Warum ist englisch die Weltsprache und nicht deutsch?

7 Antworten

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  • vor 1 Jahrzehnt
    Beste Antwort

    Du wirst lachen, aber deutsch wäre es beinahe geworden.

    Als im neu kolonisierten Amerika darüber abgestimmt wurde, welche Sprache die Amtssprache werden sollte, hat eine Stimme gefehlt, damit deutsch ebenfalls Amtssprache bleibt (denn bis Dato wurden dort drüben alle amtlichen Bekanntmachungen auch in deutsch und ein paar anderen Sprachen veröffentlicht).

    Da Amerika durch seine Bevölkerungsanzahl einen enormen Einfluss auf die "Weltsprache" hat, ist es eben zu Englisch, statt Deutsch gekommen.

    Somit hätten wir Deutsche (Österreicher etc.) es also beinahe etwas einfacher in der Welt gehabt ;)

    So wie die Engländer jetzt.

    Quelle(n): Geschichtsunterricht und hatte es auch irgendwo nochmal gelesen gehabt.
  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    Weil die USA den zweiten Krieg gewann.

  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    England hat Kraft über vielen Ländern gehabt.

    Indien, Austrailien usw.

    Amerika auch.

  • vor 1 Jahrzehnt

    Gegenfrage: IST Englisch DIE WELTSPRACHE? ERSTE Antwort: NEIN! Chinesisch wird zum Beispiel von VIEL MEHR Menschen verwendet! Auch der HÄUFIGSTE Familienname ist chinesisches LI und nicht englisches Smith! Zweite Antwort: JE NACH DEM! Zum Beispiel wird HEUTE SPANISCH zur ZWEITWICHTIGSTEN SPRACHE in den USA - und SPANISCH verschiedener IDIOME wird weltweit auch in den ehemaligen spanischen KOLONIEN, die ZIEMLICH GROSS waren, gesprochen, vielleicht derzeit MEHR als die angeblich zweite Weltsprache Französisch! JE NACH DEM bezieht sich auch auf VERWENDUNGSBEREICHE von SPRACHE, denn z.B. sind GRIECHISCH und DEUTSCH in OSTEUROPA TRADITIONELL VERBREITETE SPRACHEN in der Intelligentsia. Auch LATEIN ist in WEITEN BILDUNGSBEREICHEN nach wie vor WELT-BILDUNGSSPRACHE ... Ich breche hier ab, denn es gäbe noch EINIGE "Je-nach-dems"

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  • vor 1 Jahrzehnt

    Vielleicht muß man da ein wenig die Frage hinterfragen, ob denn englisch wirklich "die Weltsprache" ist. Rein von den Bevölkerungszahlen wird (Kanton-)Chinesisch von weit mehr Menschen gesprochen. Es gibt keine offiziell zu einer solchen deklarierte "Weltsprache." Und in anderen Erdteilen haben auch heute andere Sprachen völlig anderes Gewicht als Englisch. Siehe Südamerika - spanisch, portugiesisch. Afrika (heute noch) - in großen Teilen französisch (für Afrika mit heute 800 Mio EW ist für 2050 eine Bevölkerung von 1,6 Mrd. als sicher prognostiziert). In Rußland übrigens gilt DEUTSCH als DIE Sprache der Zukunft - man lernt dort weit mehr Deutsch als Englisch. Umgekehrt konnte man in der ehem. DDR beobachten, wieviele Worte des Alltagsdeutsch aus dem Russischen kamen. Und das zeigt schon, womit die Antwort auf Ihre Frage zu tun hat.

    Die Entwicklung ist auch keineswegs alt: sie hat mit der Verschiebung der Brennpunkte von Europa weg sowie einfach mit unseren Lebensumständen zu tun. Viele Jahrhunderte war ja z.B. Latein DIE Weltsprache, weil die Kirche Kultur- und Wissenschaftsträger Nummer eins war, dann spanisch, französisch, von englisch lange überhaupt keine Spur, es galt sogar als unfein, oft gar nicht als richtige Sprache (das Englische hat ca. 70 % Lehnwortanteil von romanischen Sprachen) Selbst am englischen Hof wurde jahrhundertelang französisch gesprochen, die Sprache der Bildung. Übrigens war auch bei uns die Sprache selbst der Post, der Bahn bis vor 50 Jahren ... französisch. Das WAR eine Festlegung durch Internationalität. So wie es heute für den Flugverkehr Englisch ist.

    Tatsache war aber sicher, daß es ein "Deutschland" im Nationsverständnis wie es in Frankreich über 1000 Jahre besteht, auch in England spätestens seit Heinrich VIII. bestand, kaum einmal gab. Die Einwanderer in die USA (immerhin ist heute jeder 4. Amerikaner deutscher Abstammung!) - die "Krauts" - setzten sich außerdem zuerst aus den alleruntersten Schichten zusammen, und waren ob ihrer niederen Bildung etc. verachtet, ob ihres Fleißes, ihrer praktischen Fähigkeiten aber bald sehr geschätzt, übrigens ... ob ihrer Feigheit als Soldaten (man staune) immer sehr verlacht. (Was sich erst mit dem Einzug des Preußischen geändert hat.) Sie waren allen historischen Zeugnissen nach immer sehr assimilierungswillig.

