cOmPUterFrITze fragte in TierePferde · vor 1 Jahrzehnt

Jetzt werden schon Pferde gedopt. Was sagt Ihr dazu?

Habe gerade in den Nachrichten gesehen, dass bei den olympischen Spielen ein Pferd auf Doping positiv getestet wurde. Und ausgerechnet ein deutscher Teilnehmer. Ich finde es schrecklich, dass jetzt schon Tiere darunter leiden müssen, nur damit der Mensch Preise absahnt -.-

30 Antworten

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  • vor 1 Jahrzehnt
    Beste Antwort

    Doping in Pferdesport ist leider nichts neues. Das Schlimme im Springreitsport ist, dass die entdeckte Substanz die Durchblutung fördert, damit das Pferd an den Läufen schmerzempfindlicher auf die Stangen der Hindernisse reagiert, die eventuell abgeräumt werden.

    Hintergrund ist aber, dass im Training das Pferd bewusst mit Stangen traktiert wird damit es beim nächsten Sprung noch höher springt, um nicht noch einmal diesen Schmerz erleiden zu müssen.

    Man muss sich das so vorstellen: Das Pferd hebt über das Hindernis ab, nimmt es locker, aber am Hindernis steht der Trainer und schlägt dem Pferd die Stange auf die Vorderläufe. Diese Praxis, auch das Barren genannt, hat den Springreitsport in den Achtzigern und Neunzigern massiv in Verruf gebracht. Daraufhin wurde es verboten und man hielt sich offenbar eine gewisse Zeit daran. Diese Zeit scheint nun vorrüber zu sein.

    Nachtrag So., 24.8.:

    Laut Ahlmann hat er die Salbe, die die Dopingsubstanz enthält, seit Jahren wissentlich benutzt. Es handelt sich also nicht um Sabotage. Er habe das Mittel zuletzt wegen eines Rückenleidens aufgetragen, nicht auf die Beine. Ob dies stimmt, darf zumindest angezweifelt werden.

    Quelle(n): Sportfachpresse Infos zum Barren: http://de.wikipedia.org/wiki/Barren_(Reitsport)
  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    Bravo Miri!

    Endlich mal jemand, der nicht sofort Zeter und Mordio schreit und Leute verurteilt, die er nicht mal kennt! Sondern jemand, der versucht, mit Logik an die ganze Sache ranzugehen!

    Ja, es wurden Spuren eines Mittels gefunden, welches auf der Dopingliste steht. Aber es handelt sich hier nicht um Anabolika oder Amphetamine. Es handelt sich lediglich um ein durchblutungsförderndes Mittel, ähnlich wie Mobilat, das äußerlich aufgebracht wird. Wenn man sich mal informiert, dann erfährt man, dass dieses Mittel keine Langzeitfolgen hervorruft, dass es das Pferd nicht schädigt und wohl kaum erreicht, dass ein Pferd mehr Leistung bringen kann, als es das so oder so tun würde.

    Keiner der Verurteilenden denkt, dass ein Reiter sein Pferd -auch im großen Sport- achten, bzw. lieben kann. Alle verurteilen Ahlmann und verunglimpfen ihn als Tierquäler - ohne zu wissen, was das Medikament überhaupt bewirkt und in welcher Form es überhaupt schaden soll.

    Hauptsache, man kann jemanden mit Spott und Hähme überziehen.

    Ein deutsches Phänomen - Helden vom Sockel zu schubsen und sie demontieren zu wollen. Was hat Boris Becker, Steffi Graf und wer auch immer schon an Neidkampanien erlebt, wenn der wütende Mobb sich auf sie stürzte....

    Wie "schön", dass wieder ein Prominenter, ein Sportstar einen Fehler gemacht hat. Nun gibt es also wieder ein Medienopfer für Bildzeitung und Co und alle die, die sich an so etwas weiden und nur zu gerne urteilen und verurteilen - ohne einen fundierten Background zu haben und ohne dabei gewesen zu sein.

    Nehmen wir mal an, Miris Verschwörungstheorie stimmt, wie will Ahlmann das beweisen? Wer glaubt ihm? Die Heerscharen, die ihn jetzt so enthusiastisch verurteilen? Wohl kaum. Denn das macht den Massen keinen Spaß.

    Ich finde es total arm und kleingeistig, mit wenig Wissen hier so mancher nun auf Ahlmann eindrischt. Sollten wir nicht erst einmal hinter jemandem stehen, der bisher immer eine weiße Weste hatte und wirklich hervorragende Leistungen mit diesem und vielen anderen Pferden gebracht hat?

  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    Kommt eigentlich irgendeiner mal auf die Idee, dass es auch Sabotage sein könnte????

    Wundert sich denn keiner darüber, dass es noch 4 andere Reiter getroffen hat, die zufällig alle das gleiche Mittel gegeben haben sollen????

    Ein MIttel, das nur ganz kurz im Körper nachzuweisen ist und das just vor der Kontrolle von 5 Reitern gleichzeitig gegeben wurde.

    Ein Mittel, das äußerlich irgendwo auf den Körper kurz eingerieben wird und dass dann kurzfristig als Doping nachweisbar ist.

    Schon mal darüber nachgedacht, dass vielleicht irgendjemand, der Zugang zu den Stallungen hatte, streichelnder Weise an besagten Pferden vorbei gegangen ist und das Zeugs bewusst an den Händen hatte????

    Natürlich kann es möglich sein, dass gedopt wurde.

    Natürlich sind auch die prominenten Reiter nicht unfehlbar.

    Aber mal ehrlich: Die Damen und Herren dieser Sparte haben so viel finanzielle Mittel, dass sie Doping doch so professionell betreiben könnten, dass es nicht nachweisbar wäre.

