Tatjana P fragte in Unterhaltung & MusikMusik · vor 1 Jahrzehnt

Wer kennt den vollen Text von der Moritat von der Jule Julischkat?

der Text fängt so an; hört die traurige Geschichte von der Jule Julischkat die sich so wie ich berichte einmal zugetragen hat sieben Jahr alt war die Jule und zwei Wochen ungefähr als sie glaubte das die Schule nicht mehr nötig für sie war, und nun weiss ich nicht mehr weiter vielleicht kann mir ja jemand helfen

5 Antworten

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  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt
    Beste Antwort

    Das hier dürfte es wohl eher sein:

    Jule Julitschka

    Hört die traurige Geschichte von der Jule Julischkat,

    die sich so wie ich berichte, einmal zugetragen hat.

    Sieben Jahre alt war Jule und zwei Wochen ungefähr,

    als sie glaubte, daß die Schule nicht mehr nötig für sie wär.

    Und da legte sie beflissen beide Hände über´n Bauch,

    glaubte, schon genug zu wissen, das glaubt mancher andere auch.

    Jule ging dann durch die Gassen, kam ein großes Schild in Sicht.

    Es ermahnte aufzupassen, lesen konnte Jule nicht.

    Und daneben, liebe Leute, war ein tiefes Gullyloch,

    sah genauso aus wie heute, nur der Deckel fehlte noch.

    Jule spürte keine Reue, ging vorüber forsch und keck,

    dachte grad an ihre Schläue - und auf einmal war sie weg.

    In dem Gully, da war Wasser, und das floß ins große Meer.

    Jule wurde blass und blasser, und auch dunkel war es sehr.

    Keiner hörte ihr Gewinsel und des Wasser´s wilde Bahn

    riss sie mit auf eine Insel mittendrin im Ozean.

    Kam ein Haifisch, sah sie klagen und versprach die Rettung ihr.

    Doch sie sollte vorher sagen: Was 8 geteilt durch 4?

    Da hat Jule sehr gezittert, rechnen war ihr unbekannt.

    Und der Haifisch hat erbittert ihr den Rücken zugewandt.

    Heulend nahm sie mit den Händen eine Flasche und Papier,

    um ´ne Flaschenpost zu senden: "Holt mich wieder weg von hier!"

    Doch sie konnte auch nicht schreiben, wer nichts lernt ist eben dumm.

    Mußte auf der Insel bleiben, mit dem Wasser ringsherum.

    Und noch heute dringt ihr Wimmern mit dem Sturm an unser Ohr.

    Wir, zu Hause in den Zimmern, holen dann die Bücher vor.

    Denn wer keine dicken Vieren und ein helles Köpfchen hat,

    dem kann sowas nicht passieren, wie der Jule Julischkat.

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  • Manu74
    Lv 4
    vor 1 Jahrzehnt

    Jule Julitschka

    Hört die traurige Geschichte von der Jule Julischkat,

    die sich so wie ich berichte, einmal zugetragen hat.

    Sieben Jahre alt war Jule und zwei Wochen ungefähr,

    als sie glaubte, daß die Schule nicht mehr nötig für sie wär.

    Und da legte sie beflissen beide Hände über´n Bauch,

    glaubte, schon genug zu wissen, das glaubt mancher andere auch.

    Jule ging dann durch die Gassen, kam ein großes Schild in Sicht.

    Es ermahnte aufzupassen, lesen konnte Jule nicht.

    Und daneben, liebe Leute, war ein tiefes Gullyloch,

    sah genauso aus wie heute, nur der Deckel fehlte noch.

    Jule spürte keine Reue, ging vorüber forsch und keck,

    dachte grad an ihre Schläue - und auf einmal war sie weg.

    In dem Gully, da war Wasser, und das floß ins große Meer.

    Jule wurde blass und blasser, und auch dunkel war es sehr.

    Keiner hörte ihr Gewinsel und des Wasser´s wilde Bahn

    riss sie mit auf eine Insel mittendrin im Ozean.

    Kam ein Haifisch, sah sie klagen und versprach die Rettung ihr.

    Doch sie sollte vorher sagen: Was 8 geteilt durch 4?

    Da hat Jule sehr gezittert, rechnen war ihr unbekannt.

    Und der Haifisch hat erbittert ihr den Rücken zugewandt.

    Heulend nahm sie mit den Händen eine Flasche und Papier,

    um ´ne Flaschenpost zu senden: "Holt mich wieder weg von hier!"

    Doch sie konnte auch nicht schreiben, wer nichts lernt ist eben dumm.

    Mußte auf der Insel bleiben, mit dem Wasser ringsherum.

    Und noch heute dringt ihr Wimmern mit dem Sturm an unser Ohr.

    Wir, zu Hause in den Zimmern, holen dann die Bücher vor.

    Denn wer keine dicken Vieren und ein helles Köpfchen hat,

    dem kann sowas nicht passieren, wie der Jule Julischkat.

    PS:Ein schönes Lied der damaligen DDR

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  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt
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  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    Ja, von "Schobart und Black", total klasse.

    Such mal die alten Scheiben raus oder frage deine Eltern.

    Viel Spaß.

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  • vor 1 Jahrzehnt

    Ist es das?

    Hört die traurige Geschichte von der Jule-Julischkat,

    die sich so, wie ich berichte, einmal zugetragen hat:

    Siebzehn Jahr alt war die Jule, ein Burgfrollein, hold und schön,

    und die glaubte, dass der coole Ritter werde mit ihr gehen.

    Dieser lebte schon seit Jahren auf der Burg von nebenan.

    War auf Jule abgefahren, welche gleichfalls angetan

    Von dem lieblichen Gedanken an `ne heiße Liebesnacht –

    Währen da nicht diese Schranken, an die beide nicht gedacht:

    Ritter „Längsgestreift“, der coole war von weither schon zu sehn.

    So lang, wie heut `ne Woche Schule, maß er zwei Meter und zehn;

    Während quergestreift und heftig Jules Maße alles sprengt,

    was an Breite man sich deftig an `nem drallen Frollein denkt.

    Traurig schaut der Ritter runter und die Jule zu ihm rauf.

    Und so nimmt das Schiksal munter wieder einmal seinen Lauf.

    Denn die Alten von den beiden wollten diese Liebe nicht.

    Konnten selber sich nicht leiden und verlangten strikt: Verzicht!

    Aber Jule konnt`s nicht lassen, (und die Pille gab`s noch nicht.)

    Sie ermahnt`ihn, aufzupassen – doch das funktionierte nicht.…

    Und so kommt`s, wie`s kommen musste: unsre Jule-Julischkat

    Wurde noch mehr. Jeder wusste, was das zu bedeuten hat.

    Die Moral von solchen Sachen? Hättet ihr doch bloß pariert,

    denn nun kann man nichts mehr machen, das Resultet war „Kleinkariert“

    und hat sich bis heut erhalten. Überall triffst du sie an:

    Die Nachfahren von den Alten: - Bürokraten! Mann, oh Mann !!!

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