Mr. Kato fragte in Politik & VerwaltungRecht & Ethik · vor 1 Jahrzehnt

Sind die Deutschen zu unterwürfig?

Mir ist aufgefallen, das überall gemeckert wird, wie z.B. das die Steuern zu hoch sind, längere Arbeitszeiten, 2 Jahre Probezeit und vieles mehr. Zuhause oder in Foren etc. wird viel diskutiert und gemeckert, aber keiner unternimmt etwas. In unseren Nachbarländern, wie Frankreich, geht das anders zu.

Ich kann mich daran erinnern, das es früher mehr Widerstand gab, z.B. an den Universitäten. Sind wir Deutschen etwa ein Volk von kleinkarierten Duckmäusern geworden ?

26 Antworten

Bewertung
  • vor 1 Jahrzehnt
    Beste Antwort

    Wenn man bedenkt, dass damals die Französische Revolution ausschlaggebend für den späteren Aufstand in Deutschland war und die Franzosen somit schon damals Vorbilder im Kampf gegen den Staat waren, muss man dir zustimmen.

    "Ja,wir deutschen sind nicht gerade ein aufständisches Volk."

    Dennoch möchte ich in eine andere Richtung argumentieren um diese Tatsache zu verteidigen.

    Wie es schon einige meiner Vorredner schon formuliert haben, es geht uns eindeutig noch zu gut.

    Gemeckert wird immer und überall. Egal ob über Politik, den Arbeitsplatz oder einfach über die Gesamtsituation. Es gibt immer etwas was besser sein könnte. Dazu kommt, dass man negative Dinge sowieso eher wahr nimmt als positives. So entsteht oft der Eindruck, dass man auf der Stelle tritt und die Verbesserungen zu lange auf sich warten lassen.

    Jedoch sollte man in diesem Zusammenhang, die Kom- plexität der entsprechenden Problemstellung, nicht völlig ausser acht lassen. So ist es z.b gerade in der Gesetzgebung oft ein schwieriges Unterfangen, alle Vorgaben, zur Zufriedenheit aller Beteidigten unterzubringen.

    Aber gerade da liegt ja der Vorteil der Demokratie. Der Weg bis zur Entscheidung mag weiter und umständlicher sein Dafür haben dann aber auch mehr leute Einfluß darauf, was wiederum vor diktatorischen Maßnahmen schüzt.

    So gesehen würde ich behaupten, dass es uns garnicht schlecht geht, sondern dass dies nur auf den ersten Blick so aussieht.

    Warum also dann auf die Straße gehen? Weil die Krankenkasse 1,5 Euro mehr im Monat kostet? Ich, für meinen Teil, habe wichtigeres zu tun.

    Mit duckmäuserigkeit hat das, zumindest bei mir, nix zu tun. Eher mit dem Wissen, dass der hohe Lebensstandard besonders hier in Deutschland seinen Preis hat und es ausserdem, Millionen von Menschen noch viel schlechter geht als mir.

  • vor 1 Jahrzehnt

    Obrigkeitshörig würde ich meinen.

  • vor 1 Jahrzehnt

    So könnte man es fast bezeichnen. Leider ist der Widerstand bei uns sehr gering, obwohl viel gemeckert wird, leider oft im Verborgenen.

  • ?
    Lv 5
    vor 1 Jahrzehnt

    Deutsche bringen es sogar fertig bevor sie einen Bahnhof stürmen, eine Bahnsteigkarte zu lösen. Nur soviel zu diesem immer aktuellen Thema.

    Unsere Landsleute meckern auf hohem Niveau, ändern mögen sie nichts, das ist der Lauf der Zeit in unserem Land.

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  • vor 1 Jahrzehnt

    ne unterwürfige duckmäuser sind die deutschen nicht nur gehts uns zu gut wir haben zuviel zu verlieren zu dem was wir noch gewinnen können.

    die panikmache harz4 betrifft doch nicht mal 15% der gesellschaft dem rest geht es im vergleich zu vielen anderen ländern sehr gut. also wozu sich beschweren und auf die straße gehen. nur haben wir auch noch angst das jemand merkt, das es mir gut geht, dann müßte ich ja womöglich was abgeben. also jamern was das zeug hällt vileicht bekomm ich ja noch was. ansonsten höhren wir gerne auf die befehlenden worte einer höheren instanz, da brauchen wir keine verantwortung für unser handeln übernehmen und alles ist dann so schön ordentlich, sauber und überschaubar.leider folgt der deutsche dann schnell dem der am lautesten schreit und schimpft.

    mfgich

  • Mylady
    Lv 7
    vor 1 Jahrzehnt

    Das fängt bei den Politikern an, die sich den Lobbyisten unterwerfen und allein schon deshalb zu halbherzigen Reformen kommen.

