warum heißt es blau machen? ein Krankenschein ist jedenfalls nicht blau.?

5 Antworten

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  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt
    Beste Antwort

    Die Blaufärberei erforderte schönes Wetter, es musste heiss sein, mindestens zwei Wochen lang. An Geräten war nur ein Bottich nötig, welcher in der Sonne stehen musste.

    Da man für die blaue Farbe auch Urin benötigte hatten die Färber kaum mehr zu tun, als viel zu trinken.Die Färber haben sich früher regelrecht darum gerissen, blau zu färben :-)

    Immer wenn die Färbergesellen am Montag betrunken in der Sonne lagen, um auf das Ergebnis zu warten, wusste jeder, dass blau gefärbt wurde, die Färber waren "blau" und "machten blau". Daher auch "blauer Montag"

  • vor 1 Jahrzehnt

    Die Formulierung „blaumachen“ im Sinne von „schwänzen“ lässt sich auf das Mittelalter zurückführen. Zum Blaufärben von Stoffen brauchte man nicht nur die Blätter der Pflanze Waid, sondern auch Sonnenschein, viel Zeit – und menschlichen Urin. Besonders gut wurde die Farbe, wenn die Männer vorher Alkohol getrunken hatten. Früher oder später lagen alle betrunken in der Sonne und warteten auf das Ende des Färbeprozess. Im Laufe der Zeit wurde „Blau machen“ im Sinne von „Stoffe blau färben“ dann übertragen auf „blau machen“ im Sinne von „faulenzen“ und „blau sein“ gleichgesetzt mit „einen Rausch haben“. Gleichzeitig war die Farbe Blau früher die Farbe der Verstellung, der Lüge und der Täuschung – daher auch die Redewendung „Das Blaue vom Himmel herunterlügen“. Und so kommt es, dass man „blau macht“, wenn sich jemand einen freien Tag erschwindelt

  • vor 1 Jahrzehnt

    Da gibt es mehrere Theorien, wo diese Redensart herkommt. Die wohl bekannteste ist, dass es aus dem Färberwesen kommt. Die Indigo-Färber liessen die gefärbten Stoffe an der Luft trocknen. Erst in dieser letzten Phase färbten sich die Stoffe blau (durch chem. Reaktion mit dem Sauerstoff aus der Luft). Während dieser Phase liessen die Färber die Arbeit ruhen. Da das Trocken üblicherweise am Montag stattfand, hat sich die Redewendung "Blauer Montag" bzw. "blau machen" für "nichts tun" entwickelt.

  • vor 1 Jahrzehnt
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  • vor 1 Jahrzehnt

    das kommt noch aus den zeiten, in denen jeanshosen mit indigoblau gefärbt und aufgehangen wurden.

    solange die hosen beim blaumachen getrocknet wurden, gab es keine arbeit für die färber.

    Quelle(n): mein alter chemielehrer
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