Sie haben kein Brot? Sollen sie doch Kuchen essen!?

Kann mir jemand sagen, was genau Frau Antoinette damit sagen wollte bzw. wie man es noch tiefgründiger deuten kann?

12 Antworten

Bewertung
  • vor 1 Jahrzehnt
    Beste Antwort

    Ob Marie Frau Antoinette diesen Ausspruch wirklich getan hat ist nicht so ganz klar... Sie war ja ein blutjunges Mädchen, als sie nach Frankreich verheiratet wurde. Beim Volk war sie wenig beliebt, da sie eine "Ausländerin" war, die den tumben König wohl an Intelligenz und auch Durchtriebenheit um einiges übertraf...

    Auf jeden Fall wurde ihr dieser Ausspruch nach gesagt - wie könnte man besser die Hochnäsigkeit und die Weltfremdheit der Königsfamilie illustrieren...

    Heute lesen wir wegen wachsenden Kinderarmut soll Hartz IV um 10 (!!) Euro erhöht werden. Worauf sofort einige besorgte Politiker forderten: "Es muss allerdings sicher gestellt werden, das dieser Betrag auch bei den Kindern ankommt"

    Es handelt sich hier um 30 C pro Tag!!! Da wäre die Forderung, wenn die Eltern kein Schulessen für die Kinder bezahlen können, dann sollen sie ihnen doch Kuchen mit geben auch nicht mehr weit entfernt....

  • vor 1 Jahrzehnt

    Dieser Satz wird Marie Antoniette zugeschrieben - die Legende will es so. Inbegriff fatalster Ignoranz der Herrschenden - stammt aber aus Jean-Jacques Rousseaus "Confessions", verfasst 1765-70, als Marie Antoinette noch ein Kind war, und ist dort zugewiesen einer 'großen Fürstin'.

    Also nicht immer alles glauben sondern nach den wahren Hintergründen forschen.

  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    Aus der offiziellen Homepage von Marie Antionette:

    http://www.marie--antoinette.de/

    S'ils n'ont pas de pain, qu'ils mangent de la brioche."

    "Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen."

    Dieser Ausspruch ist durch Jean-Jacques Rousseau („Confessions“) überliefert, der diese Worte einer „großen Fürstin“ zuweist.

    Marie Antoinette, durch Verschwendungssucht und Standesdünkel beim Volk verhasst, wurde der Satz fälschlicherweise postum zugeschrieben. Rousseaus "Confessions" wurden 1765-70 verfasst, als Marie Antoinette noch ein Kind war.

    Bis heute wird der Satz oft als von Marie Antoinette stammend zitiert, da er geradezu beispielhaft für soziale Mißstände und die Entfremdung zwischen Herrschenden und Volk für die Zeit vor der Französischen Revolution ist.

  • Jo Lee
    Lv 7
    vor 1 Jahrzehnt

    Marie Antoinette war bekannt für ihre Abgehobenheit vom Volk, für ihre Verschwendungssucht. Deshalb hat man ihr auch diese Aussage in den Mund gelegt. Sie soll angeblich nicht wahr sein, aber sie hat sich über Jahrhunderte gehalten, weil dieser Satz perfekt zu ihrem Wesen und ihrer Einstellung passte.

    Auch Politiker sind teilweise dermaßen abgehoben, dass sie gar net wissen, wovon sie sprechen, wenn jemand das nötige Geld zum Leben nicht aufbringen kann.

    Ich kann mich an eine Aussage einer österreichischen Politikerin erinnern (Marie Antoinette ist ja ursprünglich auch von da), die da meinte, wenn eine Frau zu wenig verdiene, dann müsse sie reich heiraten. (Die Politikerin, selbst aus gutem Hause, ist bis heute mit einem adeligen Industriellen verheiratet und auch heute noch in der Politik zu finden).

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  • vor 1 Jahrzehnt

    Diese Frau hatte keinen Bezug auf das volk. Lebte in Luxus pur, so wie heute unsere Politiker die keinen Bezug mehr an das Wahlvolk haben. Sonst gäbe es nicht hartz IV

  • vor 1 Jahrzehnt

    Diese Aussage illustriert einfach nur eine degenerierte, vielleicht etwas schnippische, unrealistische, und volksferne Mentalitaet. Sie wollte damit ihr Desinteresse an den Noeten der Bevoelkerung ausdruecken, glaube ich.

  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    Der Ausspruch wird Marie Antoinette, der franz. Königin vor der franz. Religion zugeordnet, was aber sachlich genauso falsch ist, als wenn man ihn Angela Merkel zuordnen würde. Gleichwohl paßt er in die Gedankenwelt der damals Mächtigen genauso gut, wie in die, die heute Macht ausüben.

  • Rosi
    Lv 4
    vor 1 Jahrzehnt

    Das war kurz vor der französischen Revolution. Das Volk rebellierte, sie hatten nichts zu essen während der Adel in Saus und Braus lebte. Marie Antoinette verstand die Not des Volkes nicht. Wenn sie hungerten weil sie kein Brot hätten sollten sie doch Kuchen essen.

    Tiefgründiger zu deuten wäre es, dass eine Revolution stattfinden könnte wenn das Volk hungert und unterdrückt wird. Nur gibt es keine totalitäre Monarchie mehr in Europa.

  • vor 4 Jahren

    Manchmal halten sich Behauptungen, die nicht (mehr) nachweisbar sind, erstaunlich lange. Offenbar hat auch Dein Lehrer eine unbewiesene Behauptung weitergegeben. Wenn er aufgeschlossen ist, solltest Du ihn mal auf die wikipedia-Seite aufmerksam machen. Manche Aussprüche sind eben nicht auszurotten,- aber heute schaden sie niemandem mehr. Damals, während der Revolution aber - waren sie für Marie Antoinette tödlich

  • vor 1 Jahrzehnt

    den satz hat sie nie gesagt.

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