Fing das Elend mit Paulus (ehem. Saulus) an?

Die Römerbriefe sind in meinen augen eine Art Predigt. Dabei legt Paulus sowohl die damalige heilige Schrift als auch das Verhalten Jesu aus.

Ist das der Beginn einer Anmaßung?

Meiner Meinung zitiert er ohne den Zusammenhang der Originalaussagen zu berücksichtigen. (Römer 9 und 10). Aber an der Stelle will ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, denn ich habe die Bibel jetzt nicht zur Hand.

Mir kommt dieser Tonfall des schreibens allerdings so vor, als ob damit die Grundlage der kirchlichen Dogmen gelegt wurde. Liege ich damit falsch?

Update:

Ich danke Gerhard, der mir in einem Satz einerseits gezeigt hat, wie tolerant Christen sein können und andererseits, dass er offensichtlich seines Glaubens doch nicht so sicher ist. Ich hole die quellenangabe nach. War der Ansicht, dass es hier genug Experten gibt, die das wiedererkennen.

8 Antworten

Bewertung
  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt
    Beste Antwort

    Die paulinischen Briefe, nicht nur die Römerbriefe, sind so sehr literarisch angelegt, dass die Frage erlaubt sein muss, ob diese Briefe jemals als Brief unterwegs waren. Vielmehr zwingt sich auf, dass sie zu keinem anderen Zweck verfasst wurden, als nur als Predigt vorgetragen zu werden. Von anderen Briefen des NT wird dies in der aktuellen Theologie längst angenommen.

    In "Udo Schnelle, Einleitung in das Neue Testament" steht den Erläuterungen zu den Paulusbriefen eine Kapitel voraus "Der antike Brief", hieraus der Satz:

    Sie (die paulinischen Briefe) waren zum Verlesen im Gottesdienst und damit für die Öffentlichkeit bestimmt.

    Wenn die Adressaten nur die Gemeinde in der Predigt waren und so lesen sich die Briefe, muss doch auch gefragt werden, ob jemals ein Brief nach Korinth unterwegs war. Den Korintherbrief kennt jeder, aber eine Gemeinde in Korinth ist vergleichsweise unbekannt. Kennt vielleicht jemand Briefe, die von Korinth zu Paulus gingen? Warum nicht? Korinth und die Apostelgeschichte stammen von Paulus und Lukas. Die ganze Apostelgeschichte, mit den nicht rational nachvollziehbaren Missionserfolgen, haben sich die BEIDEN ausgedacht. Paulus halt ich für den eigentlichen Religionsstifter, nicht Jesus. An der historischen Figur des Paulus zweifele ich auch nicht, den gab es ganz sicher. Der Großteil der Dogmen christlichen Selbstverständnisses wurde von Paulus begründet.

    Wenn du die Evangelien liest, ist es doch ernüchternd zu sehen, dass da eigentlich nichts vorgegeben wird. Wunder und das ständige Beharren darauf, dass er selbst Gott ist und das Zitat der Nächstenliebe aus dem alten Testament. Nichts Neues, eher langweilig. Die christliche Revolution aber stammt von Paulus.

  • Jeany
    Lv 7
    vor 1 Jahrzehnt

    Paulus wurde von Jesus selbst auserwählt (Er erschien ihm ja auf dem Weg nach Damaskus). Paulus bezeichnete sich selbst als den "Knecht Jesu Christi", warum hätte er etwas Eigenes machen sollen? Sein Leben lief vorher gut, er war gebildeter Jude (mit der Ausnahme, dass er die Christen verfolgte). Er tauschte sein sicheres Leben mit einem anstrengenden Leben, bei dem er ständig in Gefahr war, selbst verfolgt zu werden. Warum hätte er sich das Leben noch erschweren sollen, indem er ungültige Dogmen erfindet?

    Das Elend der Kirche fing im 4. Jh an, als Konstantin die Kirche zur Staatsreligion erklärte. Auf dem Konzil in Nicäa wurde ausdrücklich beschlossen, nichts mit den Juden zu tun haben zu wollen, ja, noch nicht einmal die gleichen Feiertage zu zelebrieren. Deshalb feiern wir auch den Sonntag und nicht den Schabbat. Natürlich hat sich mit der Zeit die Bedeutung geändert, denn die meisten Christen feiern den Sonntag deshalb, weil Jesus an diesem Tag auferstanden war.

