Werkzeug Gottes, um den Juden und Nichtjuden das Evangelium zu predigen.

    Er predigte auch, dass die Einhaltung des rabbinisches Gesetzes einen Menschen nicht rettet, und dass Nichtjuden das Gesetz nicht halten müssen, aber an Jesus glauben und den Willen Gottes tun sollen.

    Das Problem der Gesetzeseinhaltung wurde aber auch auf dem Apostolischen Konzil geklärt. Dort wurde den Nichtjuden auferlegt, sich des Blutes zu enthalten, kein Fleisch vom Erstickten zu essen, keine Unzucht und keinen Götzendienst zu treiben.

  • vor 1 Jahrzehnt

    Als Kind strenggläubiger jüdischer Eltern aus dem Stamme Benjamini im ersten Jahrhundert in Tarsus geboren, bekam Paulus durch seinen Vater das doppelte Bürgerrecht der Städte Tarsus und Rom. Nach dem jüdischen König trug er den Doppelnamen Saulus, sowie zusätzlich den lautverwandten Beinamen Paulus, was so viel bedeutet wie „der Kleine“. Paulus lebte bis zum Jahre 32 in Jerusalem und erfuhr dort eine Lehre zum Zeltmacher oder Sattler und erhielt später eine Ausbildung zum pharisäischen Schriftgelehrten von Rabbi Gamiel I.

    Unter seinem Namen Saulus verfolgte er im Auftrag des Hohen Rates die Christen. Nachdem ihm aber vor Damaskus Jesus Christus erschienen war, berichtete er, von ihm den Auftrag erhalten zu haben, die frohe Botschaft den Heiden zu bringen. Seit dieser Zeit wurde er nur noch Paulus genannt und wirkte als Missionar in Arabien und Damaskus. In Jerusalem traf er Petrus und Jakobus.

    Mit Barnabas ging Paulus 48 von Antiochia aus auf seine erste Missionsreise, wo es dann auf dem Apostelkonzil in Jerusalem zum Streit zwischen Paulus, Petrus und Barnabas kam, denn Paulus forderte, dass die Nichtjuden, die an Christus glaubten, nicht mehr an jüdische Riten gebunden sein sollten, was sich später auch durchsetzte. Zwischen den Jahren 49 und 56 unternahm Paulus seine zweite und dritte Missionsreise.

    Paulus wurde in Jerusalem wegen Aufruhrs des Volkes angezeigt, von den Römern festgenommen und für zwei Jahre im Gefängnis festgehalten. Im Jahre 59 begab er sich auf seine letzte Reise, die nach Rom führte, da er sich auf sein römisches Bürgerrecht berief und forderte, dass sein Fall vor Kaiser Nero verhandelt werden sollte. Bis heute ist es unklar, ob Paulus den Kaiser je sehen durfte. Im Zuge der Christenverfolgung soll Paulus 68 als Märtyrer gestorben sein.

    Man vermutet, dass er während seiner vierten Reise, die nach Rom führte, in Malta strandete.

    Viele Wunder werden ihm zugeschrieben. Zu Lystra soll er einem Lahmen geholfen haben, wieder zu gehen, sowie einen Jüngling erweckt haben, der sich aus dem Fenster zu Tode gestürzt hatte.

    Die Legende erzählt, dass ihm in Malta eine Sandviper auf die Hand kroch, er sie aber abschüttelte und ins Feuer warf. Seitdem, so sagt man, gäbe es keine giftigen Schlangen auf Malta, die man dort tatsächlich auch nicht findet.

    Doch ob Paulus wirklich auf seiner vierten Reise notgedrungen auf Malta Zwischenstation nahm, wird wohl immer ein Rätsel bleiben, denn die Geschichte spricht von der Insel Mytilene.

