Was bedeutet für euch Erziehung eines Kindes?

Diskussion in der Familie:

Erziehung = Zucht, Ordnung und Manupulation schon im Kindesalter (Aussage: Zum Glück vorbei!)

ODER

Erziehung = altersgerechtes Vorleben innerhalb der Familie, aber dem Kind auch Grenzen setzen und fordern Ordnung in gewissen Dingen zu halten

Vielen Dank für eure Meinungen im voraus.

Update:

Klar mit Liebe erziehen.

Heftige Diskussion innerhalb Familie ob Kinder wirklich Grenzen brauchen und wenn ja welche (Tischmanieren, Körperhygiene, Ordnung in Mappe etc.)

Aussage: Nur durch freie Entfaltung kann sich ein Individium entwickeln.

14 Antworten

Bewertung
  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt
    Beste Antwort

    Erziehung bedeutet für mich...

    - das Kind vieles ausprobieren zu lassen

    -dem Kind vernünftige (!) Grenzen zu setzen

    - sich und die aufgestellten Regeln und Grenzen immer wieder selbst überprüfen

    - dem Kind beibringen Sachen zu hinterfragen und nicht alles einfach so hinzunehmen (es soll keine Angst haben seine eigene Meinung zu vertreten!)

    - unerlässliche Werte und Normen vermitteln (Höflichkeit, Respekt Menschen gegenüber (nicht nur Erwachsenen), Toleranz,die üblichen Tischmanieren,Hygiene etc.)

    - mich selber auch so zu verhalten, wie ich es von meinem Kind erwarte (beispielsweise nicht rauchen,wenn ich nicht möchte,das mein Kind raucht (ich bin raucher und sehe es trotzdem so), mein Kind soll sich vor dem Essen die Hände waschen-ich tue es auch,Kind soll nicht schreien-ich schreie nicht)

    und viele andere Dinge....Vor allem dem Kind auch immer zu zeigen,dass man es liebt, auch wenn es etwas falsch gemacht hat. Dem Kind zeigen,dass man immer für es da ist und es mit wirklich allen Problemen zu ihm kommen kann (es nicht nur sagen,sondern zeigen) Das Kind nicht in eine Rolle zwängen in die es nich will-nicht passt- Das Kind ist eine eigenständige Persönlichkeit. Und auch wenn es noch nicht so viele Erfahrungen im Leben gemacht hat wie wir, müssen wir ihm doch die Möglichkeit geben,seine eigenen zu machen. (Wenn es nicht zum Ballett möchte zwinge ich es nicht, wenn es nicht studieren,sondern lieber eine Ausbildung machen möchte-bitte.) Wir können versuchen es zu unterstützen auch in den Entscheidungen und sie mit dem Kind genau besprechen,aber wir sollten nicht unsere Meinung aufdrängen!

  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    dem kind grenzen zu setzen ist ebenso wichtig wie ihm liebe zu geben und seine entwicklung und sein selbstbewusstsein zu fördern und ihm zu ermöglichen, eine freie und fröhliche kindheit zu erleben. kinder die ohne grenzen und regeln aufwachsen, sind meist sehr verunsichert, auch wenn sie nach außen hin nicht so wirken mögen. meiner meinung nach hat man früher mit der autoritären erziehung übertrieben.. und später auch mit der antiautoritären. der goldene mittelweg ist hier wohl, wie so oft, der beste weg.

  • vor 1 Jahrzehnt

    Erziehung bedeutete mir bei meinem nun längst erwachsenen Sohn, ihm Grenzen zu setzen innerhalb deren er seine Kindheit als fröhliches Kind genießen konnte. Trotzdem aber auch seine Pflichten wahrnehmen musste und seinen eigenen Willen manchmal hinten an stellen musste.

    Nicht immer klappte es, besonders zwischen 15 und 19 Jahren war er schwierig. Bin aber mit meiner Erziehung trotzdem zufrieden.

  • vor 1 Jahrzehnt

    "Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen" ist einmal ein Sprichwort aus Pakistan und gleichzeitig der Titel eines sehr schönen Buches von Irina Prekop, einer Kinderärztin. Und wie behandeln wir einen Gast? Und wie möchten wir von einem Gast behandelt werden? Also leben wir unseren Kindern doch positives vor und dazu gehören Grenzen, dazu gehören Regeln und auch Pflichten. Um ein schönes Miteinander zu haben, ist dies unerlässlich. Jeder Mensch ist gewissen Grenzen, Regeln und Pflichten unterworfen. Auch Kinder können altersgerecht lernen, Grenzen einzuhalten, Regeln zu beachten und Pflichten auszuüben. Das sollte eben auf eine liebevolle, altersgerechte Art von den Eltern übermittelt werden. Wir sollten ganz sensibel mit den oft ungesprochenen, aber gelebten Botschaften unserer "Gäste", den Kindern, umgehen und sorgsam darauf achten, dass wir ihnen den Weg liebevoll weisen. Und wenn's eben sein muss, dann erklären wir den Weg nicht nur einmal, sondern immer wieder von vorne. Irgendwann trägt es Früchte und der Gast erreicht das Ziel und wir können uns freuen.

    Außerdem finde ich es immer schön zu wissen, dass kein Elternpaar perfekt ist, sondern dass immer beide Seiten, Eltern u. Kinder, voneinander und miteinander lernen. Also gehen wir behutsam mit uns und unseren Kindern um, denn sie sind die Zukunft dieser Welt.

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  • vor 1 Jahrzehnt

    Kinder, die ohne Grenzen aufwachsen, fühlen sich oft nicht geborgen, denken, sie sind es ihren Eltern nicht wert, Aufmerkskeit zu bekommen, die Eltern machen sich nicht die Mühe, sich mit ihnen auseinander zu setzen... oft schlagen sie grade deshalb über die Strenge, um wenigstens negative Aufmerksamkeit zu erhalten....

