Anonym
Anonym fragte in Politik & VerwaltungPolitik · vor 1 Jahrzehnt

Welche Nazis haben nach dem Krieg in der CDU Karriere gemacht?

Mir fällt vor allem Hans Filbinger ein, der als Marinerichter im Nazi-Regime tätig war.

Wen kennt man noch?

Update:

... oder auch in einer anderen Partei in der BUndesrepublik.

8 Antworten

Bewertung
  • vor 1 Jahrzehnt
    Beste Antwort

    Hans Globke war Staatssekretär unter Adenauer. Während der NS-Zeit hat er als Jurist an den Nürnberger Rassengesetzen mitgewirkt.

    Hans Speidel wirkte am Aufbau der Bundeswehr und an der Eingliederung in die NATO mit.

    General Gerhard Graf von Schwerin war unter Adenauer Berater für Sicherheitsfragen.

    Kurt Georg Kiesinger war Bundeskanzler. Er war vorher im Aussenministerium unter Ribbentrop für die Verbindung zu Goebbels zuständig.

    Hanns Martin Schleyer war Arbeitgeberpräsident, in der Nazizeit hatte er Funktionen bei Studentenverbindungen, er ist durch üblen Rassismus aufgefallen, bewohnte eine Villa, die Juden gehört hat, welche im Konzentrationslager ermordet wurden. Weil er noch jung war, wurde er von den Amerikanern als minderbelastet eingestuft. Damit gab er sich nicht zufrieden, bis man ihn als Mitläufer einstufte.

    Reinhard Gehlen war erster Chef des Bundesnachrichtendienstes. Er missbrauchte seinen Einfluss in der Bundesrepublik Deutschland, um gesuchten Nazis zur Flucht zu verhelfen.

    Hans Filbinger war Ministerpräsident von Baden-Württemberg, obwohl er als Marinerichter an Todesurteilen beteiligt gewesen war. Erst der Schriftsteller Rolf Hochhuth hat dies in den Achtziger Jahren der Öffentlichkeit bewusst gemacht.

    Diese mal als Beispiel - die Liste würde noch lang werden...

  • vor 1 Jahrzehnt

    Kurt Georg Kiesinger CDU 1966–1969 deutscher Bundeskanzler.

    Weitere Namen findest du hier:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_ehemaliger_NSDA...

  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    Karl Carstens.

  • vor 1 Jahrzehnt

    F.J. Strauß ganz vorne!. , Gehlen, Blank, mehrere Offiziere der Wehrmacht, etc.

  • Wie finden Sie die Antworten? Melden Sie sich an, um über die Antwort abzustimmen.
  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    Röder,Ministerpräsident Saarland,plus die schon genannten waren wohl die prominenteste Spitze des Eisberges.Es gab unzählige andere,und viel zu viele blieben unentdeckt.

  • pikas
    Lv 7
    vor 1 Jahrzehnt

    Der ehemalige Bundeskanzler Kurt-Georg Kiesinger war Mitglied der NSDAP!

    Aber auch in anderen Parteien sind ehemalige NSDAP Mitglieder eingetreten und haben Karriere gemacht, z.B.FDP!

    Man sollte diese Leute aber nicht unbedingt als Nazis brandmarken!

    Und auch ein SPD-Aushängeschild wie Günther Grass ist nicht ohne braune Vergangenheit!

    Schließlich sei auch an zahllose Politiker in den neuen Ländern erinnert, die sich auch dem rechten wie später dem linken Regime angepaßt hatten!

  • vor 1 Jahrzehnt

    Viele ehemalige Nazis haben nach ihrer "Entnazifizierung" Karrieren im öffentlichen Dienst, bzw. in der Verwaltung gemacht. Der Grund: Fachkräfte wurden gebraucht.

    Man mag über diese Entscheidung der Alliierten geteilter Meinung sein, aber wie im Vergleich an den Verhältnissen in der ehemaligen Sowjetzone abzulesen ist, die alle NSDAP Mitglieder aus Amt und Wurden jagten, war dies eine vernünftige Entscheidung für Westdeutschland.

    Kutte

  • vor 1 Jahrzehnt

    na Deutsche

Haben Sie noch Fragen? Jetzt beantworten lassen.