    Da die Johanniter viele Jahrhunderte lang sehr großen Einfluss genossen, und Malta ihr Domizil darstellte, wäre es nicht ausgeschlossen, dass dieses Eiland einer anderen eventuell völlig bedeutungslosen Insel vorgezogen wurde, zumal der alte Name Maltas „Melite“ Lautähnlichkeit mit Mytilene besitzt, die sich aber auch in einem ganz anderen Gebiet des Mittelmeeres befunden haben könnte.

    Paulus ist für mich ein widersprüchlicher Mensch.

    Mag sein, dass er wirklich eine Sinnesänderung erlebte. Es könnte auch sein, dass er einfach in dem jungen christlichen Glauben eine Möglichkeit sah, seiner eigenen Person eine besondere Bedeutung zu geben, denn die Art und Weise wie er den neuen Glauben predigte und durchzusetzen versuchte, nämlich mit recht brachialen Mitteln, unterscheidet sich nicht viel von seiner Art und Weise, mit der er vorher Christen verfolgte.

    Seine Bedeutung für die Entwicklung der christlichen Kirche sehe ich darin, dass er durchsetzte, dass die Nichtjuden, die an Christus glaubten, nicht mehr an jüdische Riten gebunden sein sollten.

    Damit wurde der endgültige Bruch zwischen dem jüdischen und christlichen Glauben vollzogen.

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  • vor 1 Jahrzehnt

    Hi,

    über Paulus erfahren wir relativ viel in der Apostelgeschichte und den Briefen an die Gemeinden.

    Bei Wiki gibt es auch einen Artikel, wenn du mal nach Paulus von Tarsus suchst.Mein Favorit ist allerdings das Brockhaus Lexikon zur Bibel. Es enthält eine etwas längere Biographie zu Paulus und fasst die Infos aus der Apostelgeschichte und den Briefen zusammen. Hier die wesentlichen Punkte als Antworten auf deine Fragen.

    (Eigentlich) Saulus aus Tarsus in Zilizien (trug als zweiten Namen den röm. Paulus) wurde als Sohn frommer Juden geboren, hatte von seinem Vater das röm. Bürgerrecht geerbt, war stolz auf seine hebr. Abstammung, seine Zugehörigkeit zu den Pharisäern, seine Gesetzesgerechtigkeit und auf seine Arbeit innerhalb der jüd. Gemeinde. Mit ganzer Hingabe widmete sich der strebsame Rabbinenschüler seinem Studium bei Gamaliel einem der berühmtesten Rabbiner seiner Zeit und erhielt wohl schon recht früh die amtl. Anerkennung als Schriftgelehrter. Er war kaum über 30 Jahre alt, als er in Ausübung seines Amtes der Steinigung eines Christen beizuwohnen hatte (Stephanus), eine Aufgabe die nur ein voll ausgebildeter Schriftgelehrter ausüben durfte.

    Das Ergebnis seiner Verfolgungsaktion in Jerusalem: Die Christen waren zersprengt worden und hatten sich in alle Winde verstreut. Doch in Syrien verbreiteten sich innerhalb der jüd. Gemeinde die Christen. Saulus bat darum dies zu unterdrücken und der Hohepriester hielt keinen für geeigneter als ihn. Ausgerüstet mit der Bevollmächtigung des Hohenpriesters und einer Schar Bewaffneter machte sich Saulus auf den Weg nach Damaskus.

    Er befand sich bereits in der Nähe der Stadt, als ihn plötzlich um die Mittagszeit ein Licht vom Himmel umstrahlte und eine Stimme in fragte: "Saul, Saul, was verfolgst du mich?" auf seine Gegenfrage: "Wer bist du, Herr?" antwortete die Stimme:"Ich bin Jesus von Nazareth, den du verfolgst. Stehe auf und gehe nach Damaskus! Dort wird man dir alles sagen, was du tun sollst." Saulus stellte fest, dass er erblindet war. Er wurde nach Damaskus geführt und verbrachte 3 Tage mit Fasten und Gebet. Zeitgleich bekam Hananias, ein Christ, den Auftrag von Gott zu Saulus zu gehen. Er folgte dem Auftrag und verkündigte Saulus, das Gott ihn als Werkzeug zur Verbreitung des Evangeliums einsetzen möchte. Hananias legte ihm die Hände auf, wodurch Saulus wieder sehen konnte und führte ihn in die Gemeinde in Damaskus ein, wo S. sich auch taufen ließ. (persönl. Anmerkung: ich glaube an dieser Stelle wird aus Saulus endgültig Paulus)

    Paulus wurde zum Christen, Missionar und Theologen. Er schrieb Briefe an die Gemeinden, um sie zu ermutigen, aber auch um sie zu ermahnen.

