Was bedeutet das Sprichwort "in Bayern gehen die Uhren anders"?

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  • vor 1 Jahrzehnt
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    Im Rahmen der großen Stadterweiterung durch Ludwig der Bayer entstand 1285 bis 1347 eine zweite Stadtbefestigung, in deren Rahmen als letztes Stadttor das Isartor 1337 entstand. Mit dem Isartor waren die Festungsarbeiten für die notwendige Verteidigung der „Äußeren Stadt“, wie die Stadterweiterung noch hieß, abgeschlossen werden.

    Das Isartor ist fast vollständig erhalten. Als letztes der Münchner Stadttore besitzt es den Hauptturm, der als Mittelturm die gesamte Anlage überragt. Ebenso sind die Flankentürme, die sogenannte Barbakanen, erhalten wie die drei Toreingänge in der Binnenmauer zwischen den Flankentürmen. Im Ostteil befindet sich eine Balustrade zum Hof hin.

    1833 beauftragte König Ludwig I. Friedrich von Gärtner mit der Wiederherstellung des Isartores. In Rahmen dieser Wiederherstellung wurden auch die Wappenbilder an den Flankentürmen sowie die Historienwandfresken außen an der Binnenmauer über den Toreingängen angebracht, das den Siegeszug Kaiser Ludwig des Bayern nach seiner Schlacht bei Ampfing im Jahre 1322 zeigt. Der Mittelturm erhielt 1860 eine Uhr, die ursprünglich für den Mittelturm des Karlstors vorgesehen war, nach seiner Zerstörung durch eine Schwarzpulver-Explosion aber dann für den Mittelturm des Isartores verwendet wurde.

    Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Isartor 1944 schwer beschädigt. 1946 bis 1957 wurde seine Wiederherstellung, die sich auf die notwendigsten Arbeiten zur Sicherung des Isartores beschränkte, zunächst abgeschlossen. Daher blieben erhebliche Baumängel, Kriegsschäden waren zum Teil nur notdürftig ausgebessert worden. Ebenso wurde eine einfache Turmuhranlage nach Stil der Einheitsbahnhofsuhren eingebaut. 1971/72 wurde eine Sanierung des Isartores durchgeführt, die das mittelalterliche Erscheinungsbild wieder stärker zur Geltung gebracht hat und manche Entscheidungen der Wiederherstellung von 1833 korrigierte. So wurde 1971 die komplette Turmuhrenanlage mit den zwei Glaszifferblättern und Zeigerpaaren im Zuge der Sanierung des Isartores demontiert und anschließend nicht wieder installiert.

    rückwärts laufende UhrAm 4. November 2005 wurde am Hauptturm wieder eine große Uhr angebracht. Auf der Westseite läuft die Uhr (absichtlich) rückwärts, um an Valentin bzw. an Bayern zu erinnern (Willy Brandt: „In Bayern gehen die Uhren anders“). Zur Ostseite zeigt die Uhr die Münchner Ortszeit im Uhrzeigersinn.

  • vor 1 Jahrzehnt

    des verstehts ihr ned ihr saupreissn : )

  • vor 1 Jahrzehnt

    Heute: um auszudrücken, dass die Bayern sich anders sehen als andere: mir san mir.

    Es gibt auch diese Jux-Uhr, die anders rum läuft.

    mfG gw38

  • vor 1 Jahrzehnt

    Das liegt auch an den Leuten mit ihrer Lebenseinstellung und ihrem Umgang mit ihren Mitmenschen.

    Was ich jetzt schreibe, gilt natürlich nicht für alle Bayern und nicht als Pauschalurteil, aber hier ein paar selbst erlebte Erfahrungen:

    Viele sagen, die Bayern sind rauh, aber herzlich. Nach meiner Erfahrung stimmt das nicht immer: Sie sind eher grob und suchen gerne nach den Schwächen ihrer Mitmenschen, die sie dann gerne damit aufziehen. Wehe aber, man gibt das Wechselgeld.

    Hier noch ein Beispiel:

    Ein Schlitzohr ist einer, der verbotenes zu seinem Vorteil macht, und dann wird er bewundernd "a Hund" genannt. Aber nur solange, wie er nicht erwischt wurde, sonst wird er als "so a bleeder Hund" schadenfroh ausgelacht und gedemütigt.

    Natürlich sind sie nett, wenn man im Urlaub dort ist. Aber wehe, man lebt mit ihnen zusammen. Meine Gutmütigkeit und Hilfsbereitschaft wurde sogar von vermeindlichen "Freunden" schamlos ausgenuzt

    In anderen Landstrichen Deutschlands habe ich das so nicht erlebt.

    Quelle(n): Sorry, das sind nicht Vorurteile, sondern Urteile aus eigener Erfahrung. Als sog. Saupreiß habe ich über 20 Jahre in diversen Städten von Oberbayern und dem Allgäu als Schüler, Arbeiter, als Soldat und Angestellter gelebt und zwar in allen Schichten. Das prägt!
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  • vor 1 Jahrzehnt

    Es bedeutet, daß alles anders ist in Bayern. Besonders die Leute.

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