Anonym
Anonym fragte in Gesellschaft & KulturReligion & Spiritualität · vor 1 Jahrzehnt

Verdorrter Feigenbaum?

Jesus läßt ja einen Feigenbaum verdorren, weil er außerhalb!!! der Erntezeit keine Feigen darauf findet. Das verwundert sogar seine Jünger.

Nun, wir hatten einen Kirschbaum, der brachte soviel Kirschen, daß es für die ganze Nachbarschaft mitreichte.

Also, wenn wir den im Winter abgehauen hätten, weil keine Kirschen drauf sind, hätte uns jeder für bescheuert erklärt.

Ist also Jesus genauso bescheuert, dumm, rachsüchtig, ungerecht, jähzornig wie sein Papi im alten Testament, oder kann mir das jemand so zurechtlügen, daß doch was gutes rauskommt?

10 Antworten

Bewertung
  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt
    Beste Antwort

    Sollte man das nicht im übertragenen Sinne verwenden? Einen Baum erkennt man an seinen Früchten. Ein guter Baum bringt gute Früchte. So sollte es bei der Beurteilung bei Menschen sein. Warte ab ob der Mensch gute Dinge hervorbringt. Dann kannst du ihn loben.

  • vor 1 Jahrzehnt

    Mk 11, 12-20: "Und am nächsten Tag, als sie von Betanien weggingen, hungerte ihn. Und er sah einen Feigenbaum von ferne, der Blätter hatte; da ging er hin, ob er etwas darauf fände. Und als er zu ihm kam, fand er nichts als Blätter; denn es war nicht die Zeit für Feigen. Da fing Jesus an und sprach zu ihm: Nun esse niemand mehr eine Frucht von dir in Ewigkeit! Und seine Jünger hörten das. Und sie kamen nach Jerusalem. Und Jesus ging in den Tempel und fing an auszutreiben die Verkäufer und Käufer im Tempel; und die Tische der Geldwechsler und die Stände der Taubenhändler stieß er um und ließ nicht zu, dass jemand etwas durch den Tempel trage. Und er lehrte und sprach zu ihnen: Steht nicht geschrieben (Jesaja 56,7): »Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker«? Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht. Und es kam vor die Hohenpriester und Schriftgelehrten, und sie trachteten danach, wie sie ihn umbrächten. Sie fürchteten sich nämlich vor ihm; denn alles Volk verwunderte sich über seine Lehre. Und abends gingen sie hinaus vor die Stadt. Und als sie am Morgen an dem Feigenbaum vorbeigingen, sahen sie, dass er verdorrt war bis zur Wurzel."

    Es ist der Tag, an dem sie nach Jerusalem kamen (11,1-11). Das Verdorren des Feigenbaumes ist eine symbolische Zeichenhandlung, die auf den Untergang Jerusalems zielt. Der Baum hat nur Blätter; er bringt keine Frucht. Es ist nicht die Zeit dafür. Jesus ahnt, was ihn erwartet. Jerusalem wird in seiner Rolle erkennbar in den Wechslern und Händlern, die Jesus aus dem Tempelvorhof vertreibt. Auch das weist auf die Zerstörung Jerusalems unter Titus hin.

    Es ist einfach notwendig, biblische Texte aus der jeweiligen Zeitgeschichte und ihrem Denken heraus zu verstehen.

  • vor 1 Jahrzehnt

    Du gehst ja schon davon aus, dass ich lüge.

    Leider kennst Du die Bibel nicht genügend, sonst würdest die Handlung als eine Handlung erkennen, die ein Teil einer Prophezeiung ist.

    Dazugehörend gibt es noch weitere Texte.

    Um diese zu verstehen braucht man schon ein wenig mehr Bibelkenntnisse.

    In Matth. 7 Vers 6 steht:

    Gebet nicht das Heilige den Hunden; werfet auch nicht eure Perlen vor die Schweine, damit sie dieselben nicht etwa mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen.

    Diesem Anraten in Matthäus folgend, werde ich Dir die prophetische Bedeutung nicht kundtun.

  • vor 1 Jahrzehnt

    Keine Antwort, wenn du dies dann als Lüge interpretierst.

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    (¸.•´ (¸.•` Die Wahrheit•.¸¸.•

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  • vor 1 Jahrzehnt

    Ein Feigenbaum hat, wie schon jemand sagte, generell 3 Mal Frucht. Das besondere ist aber, daß er erst Frucht hat, und dann Blätter. Es kann auch passieren, daß - warum auch immer - ein Baum außerhalb seiner Zeit Frucht bringt. Wenn er Blätter hat, dann gibt's auch Frucht, oder der Baum ist unfruchtbar. Außerhalb der Erntezeit wären die Feigen zwar noch grün gewesen, aber man hätte sie durchaus essen können - wenn es welche gegeben hat.

    Jesus nutzt den Umstand, um den Baum mit Israel zu vergleicht, das damals vorgetäuscht hat, religiös zu sein, mit dem Herzen aber ferne von Gott war. So, wie der Baum, würde jeder vergehen, der nicht gute Frucht bringt.

