Anonym
Anonym fragte in Schule & BildungZitate · vor 1 Jahrzehnt

Weiss jemand ein berühmtes Gedicht über Fussball?

Ich muss einen Vortrag schreiben über Fussball, da würde ich gerne ein Gedicht integrieren.

5 Antworten

Bewertung
  • mejxu
    Lv 7
    vor 1 Jahrzehnt
    Beste Antwort

    Hier etwas von Ringelnatz:

    Fußball

    Wo sind die Beine von Schulze?

    Wem gehört denn das Knie?

    Wirr wie lebendige Sulze

    Mengt sich die Anatomie.

    Ist das ein Kopf aus Australien?

    Oder Gesäß aus Berlin?

    Jeder versucht Repressalien,

    Jeder läßt keinen entfliehn.

    Hat sich der Schiedsrichter bemeistert,

    Lange parteilos zu sein;

    Aber nun brüllt er begeistert:

    "Schulze, stell ihm ein Bein!"

    Kannst du dich über ihn werfen

    Just wie im Koi, dann tu's.

    http://www.garten-literatur.de/Leselaube/ringelnat...

    Ein weiteres von Ringelnatz, "Fußball (nebst Abart und Ausartung) ist wohl zu lang zum einkopieren:

    http://www.football-crazy.de/?p=555

    Eins von Rilke:

    Der Ball

    Du Runder, der das Warme aus zwei Händen

    im Fliegen, oben, fortgibt, sorglos wie

    sein Eigenes; was in den Gegenständen

    nicht bleiben kann, zu unbeschwert für sie,

    zu wenig Ding und doch noch Ding genug,

    um nicht aus allem draussen Aufgereihten

    unsichtbar plötzlich in uns einzugleiten:

    das glitt in dich, du zwischen Fall und Flug

    noch Unentschlossener: der, wenn er steigt,

    als hätte er ihn mit hinauf gehoben,

    den Wurf entführt und freilässt -, und sich neigt

    und einhält und den Spielenden von oben

    auf einmal eine neue Stelle zeigt,

    sie ordnend wie zu einer Tanzfigur,

    um dann, erwartet und erwünscht von allen,

    rasch, einfach, kunstlos, ganz Natur,

    dem Becher hoher Hände zuzufallen

    http://www.geburtstags-feste.de/gedichte-fussball-...

    Und noch etwas "Jüngeres":

    König Fußball

    (Eine Humoreske auf das Fußballfieber)

    von

    Dr. Roland Mildner, Leipzig (1975)

    Wie glücklich ist Herr Jedermann,

    sofern er Fußball schauen kann.

    Brummt er zu Hause wie ein Bär,

    im Stadion wird zum Löwen er.

    Kaum hat der Kessel sich gefüllt,

    da johlt's, trompetet's, pfeift's wie wild.

    Die Spieler kommen. Alles tollt.

    Der Pfiff ertönt. Das Leder rollt.

    Empor und FC schaffen sich.

    Starspieler Krause steigert sich.

    Dann rutscht er hin. Und alles mobt.

    Nun schießt er scharf. Der Kessel tobt.

    Doch leider ging der Schuss vorbei.

    Die Menge ahndet's zweierlei.

    Den einen fällt ein Stein vom Herzen.

    Die andern können's kaum verschmerzen.

    Herr Jedermann für FC brüllt.

    Er bläst ins Horn und tobt wie wild.

    "Wie konnte so was nur passieren?

    Den Kopf müsst' man ihm kahl rasieren!".

    Der FC greift bald wieder an.

    Da sollt ihr seh'n Herrn Jedermann:

    "Mensch, gib ab! Links steht dein Mann!

    Spiel in die Gasse! Geh doch ran!

    Nun weg damit! So stürm doch vor!

    Der Schulze steht doch schon am Tor!

    Was, Strafstoß für den Gegenmann?

    Da pfeift der Heini. Hampelmann!

    Der nimmt doch Schmiergeld an als Lohn.

    Schiedsrichter, ans Telefon!

    Der Ochse war doch selbst dran schuld.

    Da soll man haben noch Geduld.

    Nun zeigt's den Eierköppen mal,

    was FC leistet so am Ball!"

    Und Krause stürmt, Steilpass vor.

    Schulze köpft. Tooor! Tooor!