    Nach mehreren Missionsreisen wurde Paulus in Jerusalem von den Römern ggefangen genommenund nach einer längeren Haft nach Rom abtransportiert, wo er vor das kaiserliche Gericht gestellt werden sollte. Zwei Jahre lebte er in Rom, in Untersuchungshaft mit Besuchserlaubnis. Danach ist nichts Genaueres mehr über ihn bekannt. In Timotheus und Titus gibt es Andeutungen, dass Paulus nach dieser Zeit nochmal freigelassen wurde und machte noch Missionsreisen. Danach soll er nach Überlieferung der röm. Gemeinde von Nero mit dem Schwert hingerichtet worden sein zeitgleich mit der Kreuzigung von Petrus.

    Paulus war an der Gründung einiger Gemeinden beteiligt. Allerdings sind seine Vorstellungen von Gemeinde nicht unbedingt mit den Landeskirchen vereinbar, da er z.B. von Brüderlichkeit schreibt die die Kirchenstrukturen der Landeskirchen nicht wirklich zulassen etc. (meine Meinung). Zur christlichen Gemeinschaft und Gemeinde hat Paulus viel beigetragen, da er Richtlinien aufgestellt hat, die wichtig sind und Orientierung geben.

    Quelle(n): Maier, Gerhard/Fritz Rieneker (2006 [1994]): Lexikon zu Bibel. Wuppertal: R. Brockhaus Verlag. und Ich
  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    Die wichtigste Bedeutung, die mir bekannt ist, war die Wandlung von Saulus zu Paulus.

    Saulus war ein römischer Christenverfolger, dem Gott mehrmals erschienen sein soll (oder vielleicht war es doch der heilige Geist) und da wurde er vom grausamen Christenverfolger zum gläubigen Christen geläutert und nannte sich fortan Paulus.

    Er gehört zu den Aposteln, die die Botschaft Christi besonders stark verbreitet haben.

    In den Römerbriefen schrieb er dann, dass der Monotheismus die einzig wahre Form der Religion ist und die Menschen in Sünde leben und nur durch den Tod und die Auferstehung von Jesus Christus Erlösung widerfahren. Dann hat er den Römern noch einige ihrer Unzüchtigkeiten aufgezählt und so weiter.

    Paulus nimmt die Position des Geläuterten ein. Daher kommt das Sprichwort vom Saulus zum Paulus, das genau einen solchen Vorgang beschreibt.

  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    als Ex-Christenverfolger, was er später auch nicht komplett verbergen kann und ein Mann von Welt, wurde er wohl ein Diener des Höchsten, aber auch der erste Mann der Kirche, der das WORT und Seine Lehren entstellt und sich mit eigenen Ideen (gewaltsam?) zum Führer über die Gemeinden macht. Darum wird sein Wort heute auch mehr von der weltlichen Kirche herangezogen, als der Worte Christi gedacht, ebenweil sich mancher Irrtum darauf gründet..

    Jesus Christus ist ihm nie erschienen, sondern er wurde nur von einem Licht geblendet aus dem eine Stimme hörbar war.

  • vor 1 Jahrzehnt

    in der bibel und bei den aposteln gibt es keine bedeutung

    alle fakten ueber ihn findest du in der apostelgeschichte

  • vor 1 Jahrzehnt

    Seine Worte sind der Nachfolge Jesus Christus gewidmet, und seine Worte sind auch Gleichnisse.

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