Kann es sein, dass Paulus (ehem. Saulus) als Apostel immer noch sehr pharisäerhaft und verklemmt war?

In seinen Briefen kreidet er andauernd "sexuelle" Zügellosigkeit an und setzt die Bestrafung eines Typen, der mit seiner Stiefmutter zusammenlebt, durch (liefern dem Satan aus). Er verkündet immer wieder, dass sein Leben und seine Lehren beispielhaft seien. Und hebt immer wieder um Geldspenden an.

War das vielleicht ein ziemlich spießiger und unangenehmer Zeitgenosse?

18 Antworten

Bewertung
  • vor 1 Jahrzehnt
    Beste Antwort

    Dieser Paulus hatte überhaupt einen Heidenstress mit den Frauen. anscheinend waren ihm Männer viel "lieber". Das hat sich in der kath. Kirche bis heute nicht verändert.

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  • Mel v
    Lv 6
    vor 1 Jahrzehnt

    Saulus ist der hebräische Name und Paulus der römische Name dieses Mannes. Da er den Auftrag hatte, den Nichtjuden die gute Botschaft zu verkünden, wird er seinen römischen Namen benutzt haben.....

    Seine Eltern waren Hebräer und gehörten offensichtlich zu den Pharisäern, einer Richtung des Judaismus (Apg 23:6; Php 3:5). Er war von Geburt römischer Bürger (Apg 22:28); vermutlich wurde das Bürgerrecht seinem Vater wegen geleisteter Dienste zuerkannt. Paulus lernte das Zeltmacherhandwerk wahrscheinlich von seinem Vater (Apg 18:3). In Jerusalem wurde er jedoch von Gamaliel, einem gelehrten Pharisäer, unterwiesen, was darauf schließen läßt, daß Paulus aus einer prominenten Familie stammte (Apg 22:3; 5:34). Paulus war in mindestens zwei Sprachen — Griechisch und Hebräisch — bewandert (Apg 21:37-40).

    Er war bestimmt kein spießiger und unangenehmer Zeitgenosse. Wie ich schon oben geschrieben habe, verkündigte er den Nichtjuden, also Heiden, die gute Botschaft. Diese Menschen waren nicht mit dem Gesetz Gottes vertraut. Als die Heiden dann Christen wurden, nahmen sie ihr "heidnisches Leben" mit in die Christenversammlung, was aber eben im Gegensatz zu Gottes Geboten stand.

    Paulus sorgte dafür, dass Gottes Gesetz und nicht das der Menschen in der Christenversammlung ausgeführt und ausgelebt wurde.

    Unter den Heiden, besonders unter den Römern, war sexuelle Zügellosigkeit absolut normal, aber eben nicht unter den Christen. Daher sollte z.B. der von dir angeführte Mann eben auch aus der Christenversammlung entfernt werden, weil er eben den Normen eines Christen NICHT ensprach.

    Kennst du den Ausgang dieser Begebenheit?

    Lies mal hier:

    Der Missetäter besann sich offenbar. In seinem zweiten Brief an die Korinther forderte Paulus die Versammlung auf, dem reumütigen Mann ‘zu verzeihen und ihn zu trösten’ (2. Korinther 2:6-8). Das Berichten der Missetat führte somit zu einem Vorgehen, durch das sowohl die Versammlung gereinigt wurde als auch eine Person wieder in Gottes Gunst gelangte, die ihr Verhältnis zu ihm zerstört hatte.

    Sein Leben als Christ war beispielhaft. Lies doch einfach was er alles durchmachen muste auf seinen Missionssreisen.....Schiffbruch, Gefängnis, Folter, Hunger, .........und seine Lehren.....das war Gottes Wort, was kann daran falsch sein?

    Geldspenden...........ja, aber nicht für sich selbst:

    Solch ein Fall trat um das Jahr 55 u. Z. ein. Die Versammlungen in Judäa waren verarmt, vielleicht wegen der großen Hungersnot, die es kurz zuvor dort gegeben hatte (Apostelgeschichte 11:27-30). Der Apostel Paulus, der immer um die Armen besorgt war, gewann selbst im fernen Mazedonien Versammlungen dafür, zu helfen. Persönlich organisierte er eine Sammlung und ließ die Mittel von bewährten Männern überbringen (1. Korinther 16:1-4; Galater 2:10). Weder er noch jemand anders ließ sich für seine Dienste bezahlen (2. Korinther 8:20, 21).

