Suche ein Gedicht mit dem Thema: "Geld regiert die Welt." Könnt Ihr mir da helfen?

Am besten von einem berühmten Dichter.

Vielen Dank schonmal !!!

5 Antworten

Bewertung
  • vor 1 Jahrzehnt
    Beste Antwort

    Rilkes Geldbaum (1901):

    Geldbaum,

    Baum voll Geld,

    Bäume voller Gelder,

    Bilden Wälder.

    Wälder voller Geld,

    Bilden Fluren,

    Regieren die Welt,

    Und ihre Huren.

    Gelder der Welt,

    Moral entfällt.

    Weinen der Menschen,

    Tränen netzen den Baum,

    den Wald, die Flur.

    Warum nur?

  • vor 1 Jahrzehnt

    Erich Kästner: Knigge für Unbemittelte

    Ans deutsche Volk, von Ulm bis Kiel:

    Ihr esst zu oft! Ihr esst zu viel!

    Ans deutsche Volk, von Thorn bis Trier:

    Ihr seid zu faul! Zu faul seid ihr!

    Und wenn sie auch den Lohn entzögen!

    Und wenn der Schlaf verboten wär!

    Und wenn sie euch so sehr belögen,

    dass sich des Reiches Balken bögen!

    Seid höflich und sagt Dankesehr.

    Die Hände an die Hosennaht!

    Stellt Kinder her! Die Nacht dem Staat!

    Euch liegt der Rohrstock tief im Blut.

    Die Augen rechts! Euch geht’s zu gut.

    Ihr sollt nicht denken, wenn ihr sprecht!

    Gehirn ist nichts für kleine Leute.

    Den Millionären geht es schlecht.

    Ein neuer Krieg käm ihnen recht,

    So macht den Ärmsten doch die Freude!

    Ihr seid zu frech und zu begabt!

    Seid taktvoll, wenn ihr Hunger habt!

    Rasiert euch besser! Werdet zart!

    Ihr seid kein Volk von Lebensart.

    Und wenn sie euch noch tiefer stießen

    und würfen Steine hinterher!

    Und wenn Sie euch verhaften ließen

    und würden nach euch Scheiben schießen!

    Sterbt höflich und sagt Dankesehr.

    Vom Geld

    Ich will dich nicht zur Arbeit verfuehren.

    Der Mensch ist zur Arbeit nicht gemacht.

    Aber das Geld, um das sollst du dich ruehren!

    Das Geld ist gut. Auf das Geld gib acht!

    Die Menschen fangen einander mit Schlingen.

    Gross ist die Boesheit der Welt.

    Darum sollst du dir Geld erringen

    Denn groesser ist ihre Liebe zum Geld.

    Hast du Geld, haengen alle an dir wie Zecken:

    Wir kennen dich wie das Sonnenlicht.

    Ohne Geld muessen dich deine Kinder verstecken

    Und muessen sagen, sie kennen dich nicht.

    Hast du Geld, musst du dich nicht beugen!

    Ohne Geld erwirbst du keinen Ruhm.

    Das Geld stellt dir die grossen Zeugen.

    Geld ist Wahrheit. Geld ist Heldentum.

    Was dein Weib dir sagt, das sollst du ihr glauben.

    Aber komme nicht ohne Geld zu ihr:

    Ohne Geld wirst du sie um deiner berauben

    Ohne Geld bleibt bei dir nur das unvernuenftige Tier.

    Dem Geld erweisen die Menschen Ehren.

    Das Geld wird ueber Gott gestellt.

    Willst du deinem Feind die Ruhe im Grab verwehren

    Schreibe auf seinen Stein: Hier ruht Geld.

    [Bertolt Brecht]

    Money, Money

    from the musical: Cabaret

    Money makes the world go around,

    the world go around, the world go around,

    Money makes the world go around,

    it makes the world go round.

  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    Droge Geld

    Ist Geld denn wirklich, was gefällt,

    was alles hier zusammenhält ?

    Könnten wir wirklich nicht mehr leben,

    würd es die Droge Geld nicht geben ?

    Ich habe wirklich meine Zweifel

    und glaub, das Geld erfand der Teufel,

    der niemals würde es verwinden,

    wenn wir statt Geld was Bess’res finden.

    Ich fände schlimm, wäre das Geld

    das einzig Wahre auf der Welt.

    Wie kann man jemals denn vertrauen

    den Menschen, die auf Geld nur schauen ?

    Kann man mit Geld denn alles kaufen ?

    Zählt nur, daß die Geschäfte laufen ?

    Was ist denn mit dem Denken, Fühlen ?

    Soll man das auf die Seite spülen ?

    Der Teufel kann darüber lachen,

    kann unsre Habgier überwachen.

    Er hat geschafft, all unser Denken

    auf diese Droge Geld zu lenken.

    Was würde er denn dazu sagen,

    wenn wir ihn hin zur Hölle jagen ?

    Für mich zählt Freundschaft und Vertrauen.

    Auf diese Werte will ich bauen.

    D. Heublein

  • Tifi
    Lv 7
    vor 1 Jahrzehnt

    Reicher Mann und armer Mann

    standen da und sah'n sich an.

    Und der Arme sagte bleich:

    "Wär' ich nicht arm, wärst du nicht reich".

    Quelle(n): Bert Brecht
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  • vor 1 Jahrzehnt

    Das ist ein geflügeltes Wort und kein Gedicht.

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