  • Jeany
    Lv 7
    vor 1 Jahrzehnt

    Ich finde, dass erhardgr es schon gut erklärt hat. Es klingt ja wirklich etwas befremdlich, sollte aber auch bedeuten, dass dieser Baum noch nicht einmal die Vorfeigen trug, die zu dieser Jahreszeit hätten da sein müssen. Es ist ein Bild auf Israel, das damals auch keine Früchte trug, obwohl sie schon hätten da sein sollen.

    Die Art, wie du Gott beschreibst, finde ich ziemlich mies. Ich finde deine Betrachtungsweise sehr oberflächlich. Wie sollte Gott denn deiner Meinung sein? In die Hände klatschen mit einem "Hach, ist das aber schön" beobachten, wie Menschen Kinder dem Gott Moloch geopfert hatten oder Familien durch Ehebruch kaputtgemacht hatten?

    Ich glaube gar nicht, dass du mit dieser Einstellung an einer wirklichen Antwort interessiert bist.

    Bin gespannt, wem du die BA geben wirst, jemandem wie erhardgr oder jemandem, der dir nach dem Mund redet...

    Ist es das Zweite, hatte ich doch recht.

    Nachtrag:

    Oh, es gibt wohl keine, die deine Meinung haben..., was ist das denn? Öfter mal was Neues! ;-)

  • vor 1 Jahrzehnt

    Ich lüge nicht zurecht, sondern versuche eine schliche Antwort: Man muss wissen wie das mit den Feigenbäumen in Israel ist: Rienecker schreibt in seinem Bibellexikon:

    "Der Feigenbaum trägt dreimal. Im April (zur Zeit vor der Kreuzigung) kleine junge nicht saftige, aber essbare Vorfeigen, 6 Wochen später saftige, aber nicht haltbare Frühfeigen und im August die besten auch haltbaren Spätfeigen. Ohne Vorfeigen ist der Baum unfruchtbar. “denn es war nicht die Zeit der Feigen” müßte dann heißen: Weil es zwar noch nicht die Zeit der Spätfeigen war, aber die Zeit der Vorfeigen und weil ohne Vorfeigen der Baum unfruchtbar ist, deshalb wird er verflucht."

    Hilft das?

  • vor 1 Jahrzehnt

    es ist zwar toll, wie sehr ihr euch mit bibelzitaten und bibelgeschichten beschäftigt - ein fataler fehler ist es aber, die geschichte so zu nehmen, wie sie geschrieben wurde - du musst einmal überlegen: alles was jesus gemacht oder nicht gemacht hat wurde von niemanden mitstenografiert. sondern es wurde mehr oder weniger lange nach seinem tod von diversen leuten aufgeschrieben, was sie von wem gehört haben, der gehört hat dass einer erzählt hat was er von einem anderen gehört hat....

    zweitens musst du schauen, für welche leute das geschrieben wurde - welche gemeinde wurde da mit welchen wissen und glauben für welche situation belehrt mit diesen geschichten.

    das markus-evangelium z.b. wurde für leute geschrieben, die sich überhaupt nicht ausgekannt haben (und vermutlich in verfolgung lebten) - daher steht auch an vielen mk-evangeliumsstellen so ungefähr "sie verstanden dieses und jenes nicht" oder "jesus verbot ihnen, darüber zu sprechen" - da wollte der schriftsteller (in der überlieferung markus genannt) einfach zeigen: seht her, ihr versteht die geschichte nicht - aber sogar die apostel, die ja mit jesus unterwegs waren, seine engsten mitarbeiter, haben ihn nicht verstanden.

    also: zuerst den zeithorizont erkennen, danach die gruppe, für die das geschrieben wurde, dann überlegen, schweigen - danach vielleicht ganz weise deine fragen stellen.

  • vor 1 Jahrzehnt

    Verdorrter Feigenbaum?

    gute parabel

    Jesus läßt ja einen Feigenbaum verdorren, weil er außerhalb!!! der Erntezeit keine Feigen darauf findet.

    das ist falsch.

    lies mal mk

    Das verwundert sogar seine Jünger.

    nein

    das nicht

    Nun, wir hatten einen Kirschbaum, der brachte soviel Kirschen, daß es für die ganze Nachbarschaft mitreichte.

    Also, wenn wir den im Winter abgehauen hätten, weil keine Kirschen drauf sind, hätte uns jeder für bescheuert erklärt.

    eben

    die parabel ist anders.

    Ist also Jesus genauso bescheuert, dumm, rachsüchtig, ungerecht, jähzornig wie sein Papi im alten Testament, oder kann mir das jemand so zurechtlügen, daß doch was gutes rauskommt?

    nein

    du hast es nicht richtig gelesen.

  • vor 1 Jahrzehnt

    Ich vermute mal, dass Du ein ganz normaler Mensch bist. Und dass Dir z.B. Wind und Wellen nicht gehorchen. Also kannst Du Dich schon mal nicht mit Jesus vergleichen.

    Abgesehen davon wäre Dir, wenn Du den Vers im Zusammenhang gelesen hättest, aufgefallen, dass Jesus damit seinen Jüngern demonstriert hat, was echter Glaube ausrichten kann. Also nicht wirklich bescheuert, sondern sehr anschaulicher Unterricht.

    Das ist übrigens nicht gelogen.

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