Anonym
Anonym fragte in Kunst & GeisteswissenschaftPhilosophie · vor 1 Jahrzehnt

Leben wir zwei Leben?

eins in der Realität und eins in unseren Träumen und Idealen, in das wir uns in ruhigen Stunden zurückziehen ? Haben wir alle eine innere Identität, die mit dem äusseren Leben wenig gemein hat ?

16 Antworten

Bewertung
  • vor 1 Jahrzehnt
    Beste Antwort

    Sehr guter Gedanke von Dir!

    Die innere Identität ist also Deine eigene Vorstellung davon, wer Du sein willst, und das versuchst Du in die Tat umzusetzen. Das kann aber nie völlig gelingen, weil Du im Außen immer irgendwelchen Störfaktoren ausgesetzt bist, und Deine Vorstellung von Dir im Inneren mit Idealen zu tun hat, die nie völlig zu verwirklichen sein werden.

    Was Du also im Äußeren für ein Leben lebst, wer Du da bist, das ist etwas anderes, als was Du im Inneren anstrebst zu sein.

    Insofern hast Du recht: Wir leben zwei Leben.

    Vielleicht sind es aber sogar noch mehr Leben, die wir leben: In den Augen der Anderen leben wir ebenfalls unterschiedliche Leben. Der eine beurteilt Dein Leben so, und der Andere beurteilt es ganz anders, obwohl es eigentlich das selbe ist, was Du lebst.

    Und vielleicht leben wir noch ein viel umfassenderes Leben, von dem wir als kleine Menschen mit unserem Bewusstsein gar nichts wissen: Vielleicht ist unser Leben nur ein ganz kleiner Schritt in einem viel längeren und größeren Leben, in dessen Verlauf wir uns durch viele Verkörperungen zu etwas entwickeln, das wir in den einzelnen Leben nicht erkennen können, das aber im Erwachen eines vielleicht universellen Bewusstseins der Einheit gipfeln könnte. Jedenfalls ist dies so eins der Idealvorstellungen, die in meinem Denken rumgeistern! :)

    Viele Grüße,

    Martin

    http://www.jenseits-von-allem.de

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  • ?
    Lv 5
    vor 1 Jahrzehnt

    du hast ein bewusstsein (leben) und ein unterbewusstsein (traum)

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  • Anne
    Lv 7
    vor 1 Jahrzehnt

    Das denke ich auch schon seit über 30 Jahren. Ich gehe noch weiter und frage mich, in wie vielen parallel Universen existiere ich auch noch, mit welchen Identität ?

    Ist der Traum eine völlig andere Welt, in der wir auch leben? Was ist das, was wir Realität nennen?

    Manchmal ist "Die Realität" wilder als in meinen Alpträumen. Wenn ich nur an den Mann denke, der mal eben in der Uni 32 völlig unschuldige Menschen abknallte.

    Oooops, hört sich richtig schizophren an. *grins*

    Anne

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  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    Gute Frage,

    aber wenn man mal überlegt, dass man ja viele Facetten hat, viele Dinge, die einen einzigartig machen, sind es nur eine odere mehr Facetten einer Persönlichkeit. Normalerweise ist da ein ICH, und in dem ICH, also dem Grundcharakter findet viel an Facetten Platz. Also lebt man nur ein Leben, aber auf unterschiedlichen Ebenen. Ich glaube, es wird in dem Moment schizophren, wenn man die Facetten so garnicht mehr in ihrer Art zusammenbekommt, sprich die Persönlichkeiten gegeneinander kämpfen. Ansonsten hat so ein mensch viel Platz für 101 Gefühl und 101 Facette. Alles nter einem Dach! Für mich ist Beruf und Privatsein keine grosse Diskrepanz. Eins spielt ins andere rein, man nimmtt sich als Mensch ja immer mit. Egal wohin. Wozu also Masken. :)

    Es gibt ja einen Knopf, bei dem man die Träume abstellen kann, auch im Job. Man ist doch wie man ist und so komplett mit allem, auch den Träumen. Ausserdem, Träumen im Job setzt Energien und Innovationen frei, und an dem fehlt es doch in der sogenannten Realität.

