Wo finde ich eine Dokumentation über den Aufbau von Knorpel?

Mir leuchten die Erklärungen auf den entsprechenden Präparaten ein, aber ich hätte das gerne noch ein wenig genauer, vor allem wie über die Gelenkflüssigkeit die Nahrung an den Knorpel weitergegeben wird. Besonders interessiert mich die Wirkung vom Mehrfachzucker (Glucosamin), von Chondroitin, Zink, Selen und B6.

Vielen Dank im voraus!

2 Antworten

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  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt
    Beste Antwort

    Kollagen-Hydrolysat stimuliert den Aufbau von Knorpel

    In Studien reduzierte Hydrolysat bei Arthrose Schmerzen und Analgetika-Verbrauch

    BAD ORB (ner). Die Einnahme bestimmter Nahrungsergänzungsmittel unter ärztlicher Anleitung kann eine wichtige Arthrose-präventive Maßnahme sein. Als wirksam hat sich dabei etwa Kollagen-Hydrolysat erwiesen, hieß es auf dem Hausärzte-Kongreß "practica" in Bad Orb.

    Die Deutschen essen zuviel und die falschen Fette; die Proteinzufuhr ist hoch, und dennoch nehmen viele Menschen nicht die Aminosäuren, die für den Knorpelaufbau wichtig sind, in ausreichendem Maße auf. Das berichtete Professor Christine Metzner aus Köln.

    Die wichtigsten Aminosäuren wie Prolin, Glycin, Lysin sind vor allem in vollfetten Lebensmitteln enthalten. Gerade Übergewichtige, die per se ein erhöhtes Arthroserisiko hätten, ernährten sich zwar fettreich, aber meist so unausgewogen, daß sie diese Aminosäuren nicht ausreichend zu sich nähmen, so Metzner. Das gleiche gelte für Übergewichtige, die zur Gewichtsreduktion auf vollfette Lebensmittel verzichteten.

    Bei Übergewichtigen mit Arthrose-Gefährdung sei deshalb die Nahrungsergänzung mit Chondroprotektiva wie Kollagen-Hydrolysat (etwa CH-Alpha® Trinkampullen) indiziert, zusätzlich zu Basismaßnahmen wie Gewichtsreduktion und Sport.

    Der Orthopäde Dr. Ludwig Weh aus Schönau empfiehlt eine Dosis von 10 g Kollagen-Hydrolysat täglich über mindestens drei Monate. Studien an der Universität Kiel hätten eine gute Resorption im Darm, die Anreicherung im Gelenkknorpel sowie die Stimulation der Kollagen-Neubildung belegt. Unerwünschte Wirkungen oder Wechselwirkungen mit Medikamenten seien nicht bekannt.

    In randomisierten kontrollierten Studien mit über 700 Arthrose-Patienten wurden nach Wehs Angaben eine signifikante Schmerzlinderung, ein reduzierter Analgetika-Verbrauch und verbesserte physische Leistungen nachgewiesen. Diese Effekte konnten durch Bewegungsmessungen zum Nachweis der Gelenkstabilisierung objektiviert werden. Da nach Absetzen der Therapie erneut arthrotische Beschwerden auftreten, sei eine Dauerbehandlung ratsam.

  • Anne
    Lv 7
    vor 1 Jahrzehnt

    Wir schauten damals in die Bücher und lasen solange, bis wir es verstanden.

    Heute sieht man ins Internet. Vergiß nicht, es muß in deinen Kopf, nicht in unseren!

    Anne

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