  • vor 1 Jahrzehnt

    Du musst bedenken dass Paulus ja nicht alleine war. Es gab ja noch die anderen Apostel, die ja von Jesus selbst nach seiner Auferstehung noch dargelegt bekommen hatten wie das ganze Alte Testament auf Jesus hinweist (die Emmausjünger). Auch Petrus hat in diversen Predigten die Theologie des neuen Testaments dargelegt. Paulus war vielleicht von allen der systhematischste, aber wir können sicher sein dass er sich immer mit den anderen abgestimmt hat. Die Apostelgeschichte redet viel von "Einmütigkeit".

    Wenn du gerade mal keine Bibel zur Hand hast empfehle ich die http://www.bibleserver.com/

  • ?
    Lv 7
    vor 1 Jahrzehnt

    Tuhe hier nichts verdrehen.

    Das elend war erst im beim Saulus. Dann durch selbst eingreifen Gott oder jesu mit den worten wieso verfolgst du mich.

    Kam alles ins Lot.

    Denn hie hat gott oder Jesus auf das aufgebaut wie Petrus begonnen worden ist.

    Es stimmt denn so wurde das weitere Fundament zusammen gefast. Vergangenheit gegenwart damals so zu heute und weiter.

    Gott wollte es so und so wurde es wie Jesu andeutete in rechter zeit wird der geist es Offenbaren.Jahannes hat dem nie widersprochen.

    Aber es geht hier noch weiter denn hier hat gott seine Hausordnung präzise dargelegt.So wie es es sichhat vorgestellt.

    Denn das ist nicht irgendeine religion.Das wäre hier verkehrt sondern die weise weiterführung des heilsplanes gottes für uns menschen wie jesu es begonnen hat mit allen vollmachten die er seinen apostel bis zu seinen wiederkommen aufgetragen hat.

    Damals bis zu uns Heute.

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  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    Ja, damit liegst Du völlig falsch.

    Einmal wurde der Pharisäer Saulus selbst durch den

    HERRN JESUS-CHRISTUS vor Damaskus zu seinem Botschafter,

    Apostel berufen.

    Saulus selbst hatte bei dem berühmten Jüdischen Gelehrten

    Gamaliel studiert. Apg 22:3

    Saulus der sich nach seiner Bekehrung zum Nachfolger Jesu,

    wurde dann Paulus gennant und wusste um die Labilität so vieler

    Menschen.

    Die Briefe des von dem HERRN JESUS-CHRISTUS bevollmächtigten

    Apostel Paulus an die Urchristen sind Seelsorgerbriefe.

    Als der Apostel Paulus im Brief an die Korinther die

    drei Grundpfeiler der christlichen Weltsicht

    zusammenstellt, da verwendet er große Begriffe:

    Grundlage, Motor und Ziel eines christlichen Lebens seien:

    Glaube Hoffnung und Liebe, diese drei…..aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

    „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe diese drei;

    aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“

    Das ist, glaube ich deutlich: wenn einer sich das Leben nimmt,

    dann hat er die Hoffnung verloren, der Glaube bietet keinen Halt mehr und die Liebe ist nicht erfahrbar und spürbar.

    Was ist geschehen mit uns in dieser Gesellschaft, in dieser Welt, dass Glaube Hoffnung und Liebe Raritäten geworden sind,

    und dass Geld, Prominenz, Autonomie und öffentliche

    Aufmerksamkeit die Währung sind, nach der sich unser Zusammenleben ausrichtet und den Lebenswert eines Lebens bestimmen.

    Es gehört nicht zu den christlichen Tugenden, das Lied zu singen: „Gestern-das-besser-war als heute“ .

    Wir Christen sind Zukunftsmenschen.

    Dennoch lohnt es sich, darüber nachzudenken, wie sich unser Leben und unser Zusammenleben in den vergangenen

    Jahrzehnten verändert haben und wie sich dabei unser Denken verändert hat.

  • vor 1 Jahrzehnt

    Eine Religion kann man nur gruenden wenn man behauptet im Besitz goettlicher Wahrheit und Weisheit zu sein. Anders geht das nicht. Bis mich jemand von der Falschheit meiner Aussage ueberzeugen kann bleibe ich dabei:

    Wer behauptet in Besitz goettlicher Wahrheit und Weisheit zu sein luegt oder irrt.

    Damit kann ich deine Frage mit Ja beantworten.

  • vor 1 Jahrzehnt

    ja

    du liegst damit falsch

  • vor 1 Jahrzehnt

    paulus war dogmatiker. wie er dahin kommen konnte nach einem deratigen erleuchtungserlebnis ist mir schleierhaft. oder er war ein spion der freimaurer und sein erlebnis in damaskus frei erfunden.

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