Was ist von AIDS-Kritik zu halten?

Ich bin kürzlich über die These gestolpert, daß das HI-Virus nicht existiert oder zumindest nicht für die als AIDS bekannten Imunschwächesymptome verantwortlich ist. Demnach wäre die hohe Sterblichkeit vorrangig durch die hochtoxische (und den Kritikern zufolge komplett ungeeignete) Behandlung zu erklären. AIDS-Tests werden als vollkommen aussagelos angesehen.

Auf mich als Laien wirken sowohl der etablierte, als auch der kritische Ansatz relativ überzeugend. Auf beiden Seiten finden sich passende Arbeiten und Statistiken und renomierte Befürworter. Daher wüßte ich gerne eure Meinung.

Danke.

Update:

Ich bin kürzlich über die These gestolpert, daß das HI-Virus nicht existiert oder zumindest nicht für die als AIDS bekannten Imunschwächesymptome verantwortlich ist. Demnach wäre die hohe Sterblichkeit vorrangig durch die hochtoxische (und den Kritikern zufolge komplett ungeeignete) Behandlung zu erklären. AIDS-Tests werden als vollkommen aussagelos angesehen.

Auf mich als Laien wirken sowohl der etablierte, als auch der kritische Ansatz relativ überzeugend. Auf beiden Seiten finden sich passende Arbeiten und Statistiken und renomierte Befürworter. Daher wüßte ich gerne eure Meinung.

Danke.

Nachtrag (30.08. 18:40):

Die höhere Rate wird dadurch begründet, daß vor allem in Afrika andere Erkennungskriterien für AIDS gelten (z.B. Gewichtsverlust, Hautausschlag, usw.), und daß aufgrund der Fördergelder bevorzugt AIDS diagnostiziert wird.

Einige Seiten von AIDS-Dissidenten:

http://www.rethinkingaids.com/ (englisch)

http://aids-info.net/

http://aids-kritik.de/

Update 2:

P.P.S.: Sorry, daß jetzt ein Abschnitt doppelt ist. Bin noch sehr ungeübt mit den hiesigen Funktionen. ;)

9 Antworten

Bewertung
  • vor 1 Jahrzehnt
    Beste Antwort

    die gänge aids-behandlung mit nucleosid-analoga und proteinasehemmern gibt es nun einige jahre. HIV und AIDS natürlich länger (so wie die krankheit immer zeitlich vor der therapie steht). die AIDS-Symptomatik wurde also schon vor dem (leider nicht heilenden) therapie-ansatz beschrieben. die symptome der immundefizienz der medikation zuzuschreiben ist meiner meinung somit absurd. natürlich finden sich auch zahlreiche nebenwirkungen aufgrund der behandlung, jedoch andere.

  • vor 1 Jahrzehnt

    Wenn für die hohe Sterblichkeit die Medikamente verantwortlich wären dürften in Afrika keine Menschen an AIDS sterben. Ich finde solche Aussagen höchst verwerflich und menschverachtend.

  • fee
    Lv 5
    vor 1 Jahrzehnt

    Dann wundere ich mich, warum so viele Menschen an Aids sterben.

    Seltsam

  • vor 1 Jahrzehnt

    Was soll das??

    Aids immer nur mit Afrika in Verbindung zu bringen.

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  • vor 1 Jahrzehnt

    Wohl über keine andere Erkrankung gibt es in unserer Epoche mehr Mythen und Halbwahrheiten als über AIDS. Inbesondere auf dem afrikanische Kontinent halten sich im Wesentlichen 3 Erklärungsmodelle:

    1. klassische, medizinische Vorstellung: Das HI-Virus wurde von Affen auf den Menschen übertragen

    2. Verschwörungstherorie: das HI-Virus sei in amerikanischen (europäischen, jüdischen...) Labors entwickelt worden (z. B. als Kampfstoff), dann sei dieser Virus versehentlich verbreitet worden. Andere glauben auch daran, dass der Virus absichtlich nach Afrika gebracht worden sei, mit dem Ziel der Ausrottung der schwarzen Rasse. Dies sei z. B. durch Pseudo-Impfungen an Kindern geschehen.

