Anonym
Anonym fragte in Politik & VerwaltungSonstiges - Politik · vor 1 Jahrzehnt

Sollten Therapien für Alkohol und Drogenäbhängige weiterhin vom Staat bezahlt werden?

12 Antworten

Bewertung
  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt
    Beste Antwort

    Alkoholismus und Drogensucht sind Krankheiten und die Therapie von Krankheiten sollte nicht nach dem Kriterium der Rentabilität bezahlt werden.

    Sucht ist eine Krankheit, die nicht geheilt werden kann. Zum Beispiel bleibt ein Alkoholiker immer Alkoholiker, egal wie lange er bereits trocken ist. Der Rückfall steht immer hinter dem nächsten Glas, das es zu vermeiden gilt.

    Sicher Therapien sind teuer und sind auch nicht jedem eine Hilfe, aber sie sind für viele Abhängige eine Möglichkeit den Absprung zu schaffen und damit letztendlich am Leben zu bleiben.

    Ich bin selbst Alkoholiker und bin Gottseidank seit einigen Jahren trocken. Ich weis nicht wo ich ohne Therapie gelandet wäre.

    Suchtkrankheit ist eine Hölle, die zu erleben ich selbst den schlimmsten Feind nicht wünsche. Und für jeden, der aus dieser Hölle entkommen kann zahlen sich die Kosten aus.

    Und noch ein Gedanke: Sucht ist eine Krankheit - kein selbstverschuldetes Versagen. Ich bitte Euch dieses einmal zu bedenken, wenn ihr Euch das Bild eines Säufers vor Augen haltet, so abstossend dieses Bild auch ist, es steht ein Mensch dahinter, ein kranker Mensch.

    Die Behandlung dieses Menschen kann erfolgreich sein. Nicht immer, aber sie kann. Soll man also auf die Therapie verzichten und den Menschen seinen Schicksal überlassen?

    Und noch ein Bild. Krebspatienten, Intensivmedizin - auch diese Behandlungen sind teuer. sehr teuer. Auch diese Behandlungen garantieren keine Heilung. Also was tun?Aufgeben? Die Patienten sterben lassen?

    Nein! Jedes menschliche Leben hat seinen eigenen Wert und wenn wir als Gesellschaft dazu in der Lage sind ein Menschenleben zu retten oder ihm Hilfe anbieten zukönnen, dann müssen wir es auch tun. Das ist keine Frage nach den Kosten, das ist eine Frage der Moral und des Gewissens.

  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    Gegenfrage: Sollte die Unfähigkeit und Faulheit mancher Menschen weiter vom Staat bezahlt werden?

    Na klar sollte es das. Krankenkasse sowieso.

    Wenn man hier alles Soziale abschafft, dann ist das hier nicht mehr länger ein Sozialstaat.

    Da kannste dann auch in die USA gehen.

    Viel Spaß und hoffentlich läuft auch immer alles gut!

    @ Udo:

    Glaube nicht, dass jeder das selbst zu verantworten hat...

    Vor allen bei Drogen geht es fast immer auch um krasse Kindheit usw...

    Gezwungen werden sollte man nicht... das stimmt wohl.. ist herausgeschmissenes Geld...

  • vor 1 Jahrzehnt

    Es fällt mir schwer hier objektiv zu antworten. Doch da Alkohol- und Drogensucht als Krankheiten bezeichnet werden, müssen sie auch unter die, zumindest von den Kassen, bezahlten Leistungen fallen.

    Meine Einschränkung wäre jedoch: wer einmalig rückfällig wird und sofort weiter macht mit der Therapie - kann passieren - dem wird die Therapie bezahlt. Wer aber immer und immer wieder rückfällig wird - nein, dann sehe ich das auch nicht mehr ein.

    LG-P

  • vor 1 Jahrzehnt

    Ideal wäre es, wenn hier das Verursacherprinzip gilt.

    Dann müßten die Schnaps- und Bierhersteller und die Drogenhändler herangezogen werden. Leider geht das nicht.

    Zumindest im Wiederholungsfall (Rückfall) werden strengere Kriterien zu Grunde gelegt (z.B. häufiger Besuch einer Selbsthilfe-Gruppe usw).

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  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    das einzigste land der erde welches eine "sektsteeur" hat das ist Deutschland, damals eingeführt vom alten Fritz als Luxussteuer, alleine auf eine flasche sekt kommen fast 1,50 EUR "Steuern" ohne die alkoholsteuer die kommt extra nochmals drauf , wenn es dem staat zuviel ist seine säufer zu entwöhnen dann sollen sie doch mal das bier teurer machen... dann geht es mal richtig ab in der republik und den mehrbetrag auch noch für die säufer verwenden.... aber das wird ja still geschwiegen lieber wird hatz auf die paar kiffer gemacht die sich die rübe zu ziehen das schein einfacher zu sein für die staatsgewalt ... ist halt alles zum kotzen wenn man darüber nachdenkt....