    Es gilt zu beachten, dass Paulus eine ‘Sammlung für die Heiligen’ beaufsichtigte, die in Not waren. Nirgendwo in der Heiligen Schrift steht zu lesen, Paulus oder die anderen Apostel hätten zu dem Zweck, ihren eigenen Dienst zu finanzieren, Sammlungen organisiert oder eine Zehntabgabe verlangt (Apostelgeschichte 3:6)

    Er selbst hat hart gearbeitet:

    (1. Korinther 4:12) 12 und mühen uns ab, indem wir mit unseren eigenen Händen arbeiten. Wenn beschimpft, segnen wir; wenn verfolgt, halten wir stand;

    (Apostelgeschichte 18:3) und weil er gleichen Handwerks war, hielt er sich bei ihnen auf, und sie arbeiteten, denn sie waren dem Handwerk nach Zeltmacher.

    (Apostelgeschichte 20:34) Ihr selbst wißt, daß diese Hände meinen Bedürfnissen wie auch denen derjenigen gedient haben, die bei mir waren.

    (2. Thessalonicher 3:8) noch haben wir irgend jemandes Brot kostenfrei gegessen. Im Gegenteil, unter anstrengender Arbeit und Mühsal haben wir Nacht und Tag gearbeitet, um keinem von euch eine kostspielige Bürde zu sein.

    ...........Klar, wenn jemand nicht meinem eigenen Ideal entspricht, kann ich ihn leicht als spießig und unangenehm bezeichenen, aber vielleicht sollten wir einfach mal die Beweggründe Paulus zu Grunde legen und dann urteilen..........

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  • Jeany
    Lv 7
    vor 1 Jahrzehnt

    Es geht nicht um das Zusammenleben, sondern darum, dass Sohn und Mutter eine sexuelle Beziehung miteinander hatten. Es kommt noch hinzu, dass die beiden zu den Gläubigen gehörten, nicht zu den anderen Menschen, über die Paulus nicht so gerichtet hätte.Paulus fühlte sich aber für seine Gemeinden verantwortlich und sorgte sich um sie.

    Die Gemeinde in Jerusalem war ziemlich arm (vermutlich rechneten sie mit der baldigen Wiederkunft Jesu und gaben ihren ganzen Besitz weg), und Paulus informierte die Gläubigen, dass die Gemeinde in Jerusalem finanzielle Hilfe brauchte.

    Sicher hatte Paulus auch seine Fehler, wie alle anderen Menschen auch. Er tat aber das, was Jesus ihm aufgetragen hatte.

    Mein vorher negatives Bild über Paulus hat sich mittlerweile sehr geändert, wenn ich bedenke, wie sehr er gegen Irrlehren in seinen Gemeinden kämpfte, weil er sie vor Christus als untadelig präsentieren wollte.

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  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    .....ist ja schon mal ein Anfang, das du ihn fuer real haelst...;-)

    .....ob er nun spiessig und unangenehm war, kann ich kaum beurteilen. Meine eigenen unangenehmen Charakterfehler geben mir da erstmal genug Beschaeftigung....

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  • vor 1 Jahrzehnt

    Zwei kleine Korrekturen voraus:

    1. Dieser Mann hieß Saul mit hebräischem Namen und Paulus mit lateinisch-griechischem Namen. Der Wechsel von Saulus zu Paulus hängt nicht mit seiner Bekehrung vor Damaskus zusammen. Beweis: Bis zur ersten Missionsreise ist von Saulus die Rede. Als "Barnabas und Saulus" in Paphos auf Zypern dem Prokonsul Sergius Paulus begegnen, der sich dem Evangelium öffnet, geht der Bericht mit "Paulus und Barnabas" weiter.

    Die Rede "vom Saulus zum Paulus werden" geht also auf ungenaues Lesen der Apostelgeschichte (Kap. 13,6ff) zurück.

    2. Der Begriff "Pharisäer" wird zu Unrecht immer wieder abwertend verwendet. In Wirklichkeit stand Jesus den Pharisäern nahe, die er als einzige Richtung im Judentum des Diskurses und der Auseinandersetzung würdigt (anders als Sadduzäer, Herodianer und Zeloten). Diese "Perushim" waren die Vertreter der Thora- und Synagogen-Frömmigkeit und der Schriftgelehrsamkeit, deren politische Grundhaltung gegenüber den Römern von Jesus geteilt wurde. Im übrigen ist in den Evangelien (besonders bei Markus) ein Unterschied zwischen den Pharisäern vom Land aus Galiläa und denen aus Jerusalem (Judäa) feststellbar.