    3. Negation: Das Virus existiert überhaupt nicht. Die Erkrankungen werden durch die Medikamente ausgelöst.

    Meiner Meinung nach spiegeln die vielen Mythen um das HI-Virus die Ohnmacht vieler Menschen und Länder wieder, die Krankheit wirkungsvoll zu bekämpfen. Insbesondere in südafrikanschen Ländern sterben dermaßen viele Menschen an AIDS, dass das herkömmliche Erklärungsmodell einer Epidemie für viele nicht ausreichend ist, und das Gefühl von - etwas von aussen gemachtes- als bequeme Erklärung gesucht wird. Das hierbei von vielen Afrikanern weisse Regierungen (z. B. die USA) angeschuldigt werden, spiegelt m. E. die ambivalente, wenig emanzipierte Einstellung dieser zu den ehemaligen Kolonialherren wieder. Es werden diesen halt immer noch übermenschliche Fähigkeiten angedichtet. In diesem Fall jedoch mit einer entsetzlichen, teuflichen Intention, nämlich der der Massenvernichtung der schwarzen Rasse. Von solchen Vorstellungen sollte man sich deutlich distanzieren. AtIDS ist eine furchtbare Erkrankung, aber sie existiert und ist nicht menschen gemacht.

  • Leony
    Lv 7
    vor 1 Jahrzehnt

    Wenn man eine Krankheit nicht auskurieren kann, erklärt man entweder, dass das Autoimunsystem "schuldig" ist, od. dass die Krakheitssymptome übertrieben sind. Natürlich ist der AIDS eine quälende und leider tödliche Krankheit. Wenn jemand das Glück hat nur Träger von HIV, bzw. AIDS sein, ohne darunter zu leiden, sind sein Partner, eventuelle Kinder etc. gefährdet. Also wieder autoimunes Problem.

    HIV/AIDS kommen öfters bei Homosexuellen, Narkomanen, die die gleichen Spritzen benutzen, sogar jemand behauptete, dass die Stechmücken Träger sein können, was ich als Medizinerin nicht glaube, da die Mücken local sind, d.h. sie können nicht von Afrika nach Europa fliegen. Aber, wenn ich mich überlege - wenn in einem Touristenkomplex z.B., eine Stechmücke einen AIDS-Kranken erwischt und dann einen Gesunden, vielleicht gibt es auch in dieser These ein bisschen Wahrheit.

    Wenn Medikamente gegen AIDS erfunden wedrden, wird sie unser Immunsystem nicht aushalten. (Eigene Meinung)

  • vor 1 Jahrzehnt

    Dass Menschen durch die Behandlung auch an den Nebenwirkungen sterben können ist doch nicht nur bei Aids festgestellt worden.

    Es gibt tausende von Fällen wo die Menschen an den Folgen einer Chemo- und/oder Strahlentherapie gestorben sind als der Krebs bzw. die Tumore sich schon zurück gebildet haben.

    Ich habe vor 5 Jahren meinenLebensgefährten verloren, weil er sich eine Sepsis nach einer Chemo geholt hatte und man ihn bei der Aufnahme ins Kranknehaus bei sehr hohem Fieber - auf derm Flur unbehandelt von morgens 10 Uhr bis nachmittags 16 Uhr liegen ließ. Angeblich weil zu viel zu tun war.

    Sein Immunsystem war durch die Chemo total zerstört worden.

  • vor 1 Jahrzehnt

    Mit klinischen studien ist es leider so ne sache. du kannst alles bestätigen oder als falsch beweisen wenn du die daten entsprechend interpretierst und die richtigen experimente machst.

    Ich kann dich aber beruhigen. Es gibt den Virus und er löst auch die Krankheit aus. Ich hab ihn schon mit eigenen Augen gesehen. :-)

    Die behandlung ist zwar für dieses und einige anderen Viren hoch toxisch und die nebenwirkungen für den menschen sind hoch aber ohne die behandlung ist die überlebensspanne deutlich kürzer.

  • vor 1 Jahrzehnt

    Also, in Deutschland ist dieses Jahr quasi noch niemand an AIDS gestorben und das bei erhöhter Ansteckungsrate.

    In Afrika sterben die Leute am laufenden Band.

    Der Unterschied: Medikamente. Ja, die Medikamente haben einige fiese Nebenwirkungen, allerdings hat sich das in den letzten Jahren deutlich durch die sehr intensive Forschung auf dem Gebiet relativiert.

    Ich denke keine Krankhait ist so gut erforscht wie AIDS. (Diese ganzen AIDS-Spende-Veranstaltungen haben da echt was gebracht. ) Und man kann mittlerweile ziemlich genau den Zusammenhang zwischen Virenrate und Symptomen erkennen.

    Also:

    Es gibt AIDS und das wird durch den HI-Virus ausgelöst und die Medikamente haben einen deutlichen Effekt.

    Und ich hätte gerne die Seite der AIDS-Kritiker um sie meinen Freunden zu schicken :-)

    Quelle(n): Ich kenne Leute, die am Immunsystem forschen. Statistiken aus der Zeitung, ...
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