    Doping ist kriminell.

    Und Doping schadet jedem Organismus.

    Einem hilflosem Pferd so etwas anzutun ist verwerflich.

    Noch verwerflicher, als wenn Menschen für sich selber entscheiden, sich dopen zu lassen. denn die haben ihren freien Willen - Pferde eben nicht. Menschen entscheiden selber, ob sie ihre Gesundheit riskieren. Pferden wird so etwas ungefragt angetan.

    Trotzdem ist mir die Situation in Hongkong zu abstrus, um sie einfach so zu glauben. Und ich hoffe, dass außer mir noch ein paar andere so denken.

  • vor 1 Jahrzehnt

    Ich war auch erst empört und hätte ich nicht Miris berechtigte Vermutung gelesen, hätte ich vielleicht ins gleiche Horn wie so manch anderer hier gestoßen.

    Jetzt komme ich mir saudumm vor.

    Denn es ist wirklich ganz schön abstrus, dass ein nur kurzzeitig nachweisbares Mittel bei 5 Reitern gleichzeitig kurz vor der Kontrolle verabreicht worden ist. Das Ganze bekommt einen üblen Beigeschmack im Hinblick auf Chinas Leumund, die sogar 14-jährigen Turnerinnen Pässe ausstellen, die sie zu 16-jährigen machen, nur damit sie an Olympia teilnehmen können.

    Auch Naso hat natürlich Recht.

    Im verbal Draufhauen sind wir Deutschen - allen voran die Blöd-Zeitung- immer gut. Aber anderen den Rücken stärken, auf die Idee kommen wir erst gar nicht. Damit stellen wir uns doch echt ein Armutszeugnis aus.

    Ein Hoch auf 2 kluge Frauen- die zwar garantiert hier nicht die beste Antwort werden - aber den Mut hatten, nicht zu schleimen, nicht nach dem Mund des Fragestellers zu reden und ihre eigene, wache Meinung zu vertreten.

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  • vor 1 Jahrzehnt

    1.) Leidet kein Pferd, das mit dieser Salbe behandelt wird. Das Gegenteil ist hier der Fall.

    2.) Doping gibt es in allen Sparten des Sports, immer dann wo Menschen sich dadurch Vorteile erhoffen. Warum sollten Reiter edler eingestellt sein, als andere. Auch sie sind ganz normale Menschen, was Charakter und Ehrgeiz angeht.

    3.) Und ob jemand nun "ausgerechnet ein Deutscher" ist, aus Timbuktu kommt, oder in Holland den Käse rollt, das ist an dieser Stelle doch total egal. Denn WIR sind weder Papst, noch haben WIR persönlich irgendeinen Image-Gewinn von irgendwelchen Medaillen.

    4.) Finde auch ich dieses komische Zusammentreffen von 4 zeitgleich gedopten Pferden unterschiedicher, weltweit äußerst erfolgreichen Reitern kurz vor einer Kontrolle äußerst zweifelhaft.

    Ich schließe mich Jonni an, der Miri und Naso Beifall zollte, weil sie nicht mit der Masse jemanden ausbuhen, sondern sich mit einer fundierten Meinung klar dagegen positionieren!

  • vor 1 Jahrzehnt

    Wundern tut es mich nicht mehr. Wenn sie könnten würden sie ihre Schuhe, Turngeräte oder Fahrräder auch noch dopen. Schrecklich!!!

  • vor 1 Jahrzehnt

    gedopt und gebarrt wird im dtsch pferdesport schon lange .

    @mobbie

    klasse beitrag

  • vor 1 Jahrzehnt

    Soweit mir bekannt ist, ging es hier um Capsaicin, was nichts anderes ist als der Stoff in Chilis, der die Schärfe ausmacht. Eine Nebenwirkung davon ist, daß es äußerlich angewendet (wie z.B. hier als Salbe) die Durchblutung fördert und in gewissem Maß auch Schmerzen lindert. Bei solchen "Doping"-Fällen sollte also immer unterschieden werden, ob es sich um leistungssteigernde Chemikalien halndelt, oder um lediglich pflanzliche Mittel, die dem Pferd nicht schaden. Aber natürlich hätte sich der Reiter (oder eben der Anwender) vorher besser informieren müssen, was erlaubt ist und was nicht. So sind eben die Richtlinien, ob das gerechtfertigt ist oder nicht. Aber mal abgesehen vom Doping finde ich die Pferde bei den olympischen Spiele sowieso fehl am Platz, genauso wie auf internationalen Wettbewerben mit langer Anreise.

  • vor 1 Jahrzehnt

    Perro der selben meinung bin ich auch ! von daher

    würde ich das eher nicht nennen es ist halt so das diese salbe

    "Capsaicin" auf der liste von Doping mitteln steht ! Aber es war ja nicht nur Ein Deutscher waren auch noch andere 3 ich zitiere "Neben Ahlmann wurden aus dem gleichen Grund auch der Norweger Tony Andre Hansen, der Ire Denis Lynch und der Brasilianer Bernardo Alves mit ihren Pferden gesperrt." also na ja aber die tiere tun mir so oder so schon leid ! ^^Mit oder Ohne doping !

    Quelle(n): Noch was zu Capsaicin (http://de.wikipedia.org/wiki/Capsaicin )
  • vor 1 Jahrzehnt

    Die Leute die das machen ist das Wohl der Pferde doch scheissegal.Die wollen nur den Ruhm einheimsen.

  • vor 1 Jahrzehnt

    Finde ich auch nicht gut. Allerdings finde ich es gut das der Betrug enteckt wurde.

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