Beste Antwort - Ausgewählt durch Abstimmung
In Washington D.C. war ich nur einen Tag, dort haben mich vor allem die Museen beeindruckt, einfach überwältigend. Wenn man schon da ist, natürlich auch Weisses Haus, Capitol, Lincoln Memorial, Obeslisk... alles ganz nah beieinander.
In New England war ich dagegen fast 20x, ausser in Boston brauchst Du hier allerdings schon ein Auto. Im Gegensatz zu dem ersten Antworter kann ich Dir Cape Cod im Sommer und an den Wochenenden NICHT empfehlen. Ich bin selber sehr gern dort, aber nur bis Anfang Juni oder nach dem Labor Day am ersten Montag im September. Dazwischen ist zwar alles geöffnet, aber aber völlig überlaufen, an der Südküste zieht sich ein Mega-Stau entlang, Provincetown ist dicht und die schöne Route 6A an der Nordküste ist auch eher ein Autokorso. Leider gilt ähnliches auch in etwas kleinerem Umfang für Martha`s Vineyard und Nantucket - beide Insel total sehenswert, aber im Sommer scheinen halb NYC und Boston dort Urlaub zu machen. Individualität wirst um die Zeit dort nicht finden, nur hohe Preise und Menschenmassen.
Fast ebenso schön, aber relativ ruhig ist Cape Ann nördlich von Boston, da gibt es noch authentische Fischerdörfer und Ruhe. Falls Du so weit fahren möchtest, dann in New Hampshire den Lake Winnepesaukee (Meredith oder Wolfeboro, auf keinen Fall Weir`s Beach), Squam Lake und die White Mountains. Die meisten Leute fahren da über den Kancamagus Highway, den ich selber zwar auch sehr mag, aber inzwischen ziehe ich die Parallel-Route Crawford Notch etwas nördlicher vor. In der Gegend dort um Lincoln gibt es unheimlich viel zu sehen, absolut empfehlenswert sind Lost River und Flume River Gorge.
Falls Dir das zu weit, würde ich Dir zu Mystic an der Connecticut Küste raten, da gibt es zum einen ein Marine-Freiluftmuseum und Olde Mystic, eine Art Miniatur New England Dorf, nett gemacht. Ganz in der Nähe kann man die USS Nautilus besichtigen, das erste atomgetriebene U-Boot der Welt. Von dort aus ist es auch nicht mehr weit bis Newport, wo die Astors, Vanderbilts und Co ihre Villen hatten, viele davon kann man besichtigen. Wenn Dich Geschichte interessiert, dann ist Plymouth Plantation (zwischen Boston und Cape Cod) etwas für Dich. Man hat dort ein Dorf aufgebaut, wie es zu Zeiten der Pilgerväter aussah und die "Bewohner" tragen nicht nur authentische Kleidung, sondern sie sprechen auch ein altertümliches Englisch ohne moderne Wörter. Nicht billig, aber total gut gemacht.
Pittoresk, aber auch manchmal voll ist Litchfield in Connecticut, eine Art Bilderbuch Dorf in malerischer Umgebung. Allerdings trifft das auf viele Dörfer und kleine Städte zu, ich persönlich finde z.b. Woodstock, Vermont, oder Deerfeld, Massachusetts, nicht weniger schön.
In Süd-Vermont liegt Brattleboro, die Einfallstrassen sind wunderschön mit Häusern im Kolonialstil gesäumt von alten Bäumen. Das Centrum wirkt auf den ersten Blick etwas verlottert, aber zum einen ist es ein El Dorado für Büchernarren (massenhaft Second-Hand Buchläden), zum anderen lebt da immer noch die Hippie-Kultur. Hat irgendwie was ;-)
Boston ist gleichermassen typisch amerikanisch und hat gleichzeitig etwas alt-europäisches an sich, ich mag die Stadt sehr. Es gibt zwar ein effizientes U-Bahn und Bussystem, aber man kann fast alles gut zu Fuss erreichen. Wenn man Ruhe sucht, dann sind Boston Common und Boston Garden ideal, ausserdem gibt es rund um Cambridge viel Grün (im Sommer sind die Harvard und MIT Studenten nicht so zahlreich vertreten und man hat viel Auswahl). Die Museen sind ausgezeichnet (JFK Museum, Science Museum, Computer Museum, Aquarium usw...), es gibt ein paar schöne alte Gebäude und Kirchen, man kann diverse Bootstouren unternehmen oder eine Fahrt mit den Ducktours (Amphibienfahrzeuge, geht auch auf den Charles River).
Kulinarisch natürlich inerster Linie Lobster - wenn Du noch nie Hummer gegessen hast und nicht so auf so was stehst, kannst Du es erst mit einer Art Brötchen (Lobster Roll) versuchen. Dann Muschelsuppe (nicht so mein Fall, aber einmal probiert haben sollte man Clam Chowder schon) sowie jegliche Arten von Fisch. Berühmt sind die Boston Baked Beans und in einigen Rsetaurants bekommst Du auch Elchsteaks. Das Nationalgetränk ist Cranberry Juice in allen Variationen, am Anfang erscheint er bitter, aber herrlich erfrischend an heissen Tagen und je nach Sorte (z.B. mit Traube, Apfel oder Brombeere) auch süsser zu haben.
Puh, das war jetzt etwas wirr, aber wenn Du mehr Infos willst, kannst Du mir gern mailen.
Quelle(n):
Oft dort gewesen