  • vor 1 Jahrzehnt

    soweit ich das sehe, sind deckt sich das zumindest fuer allohol aus den ziemlich happigen steuern auf das zeug.

    und fuer alles andere gilt, wenn du einmal anfaengst, bestimmte 'fehlleistungen' auszusortieren, wo hoerst du dann auf? was is mit fressucht und den folgen? zu wenig sport, zu viel sport, auto fahren... alles gefaehrlich, alles kostet den staat oder die krankenkassen geld

  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    es herrscht der irrglaube, dass man problemlos drogensüchtig werden kann, weil dann macht man halt einen entzug. dass 80% der entzogenen rückfällig werden und wieso, darum schert sich keiner. hauptsache die propapanda passt.

    und hauptsache man kann die verantwortung für den körper schon zu beginn bei der garderobe abgeben. ich glaube der staat ist selber schuld an dieser verderblichen grundhaltung der menschen.

  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    Haftet die Schokoladenindustrie dafür, dass uns trotz regelmäßiger Zahnpflege irgendwann einmal ein kariöser Zahn gezogen werden wird?

    Nein, denn wir zahlen ja auch zusätzlich zu den Krankenversicherungsbeiträgen bereits seit einigen Jahren 0,9 % zusätzlich an die Krankenversicherung, damit wir eines Tages prothetischen Ersatz erhalten, den wir jedoch auch zu einem großen Teil aus eigener Tasche finanzieren dürfen.

    Therapien für Alkoholkranke und Drogensüchtige haben ihren Sinn, doch wieso ist es statthaft, dass die Allgemeinheit hierfür zahlen muss?

    Alkoholerkrankungen und Drogensucht sind - trotz des Krankenstatus - selbst herbei geführte "Leiden", jedoch zahlen für die Behandlung der körperlichen Leiden alkoholabhängiger oder drogensüchtiger auch diejenigen, die auf sich und ihre Gesundheit achten.

    Wenn jemand von seiner Alkoholsucht freiwillig loskommen will, oder seine Drogensucht freiwillig aufgeben möchte, dann verdient dies Anerkennung, meiner Meinung nach sogar eine Belohnung durch eine geförderte gesellschaftliche Reintegration.

    Die Kosten für einen Entzug jedoch soll meiner Meinung nach derjenige tragen, der seine eigene Abhängigkeit verursacht hat. Denn ob er sein Geld für Alkohol oder Drogen ausgibt, oder aber letztendlich für sein eigenes Wohl, ist meiner Meinung nach vor dem Hintergrund der ohnehin bereits enormen finanziellen Belastungen zu bewerten.

    Nachtrag:

    Sicherlich sind bei Drogenabhängigen und Alkoholikern irgendwelche beliebigen Umstände an der Situation schuld. Diese Umstände werden jedoch während einer Therapie nur einmal bewertet, und spielen bei Folgetherapien auch so gut wie keine Rolle mehr. Diese Umstände sind bekannt, und anstatt ein Problem zu beheben, wird nun diskutiert, eine große Anzahl von Menschen erneut und immer wieder aufgrund wiederholt nicht bewältigter Probleme therapieren zu lassen.

    Ich lasse mich darauf ein, zu sagen, dass eine Ersttherapie als Eingliederungshilfe möglicherweise dazu geeignet ist, jemandem zu helfen. Wird diese Person jedoch rückfällig, frage ich mich tatsächlich wie oft es noch notwendig sein muss, Auslagen für diese Person zu tragen? Und alles nur, damit diese Person Harz-4-Leistungen bis zu einem beliebigen Zeitpunkt nach einer Therapie sparen, und die gesparte Summe erneut in Drogen oder Alkohol umsetzen kann?

    Deshalb ist es meine Meinung, dass die Entzugskosten aus eigener Tasche zu zahlen sind, und das der Staat zwar bei der Finanzierung helfen, jedoch nicht auf eine Rückzahlung verzichten sollte.

    Wer jetzt hier zudem mit Minderheitenschutz für Kiffer oder mit Genussmittelsteuern oder sogar mit dem allgemeinen Sozialabbau argumentiert, sollte sich meiner Meinung nach auch einmal Gedanken dazu machen, wie es aussieht, wenn man von Harz 4 betroffen ist, obschon man jahrzehntelang gearbeitet hat. Ich kenne ausreichend Menschen, die hierdurch am Rande eines Existenzminimums vegetieren, und die sich dennoch nicht in eine Abhängigkeit von Drogen oder Alkohol begeben.

    Für diese Menschen ist die Absicht, auch wiederholt rückfällige Süchtige auf Allgemeinkosten zu therapieren, ein Schlag in das Gesicht.

  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    Wenn du solche Probleme hättest wärst du froh, wenn dir jemand hilft und dich bei ner Therapie finanziell unterstüzt!

    Was wär das für ein Staat?

    Dann hätten wir nämlich RICHTIGE Probleme!

  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    Man kann ja mal die Dealer fragen, die haben genug Geld.

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