    Es ist ja immer eine Person,die durchs Leben geht. Wenn ich was schizophren finde, ist es diese Gesellschaft die die Menschen zwingt, eine (vor)gelebte Zweitexistenz im Job zu leben und es den Leuten Zu Hause erlaubt, Mensch zu sein. nd je weiter Job und Persönlichkeit auseinanderklaffen, desto mehr hat man das Gefühl, irgendwie nicht ganz eins mit sich zu sein.

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  • vor 1 Jahrzehnt

    Manchmal wird man von der "Gesellschaft" gezwungen unser Leben in zwei Welten einzuteilen. Glücklich kann jeder sein der sich in seine zweite Welt zurück ziehen kann. Einige Ideale zu haben die man versuchen kann zu erreichen, ein Stück Kindsein, sein Leben lang zu bewahren. Träumen in blauer Stunde. Die Realität holt uns immer wieder viel zu schnell ein.

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  • vor 1 Jahrzehnt

    Ich kann nur beschreiben, wies bei mir ist: JA, ich lebe in zwei "welten".

    eine rein Subjektive ("Spaßwelt") und eine objektive.

    obwohl der Mensch nicht in der Lage ist, rein objektiv zu denken, aber das ist ein anderes Thema.

    Die subjektive Welt ist die, in der man seine Freunde hat, seine Familie, Schule/Arbeit (halt das typisch Mensch sein eben) und in der anderen Welt ist Platz für Gedanken, über den Sinn des Lebens (auch wenns den nicht gibt), also die Welt, in der es weder Moralvorstellung, Wert- oder andere Gefühle gibt (also FAST objektiv).

    So seh ich das. ich fühl mich in beiden Welten zu Hause.

    Man kann aber auch ganz schnell in Konflikte geraten, wenn man damit nicht umgehen kann.

    Ich weiß net, ob ich das verständlich geschrieben habe.

    Beispiel: wenn ich meinen "Alltag" erledige (Freunde, Arbeit, ...), bin ich in der subjektive Welt, aber sobald ich mit jemanden diskutiere oder einfach nur nachdenke, gehts in die andere "Welt".

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  • vor 1 Jahrzehnt

    klar!

    im besten fall nähern wir uns unseren träumen.

    ansonsten pendeln wir zwischen tag- und unterbewusstsein.

    authentische menschen empfinden nur noch wenig diskrepanz zwischen diesen beiden seiten ihrer selbst und sind zu beneiden.

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  • vor 1 Jahrzehnt

    ja

    den eindruck habe ich bei vielen menschen. sie sind mal da also real aber ein grossteil ihrer zeit sind sie weg also in ihrer fantasie.

    und ich denke diese zwei leben sind grund verschieden.

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  • Tifi
    Lv 7
    vor 1 Jahrzehnt

    Realität ist für manche Menschen nur das (Be)greifbare. Träume gehören auch zu unserem Leben. Ein Mensch ohne Illusionen ist kaum vorstellbar; der wäre ja perfekt. Das "wirkliche" Leben ist häufig Sachzwängen unterworfen, die den Menschen hindern können, seine Gefühle und Träume zu leben. Es ist trotz alledem Bestandteil unseres einen Lebens.

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  • vor 1 Jahrzehnt

    Hallo,

    ja unbedingt, wie oft kommen wir gestresst von der Arbeit, hektisch, noch dies und das erledigend. Aber, wenn wir entspannen, sind wir völlig anders. Wir haben wieder unsere Träume, die wir irgendwann verwirklichen möchten, und sei es nur in unserer Fantasie. Die brauchen wir auch dringend, wie eine Nahrung, die uns aufrecht erhält und Kraft gibt, den nächsten Tag zu meistern.

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