    Der Kessel brodelt. Alles schreit.

    Der Chor erschallet meilenweit:

    "FC vor! Noch ein Tor!

    Empor weg! Hat kein Zweck!"

    So geht es fort. So geht es weiter.

    Ist das Geschehen nicht recht heiter?

    Die Zeit vorbei. Das Spiel ist aus.

    Herr Jedermann geht nun nach Haus.

    Ihm hängt der Kopf. Es ist ein Graus.

    Das Spiel verloren. Alles aus.

    Ein einz'ger Trost bleibt ihm nur hier:

    Ein schönes, kühles, helles Bier.

    http://de.geocities.com/romildner/fussball.html

  • Gerd
    Lv 7
    vor 1 Jahrzehnt

    Vierundvierzig Beine rasen

    durch die Gegend ohne Ziel,

    und weil sie so rasen müssen,

    nennt man das ein Rasenspiel.

    Rechts und links stehn zwei Gestelle,

    je ein Spieler steht davor.

    Hält den Ball er, ist ein Held er,

    hält er nicht, schreit man: “Du Toooor!”

    Fußball spielt man meistens immer

    mit der unteren Figur.

    Mit dem Kopf, obwohl’s erlaubt ist,

    spielt man ihn ganz selten nur.

    Quelle(n): Heinz Erhard
  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    Auf dem Rasen, Auf dem Platze,

    des Spielers Bein ist ziemlich fratze.

    Des Gegners fuß traff richtig toll,

    des Spielers Schienbein ziemlich doll.

    Spieler fand dies garnicht gut,

    und zugleich packte ihn die Wut.

    Die Hand holt aus, nicht nur zum Schein,

    und traf des Gegners Nasenbein!

    Der Schiri sah dies alles mit an,

    und wusst sofort zu handeln dann,

    er zeigt den beiden den rot' Karton,

    ihre beide Mienen wie Beton!

    Vom Platz geflogen, garnicht schlau,

    die Trainer rasten aus wie Sau.

    Nach dem Spiele ach oh Herr,

    beid ham kein Verein, nie mehr.

    Quelle(n): Meiner Einer selbst.
  • Sportler bin ich, jede Woche,

    wo ich vor Aufregung fast koche,

    wenn mein Team aufs Grüne rennt,

    und keine Chance je verpennt.

    Auch wenn ich spiele passiv nur,

    von Langeweile keine Spur,

    die Jungs bewegen sich für mich,

    und das tun sie königlich!

    Ich mag mein Team, und das ist gut,

    als Fan geb' ich den Jungs den Mut,

    auch wenn ich selbst nicht mitmache,

    Fußball ist ne tolle Sache!

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  • vor 1 Jahrzehnt

    44 Fußballbeine rasen hin und rasen her,

    denn das Spielfeld ist begrenzt und das machts besonders schwer.

    Manchmal bleiben sie auch stehen oder treten nach dem Ball,

    das kann jeder selbst bestimmen, das ändert sich von Fall zu Fall.

    Einer ist meist schwarz gekleidet, hat ein Ding auf dem er pfeift,

    und die Spieler sind beleidigt, wenn er in die Tasche greift.

    Denn dort drin da hat er Karten, rot und gelb recht gut gemischt,

    und die zeigt er dann dem Spieler, der nach seinem Gegner drischt.

    Plötzlich müllerts vor dem Kasten, das Volk schreit Uwe wie mir scheint,

    da schießt der Müller knapp daneben, denn er war ja nicht gemeint.

    70.000 auf den Rängen spielen in Gedanken mit,

    mancher ist so begeistert und gibt dem Vordermann an' Tritt.

    Jedes Spiel wird bar bezahlt, auf Pfenning und auf Heller,

    und legt man ein paar Scheine drauf, dann laufen sie schon schneller.

    Jedes Spiel hat auch ein Ende, denn die Spieler werden matt,

    morgen stehts dann in der Zeitung, wer das Match gewonnen hat.

    Und am Ende der Meisterschaft weiß man, wer am meisten schafft,

    wer der Meister ist der Welt, der kriegt auch das meiste Geld.

    Für Geld da kann man vieles kaufen,

    auch Leute, die dem Ball nachlaufen.

    Quelle(n): Fredl Fesl
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