    Und wenn es auch tatsächlich in Pennsylvania, Texas etc. zweisprachige Gesetze, Zeitungen etc. gab, Deutsch also auch Amtssprache war, so war - hier muß ich VanGog leider korrigieren - nie zur Abstimmung, Deutsch zur offiziellen Amtssprache der USA zu machen. Daß das Englisch sein würde stand nie zur Diskussion, es ist offenbar eine kleine nette Geschichte ... (siehe: B. G. Längin "Aus Deutschen werden Amerikaner", bzw. die von ihm zitierten Quellen, er geht auch auf diese Legende ein)

    Die Deutschen hatten sich also nie so auf das Hervorheben ihrer Herkunft konzentriert, es war für sie selbstverständlich, sich sofort anzupassen, wo sie z.b. bestehende geschlossene Siedlungsräume verließen. Es stand ja auch nie ein starkes Mutterland hinter ihnen, sie waren im Gegenteil sogar "Ausgestoßene" (viele Protestanten! siehe: Amish, die heute noch eine Art Deutsch sprechen) Bis 1871 jedenfalls.

    Das Englische - wobei England ja durch sein Empire ohnehin weltumspannende Bedeutung hatte, ähnlich Frankreich, Portugal, Spanien ... nie aber Deutschland oder Österreich (wo man am Hof lange Zeit sogar spanisch sprach) - hat seinen Siegeszug ganz sicher erst mit der politisch-militärischen, dan vor allem der wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung besonders seit 1945 angetreten. Sämtliche Schlüsselindustrien wie -technologien, die Kultur (Fernsehen, Kino, MUSIK - Jazz! Pop, Rock ...) in Europa vor allem waren ja amerikanischer Herkunft bzw. von dort übernommen. Dazu kam nach 1918 der Völkerbund mit der damals erstmals so großen Rolle der Amerikaner (die vor dem 1. WK als eher unterentwickeltes Agrarland ohne weltpolitisch großen Einfluß galten), die UNO ... Auch das Internet, von Anfang an amerikanisch dominiert, in der Sprachverbreitung sicher sehr bedeutend, heute fast DIE Schlüsseltechnologie, trägt massiv zur rasend schnellen Dominanz des Englischen bei.

    Als "Gegenwehr" (wie es in Frankreich seit etlichen Jahren massiv versucht wird) zu re-germanisieren stößt hierzulande doch auf manche Ressentiments, die auf nicht immer so ganz günstig zu nennende historische Gegebenheiten in Zusammenhang mit einem "starken Deutschland als Nation" zu tun haben ... Aber es gibt in Deutschland mittlerweile recht hausverständige kleine Bemühungen, das Englisch wieder zurückzudrängen. Und auch in der EU nimmt man darauf Bedacht - bis jetzt gibt es soweit ich weiß 17 offizielle Amtssprachen, in die alle Dokumente übersetzt werden.

    Wie rasch so eine Leitfunktion von einer Sprache eingenommen ist, aber sich damit auch ändern kann, zeigt sich gegenwärtig, wo das Englische erst so richtig auch bei uns Einzug hält. Und auch hier wieder zu beobachten: über die Alltagskultur, die Gegenstände des Alltags (Computer), die Freizeitkultur (Musik, Fernsehen, Kino ...) etc. etc. Die wiederum Lebensformen und Leitbilder prägen, was sich v. a. bei jungen Menschen sofort auch in der Sprache ausdrückt. Mit den "fremden" Dingen ist also auch die fremde - englische - Nomenklatur, Bezeichnung eingezogen. Da ist die Art der Sprache quasi gleichgültig - man denke nur an Tamagochi oder Kebap. Niemandem fällt es so einfach ein, Begriffe für Dinge einfach zu ändern. Sofort reagiert natürlich auch das Bildungssystem ... eine Spirale ist in Gang.

    Was in zwanzig oder fünfzig Jahren sein wird - das kann man also mit Spannung erwarten. Wenn China (bei Indien ist es schwerer, weil es dort unzählige Sprachen gibt) weiterhin so zulegt, mit der wirtschaftlichen Macht auch die politisch-militärische wächst, und von dort vielleicht auch noch umwälzende technische Neuerungen etc. kommen ... kein Zweifel, was DANN "Weltsprache" wird.

  • vor 1 Jahrzehnt

    Die deutsche Sprache ist sehr schwierig zu lernen und im Vergleich zu Englisch sprechen es nicht viele Leute.

  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    Weil mehr Menschen Englisch können und nicht Deutsch - eine Umstellung wäre sehr schwer (fast unmöglich)!

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