    Dennoch: richtig ist, dass die Pharisäer eine gesetzlich orientierte Richtung vertraten. Paulus ist einer der angesehensten Pharisäer gewesen, Schüler des Rabbi Gamaliel (Apg 5,34; 22,3). Die pharisäische Richtung kommt als einzige mit der Zerstörung Jerusalems und des Tempels (70nC) zurecht und prägt in der Folgezeit den Neuaufbau des Judentums bis heute.

    Davon abgesehen siehst du aber durchaus etwas Richtiges. An vielen Stellen der Paulusbriefe (und zwar gerade der als historisch echt geltenden!) zeigt sich Paulus als ein in den Denkwegen der Pharisäer verbliebener "Rabbi". Nur ist es heutzutage sehr billig, ihn aus unserer Perspektive zu verurteilen oder abzutun. Man muss sich erst einmal in das Denken sowohl der antiken Welt wie des Judentums von damals hineinversetzen, ehe man sich damit auseinandersetzen kann.

    Das alles schmälert auch nicht seine gewaltige theologische Leistung, die vor allem im Römerbrief dokumentiert erscheint. Paulus hat auf seine Zeitgenossen eine faszinierende Wirkung ausgeübt. (Die nachbiblische Thekla-Geschichte belegt das eindrücklich.) Auch wer ihm nicht in allem folgen kann, wird das einsehen, sobald er sich wirklich und mit Einfühlsamkeit in vergangene Paradigmen des Denkens und Glaubens vertieft hat.

    Paulus legt übrigens Wert darauf, dass er sich durchweg auf allen seinen Missionsreisen durch seinen Handwerker(Zeltmacher-)beruf selber ernährt. Auch das ist ein Zeichen für sein Pharisäertum. Eine Geldspende hat er erbeten für die Gemeinde in Jerusalem, die sich offensichtlich in ihrer diakonischen Aktivität übernommen hatte.

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  • vor 1 Jahrzehnt

    ich halte ihn keineswegs für spießig, denn er wusste damals schon, welche folgen sexuelle ausschweifungen und zügellosigkeit haben können.

    die quittung für das "recht" es mit jedem zu treiben haben viele bekommen.aids, diverse geschlechtskrankheiten, unerwünschte kinder, die dann mal eben so "entsorgt" werden, sei es durch abtreibung oder misshandeln oder verhungern lassen.

    paulus selbst hat sich für ehelosigkeit und somit sexueller enthaltung entschieden, hat aber jedem anderen zugebilligt, zu heiraten.

    ich bin heute auch der meinung, dass sexualität in eine ehe - einen geschützten rahmen - gehört.

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  • Robert
    Lv 5
    vor 1 Jahrzehnt

    Er hat halt fast so gelebt, wie Gott es von ihm wollte.

    Und ehrlich gesagt halten fast alle Menschen alle Christen

    für spießig, da sie mehr nach den Gesetzen Gottes leben.

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  • Yanti
    Lv 4
    vor 1 Jahrzehnt

    Nein, finde ich nicht. Er schrieb überhaupt nicht ANDAUERND über das Thema, obwohl es sehr wichtig ist. Viele Leute unterliegen Satan in diesem Gebiet. Er war für Leute, die egoistisch ihren sexuellen Gelüsten nachgingen garantiert ein unangenehmer Zeitgenosse.

    Außerdem hatte er neben seiner ermüdenden Missionsarbeit auch noch gearbeitet.

    (Wenn du immer etwas unnachgewiesen in deinen Fragen behauptest, verlieren sie an Wert. Und ich werde mir dann garantiert nicht die Mühe geben, alles mit Bibelstellen zu belegen, logisch :o(.

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  • vor 1 Jahrzehnt

    Da Paulus vom Heiligen Geist inspiriert wurde, darf es nicht an uns liegen, die Heiligen Schriften zu kritisieren, aber ja, Sie mit spirituellen Augen zu lesen und zu verstehen.

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  • vor 1 Jahrzehnt

    nein kann nicht sein

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  • vor 1 Jahrzehnt

    Da ich nicht allwissend bin werde ich über ihn nicht richten.

    Erhard genau deswegen kam auch Jesus um der lüge von Sadduzäer wegen weil sie das auferstehen leugneten und irrlehre verbreiteten deswegen kam Jesus um ihre lüge zu brechen. Die Pharisäer die Jesus angriff waren die jenige die blindenführer waren und andere mit sich selbst in die grube gebracht haben. Es gab nicht nur schlechte schriftgeleehrte sondern auch gute wie Gamaliel der auch euch warnt das was von Gott kommt wird bestehen.

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