Warum heisst es eigentlich "blau machen"?

6 Antworten

Bewertung
  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt
    Beste Antwort

    Die Formulierung „blaumachen“ im Sinne von „schwänzen“ lässt sich auf das Mittelalter zurückführen. Zum Blaufärben von Stoffen brauchte man nicht nur die Blätter der Pflanze Waid, sondern auch Sonnenschein, viel Zeit – und menschlichen Urin. Besonders gut wurde die Farbe, wenn die Männer vorher Alkohol getrunken hatten. Früher oder später lagen alle betrunken in der Sonne und warteten auf das Ende des Färbeprozess. Im Laufe der Zeit wurde „Blau machen“ im Sinne von „Stoffe blau färben“ dann übertragen auf „blau machen“ im Sinne von „faulenzen“ und „blau sein“ gleichgesetzt mit „einen Rausch haben“. Gleichzeitig war die Farbe Blau früher die Farbe der Verstellung, der Lüge und der Täuschung – daher auch die Redewendung „Das Blaue vom Himmel herunterlügen“. Und so kommt es, dass man „blau macht“, wenn sich jemand einen freien Tag erschwindelt

  • vor 1 Jahrzehnt

    Warum Daumen runter für *rose????? Finde ich sehr traurig!!!!

    Die Bezeichnung geht zurück auf eine arbeitsbedingte Pause bei den Wollfärbern. Man färbte die Wolle mit dem Färberwaid ein, einem an der Luft bläuenden Farbstoff, der mit Urin versetzt wurde und ließ sie über Nacht im Farbbad, um sie dann am nächsten Tag trocknen zu lassen, währenddessen sich die blaue Farbtönung des Farbstoffs entwickelte. Im Mittelalter war der genaue chemische Ablauf noch nicht bekannt, die Färber wussten allerdings, dass die Farbstoffausbeute durch die Zugabe von Alkohol verbessert werden konnte. Dieser wurde nun aber nicht einfach so zugegeben, sondern wie in alten Rezepten vermerkt wurde, eignete sich Urin von Männern, die viel Alkohol getrunken hatten, besonders gut. Blaufärben war also - abgesehen vom Gestank - eine angenehme Arbeit im Freien, bei der es auch noch reichlich Alkoholisches zu trinken gab. Wenn die Färber also betrunken waren, dann wusste jeder, dass diese blau machen. Diese Färbemethode wurde Anfang des 18. Jhd. abgelöst, die Redewendung "blau machen" blieb aber erhalten.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Blau_machen#Blau_mach...

    Anmerkung:

    Ich verstehe, Daumen runter ist hier wohl eine Art sportliche Betätigung derer, die sich ansonsten nicht im Leben beweisen können. Sehr schade :(

  • vor 1 Jahrzehnt

    Der Begriff stammt noch aus der Zeit, als Stoff mit Waid blau gefärbt wurde.

    Um eine schöne Farbe hinzubekommen musste Waid (eine Pflanze) mit Urin (Harnstoff) vergärt werden.

    Die Arbeiter sammelten Freitag und Samstag ihren Urin, setzten ihn mit dem Waid an und liessen ihn über den Sonntag stehen.

    Am Montag wurde dann gefärbt - also "blau gemacht".

    Hm, an die "Daumenruntergeber": Wenn ihr es besser wisst, dann sagt es doch bitte! Ich lerne gerne dazu!

  • Maxi
    Lv 5
    vor 1 Jahrzehnt

    Eine Erklärung bezieht sich auf die Sitte, an Montagen in der Fastenzeit die Kirchen mit blauem oder violettem Tuch zu schmücken. Die Arbeitsfreiheit des Fastenmontags wurde bald auf die anderen Montage des Jahres ausgedehnt.

    1520 befahl Herzog Georg der Bärtige von Sachsen, dass kein Handwerker guten Montag halten, ihm auch in der Woche kein Feiertag verlohnt werden sollte. 1531 erneuerte er das Verbot, da sich niemand daran hielt. 1726 veranlasste das Verbot des Blauen Montags in Augsburg einen Aufstand der Schuhknechte, auch die Gesellen in anderen Städten (z. B. in Dresden) wurden aufgefordert, sich anzuschließen. 1731 wurde ein Reichstagsedikt mit einem Verbot erlassen, das 1764 und 1771 erneuert wurde

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  • elli
    Lv 6
    vor 1 Jahrzehnt

    Der blaue Montag ist eine Bezeichnung für den arbeitsfreien Montag, blau machen umgangssprachlich für Müßiggang

    http://de.wikipedia.org/wiki/Blauer_Montag

  • vor 1 Jahrzehnt

    Solltest Du mal unseren lieben User blauclever fragen !

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