    Ich gebe dir Recht, hier wird immer mehr gemeckert als gehandelt. Das hat allerdings weder etwas mit Unterwürfigkeit noch mit Obrigkeitshörigkeit zu tun, sondern mit Bequemlichkeit und Resignation.

    Und was ist den aus den berühmten 68er geworden? Das heutige Establishment.

  • vor 1 Jahrzehnt

    das sehe ich ähnlich.

    neulich hab ich mal nachrichten von 1982 gesehen - was da die leute an widerstand gegen wackersdorf geleistet haben!

    und heute, da zieht sich der deutsche jeden schuh an, den man ihm präsentiert, egal, wie ungerecht und unsozial er (also der "schuh") ist.

    lg schneeball und entschuldige meinen vermurxten vergleich.

  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    "kleinkarierten Duckmäusern" !

    Diese 2 Worte genügend vollkommen um einen (nicht unerheblichen) Teil der Deutschen Bevölkerung zu beschreiben!!!

    Ich selbst "Versuche" manchmal, mit meinen Fragen/Antworten auf diverse Missstände hin zu weisen!!!

    Gerne kann ich Dir die NEGATIV Mails zusenden, die ich von vielen `ehrenwerten` Bürgern deshalb bekomme.

    Die paar User, die hier manchmal "aufmucken", Mützen doch alle über kurz oder lang aufgeben, weil Ihre Meinung sowieso umgehendst gelöscht wird!

    zfreedom

    müssen.. nicht Mützen!

  • vor 1 Jahrzehnt

    Hallo,

    ich glaube, daß es viel mehr an der Angst liegt, noch mehr zu verlieren. Gerade in Deutschland ist sich doch jeder selbst am nächsten und es wird doch immer erst gefragt: Was habe ich davon?

    Die meißten Argumente die ich zu hören bekomme ist immer wieder, daß wir doch sowie so nichts ändern können.

    Wir sind ein Volk der Ausreden.

    Leider!

    Ich bin schon bei ein paar Demonstrationen dabei gewesen und Bekannte meinten dann teilweise nur, ist zu kalt, es regnet oder bringt doch so oder so nichts.

    Also... Ja wir sind ein Volk von kleinkarierten Duckmäusern geworden.

    Gruß

    TF

  • vor 1 Jahrzehnt

    Widerstand wie 60er +70er?

    Da war noch der Traum etwas ändern zu können.

    Trotzdem oder gerade zu der Zeit waren die "Buckligen"

    (obrigkeitshöriger) überall. Die, die sich auflehnten, waren elitär, wurden von den meisten Menschen nicht verstanden.

    Heute, keine Gegenwehr? Dieses Land hat seine Bürger verloren. Sie haben innerlich gekündigt. Die Hoffnung, das durch Europa, dieses pol. Dilemma gelöst wird, ist eher trügerisch oder dauerte zu lange.

    Deutschland schrie bei der WM auf, das es bei mir eine Gänse-Haut erzeugte. Über den Sport hat man sich wieder einst mit dem Land gefühlt. Wie ein Liebesersatz. Nein, dieser Staat hat seine Bürger verloren.Er ist ein geschlossener Zirkel der sich an sich selbst berauscht.

    1 Beispiel: wenn ein Politiker vor 30 Jahren die Wähler belog und mehr, dann viel das nur ganz wenigen auf.

    Heute? Wir werden noch nicht einmal anständig beschis....

    Nein keine Duckmäuser nur Desinteressierte, die sich um ihren eigenen kleinen Staat kümmern und mit diesem Staat (ihre Fam) treten sie in Verhandlung gegen Staat Deutschland und kämpfen und zocken mit ihm.

    das ist meine Sicht aus der Ferne

    gruss der Pate

  • vor 1 Jahrzehnt

    hallo

    ich denke die deutschen haben resigniert ... hier lebt fast jeder mit dem gedanken man kann eh nichts ändern also ... tu ich auch nichts...jeder kocht sein eigenes süppchen und sieht zu wo er bleibt....

    das problem ist auch es gibt keine lobbys mehr ..... früher gab es gewerkschaften ... klar gibt es die heute noch ... aber mal ehrlich die sind so abgehoben ... und mit den arbeitern haben die wirklich nicht mehr viel zu tun .... gekauft und korupiert...

    duckmäuser sind die deutschen gewurden ... aus angst um ihren arbeitsplatz wer sagt denn heute noch was er denkt auf seinem arbeitsplatz?

    die devise ist doch ... draußen stehen 20 andere die warten nur .... was will man da noch sagen ?

    sodale ich neige mal wieder dazu einen roman zu schreiben

    grüßli de petra

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