    Ich halte Grenzen für wichtig, denn wir bekommen überall Grenzen gesetzt. Wenn man es nicht schon als Kind lernt, dass dem eigenen Willen Grenzen gesetzt sind, wie soll man das dann als Erwachsener noch verstehen? Selbst die Verkehrsregeln sind Grenzen....

    PS: Natürlich sollten sich Grenzen in einem vernünftigen Rahmen halten. Meine Tochter bekommt von mir Grenzen gesetzt, ist ein fröhliches, glückliches Kind, dass sich trotzdem freier entfalten kann als ein Kind ohne Grenzen aber mit einer ängstlichen Mutter....

  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    Hi in erster Linie sollte jedes Kind Liebe und Geborgenheit bekommen. Dann muss man ihm natürlich auch ein gewisses Benehmen beibrigen. Es muss nicht mit 5 essen, wie ein Königskind und die selben Tischmanieren haben. Es ist wichtiger, dass es seine Grenzen und die anderer Menschen beachtet. Es sollte höflich, selbstbewusst, freundlich und hilfsbereit sein. Natürlich altersgemäß betrachtet. Wenn es jugendlich ist, sollten alle Erziehungsmaßnahmen vollendet sein, ansonsten ist es sowieso schon zu spät. Wenn es freundlich, höflich, respektvoll, tolerant, selbstbewusst ist, hat man die Erziehung wohl ganz gut hinbekommen. Und es sollte von kleinauf auf die Eltern hören, natürlich ist jedes Kind mal frech, bockig und will nicht hören. Aber das gehört auch dazu, wichtig íst nur, dass man ihm dann Grenzen setzt und konsequent ist, ein nein muss ein nein sein. Wenn es diese Charakter- und Erziehungseingeschaften aufweist, ist es doch ganz gut geraten.

    Von den damaligen Erziehungsmethoden wie Zucht, Ordnung und Manipulation halte ich überhaupt nichts. Klar, viele Eltern lassen ihren Kindern heute zuviel durchgehen, bzw es kümmert sie nicht was sie kaputt machen, wen sie dissen, wo sie rumpöbeln usw. aber da war wohl schon bei den Eltern dieser Kinder keine gute Erziehung vorhanden. Zu lasch ist nichts und zu streng auch nicht. Die alten Leute meinen immer ihre Erziehung war die einzig richtige, so sollte heute auch noch verfahren werden "da hat wenigstens noch Zucht und Ordnung geherrscht" und es hätte ihnen nicht geschadet, da bin ich mir nicht so sicher. Denn es gibt sehr viele nette alte Leute, aber auch einige andere wo man sich fragen muss, ob die überhaupt eine Erziehung genossen haben. Also bloß die alten Erziehungsmethoden nicht.

    Also wie du herauslesen kannst, bin ich eher für deinen zweiten oben genannten Erziehungspunkt.

  • vor 1 Jahrzehnt

    kann nur von mir erzählen. ich versuchte und versuche meinem sohn viel liebe, zuwendung, zeit usw. zu geben wie es nur geht (d.h. nicht, dass ich diesem anspruch immer gerecht werde). daneben müssen auch die regeln des menschlichen miteinanders gerlernt und vermittelt werden-tischmanieren usw. (es gibt nichts schlimmeres als 10jährige zu sehen, die nicht mit messer und gabel umgehen können).

    wenn junge menschen sich nicht in der gesellschaft zurechtfinden - gewalttätig sind, bulemie haben, sich selbst verletzen usw. usw. muss man sich wohl immer selber fragen, was gab es in der erziehung zu viel und was zu wenig.

    es ist bestimmt auch wichtig zu versuchen, sich selbst an seine kindheit und gefühle zurückzuversetzen - welche situationen machten mich unglücklich, wann fühlte ich mich geborgen ect.

    wenn es bei euch in der familie viele diskussionen zu diesem thema gibt finde ich das sehr gesund, so ist man gezwungen die eigenen standpunkte immer wieder zu hinterfragen - so bleibt familie und erziehung in bewegung.

    eine anregung zur eurer diskussion: welchen erziehungsstil wenden eure kinder bei euch an - autoritär?

    alles gute

  • vor 1 Jahrzehnt

    ich bin auch eher für das zweite, sicher brauchen Kinder Grenzen, aber teils muss man sie auch machen lassen , damit sie daraus lernen. (Ich sprech jetzt nicht davon mit 3 am herd zu spielen). Wenn ich manchmal sätze höre wie , mein Kind brauch eine strenge Hand , da sträuben sich meine Nackenhaare. Kinder brauchen Vorbilder und wenn Ich schon als Elternteil mein leben nicht im Griff habe, wie sieht denn dann die zukunft meiner kinder aus

  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    "dem Kind auch Grenzen setzen", Hallo. Das ist es was Erziehung ausmacht. Kids die ohne diese Grenzen erzogen werden sind grade die über die alle motzen und die unsere "Pflegefälle" sein werden. Guck dich um, die gibt es an jeder Ecke.

    Es wird einfach vergessen das Kids nach der Schulzeit mit der Lehre ins Berufsleben gehen und nicht erst dann lernen sollten was es heißt pünktlich zu sein, sich arrangieren zu müssen, sich "unterordnen" zu müssen.

  • vor 1 Jahrzehnt

    das nach dem ODER ist gut. Das Wichtigste ist "Liebe geben". Und alles richtig macht keiner. Also Ruhe bewahren, wenn es mal nicht so läuft wie geplant.

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