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Wumi der Macho Wumi der Macho
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Würdet Ihr als Mercedes Chef auch die Produktion herunterfahren?

Gibt es keine anderen Möglichkeiten, als die Abeiter nach Hause zu schicken und auf eine Produktion von 80.000 Nobelschlittnzu verzichten?
  • vor 1 Jahr
Neunzig by Neunzig
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Beste Antwort - Ausgewählt vom Fragesteller

@ ... Was will man denn auch sonst machen?!
Ich nehme mal einige Stichworte aus den Antworten zum Anlass, um darauf zu antworten und werde dann mal meine Meinung sagen. Ich mache dann mal einen neuen Tread auf, um meine Ausführungen zu diskutieren unter „Was haltet ihr von meinem Vorschlag?


@ .... bergleute heute die autohersteller
Vergleich von Äpfel und Birnen: Bei dem einen handelt es sich um eine strukturell, bei dem anderen um eine konjunkturelle Krise.
@ .... fehlender Nachfrage weiterproduziert, dann hat man vom Geschäft nichts verstanden.
Das sind die Auswirkungen, aber nicht die Ursache der Krise.
@ ....scheiss Kapitalismus. Ok, der Kapitalismus ist sicherlich nicht das Optimum. Aber kenst Du etwas besseres?
@ .... der Staat Abnehmer spielen. Wen Du geschrieben hättest „ auch Abnehmer“, hätte ich mich damit sicherlich anfreunden können, denn das passt in meine Meinung.
@ ....abgecheckt, ob die Regierung hier eingreifen würde. Aber soll die Regierung alles machen, wo fängt das an und wo hört das auf, Staatskapitalsmus?
@ .... im baugewerbe wird diese möglichkeit schon seit jahren angewendet. Nicht vergleichbar, bei Bau handelt sich um intermittierende saissonale Beschäftigungskrisen, die planbar sind, bei der jetzigen Krise handelt es sich um eine Konjunkturkrise oder Nachfragekrise, die aber nicht, wie früher nur nationale sonder jetzt internationale, weltweite Auswirkungen hat.
@ .... lagsam auf militärfahrzeuge umrüsten. Also langsam wirkt nun überhaupt nicht in der momentanen Lage. Da Umrüsten hatten wir historisch schon mal, das Ergebnis lag dann 1945 fest.
@ .... Autos auf Halde und Vorrat zu produzieren, schmälert deren Wiederverkaufswert. Richtig, aber warum denn auf Halde produzieren?
@ .... Also direkt vom Ofen in den Mülleimer? Das Beispiel ist zwar schön und einleuchtend. Es ist aber genau so unsinnig wie Charly Chaplins „Neue Zeiten“ aus Kugeln Würfel zu machen und wieder zurück ...

Es sprengt fast die Forumsidee, aber sollte in jedem Forum auch die Möglichkeit der Aufklärung vorgesehen sein? Und eine sachbezogene Meinung kann man doch nur dann haben, wenn man das Fundament, die Information, das Wissen dazu hat.

Und sicherlich haben das viele, aber es fehlt zu oft an der systematischen Darstellung, zu der die Medien durch Verunsachlichung und Verunsicherung mit weisen und hochtrabenden Sprüchen und mit Scheinkompetenz zu oft beitragen.

Mein Vorschlag „wenn ich Chef von Mercedes wäre“ orientiert sich an den Fakten, die betriebswirtschaftlicher Natur sind, nicht an Zeckmäßigkeiten und dem Fähnlein im Winde.

Zwei Aspekte sind dabei wichtig: 1. fixe Kosten und 2. variable Kosten. Ich will hier keinen wissenschaftlichen Vortrag halten, aber man verzeihe mir, dass ich das dennoch vereinfacht erkläre, ohne das es grundsätzlich durch Vereinfachung falsch wird.

Fixe Kosten sind „produkts-unabhängig“. Es ist egal, ob ich Null Stück produziere, oder wie bei Mercedes 80.000 Autos. Diese Kosten fallen immer an. (Beispiele: Miete, Zinsen, Abschreibungen auf hochautomatisierte Hundert-Millionen-Anlagen, Forschungs- und Entwicklungskosten, Wartungskosten, Werbung). Man nennt das auch Deckungsbeitrag. Wenn ich eine Wohnung miete, ist es egal, ob ich darin wohne oder nicht, die Miete fällt an. Wenn ich nicht drin wohne, verloddert sie mehr als ich sie bewohne. So ist es auch bei Produktionsanlagen, die Verluste sind im Stillstand höher als in betrieb.

Variable Kosten sind „produktions-abhängig“. Es ist nicht egal ob ich 1 Stück oder 80.000 Autos produziere. Material und Löhne fallen dann an, proportional. Wenn ich eine Wohnung miete, fallen z. B. nur Energie und Wasserkosten an, wenn ich die Wohnung benutze.

Im Falle Mercedes (gilt für die gesamte Autoindustrie) sind die fixen Kosten enorm hoch, sie liegen bei mehr als 50%, bezogen auf den Verkaufspreis (Und im Verkaufspreis sind noch Löhne, Material und supersatte Gewinn für Mercedes und die Händler enthalten). Kostet so ein Mercedes für den Käufer 50.000, dann sind es mehr als 25.000 Verlust pro nicht fabriziertes Auto. Die muss der Konzern schlucken, sie mindern den Gewinn, egal ob produziert wird oder nicht, das sind saubere Verluste. 2 Milliarden, unvorstellbar: 2.000.000.000 €.

Aber wenn Mercedes das schlucken will, warum dann nicht zugunsten des Absatzpreises bei Weiterproduktion? Mercedes könnte, ohne das es auch nur einen Cent mehr kosten würde, alle Arbeiter weiterbeschäftigen, wenn es seine Nobelkarossen in einer Sonderaktion mit 30-50% Nachlass verkaufen würde, ohne das Mercedes einen höhern Verlust hätte als bei der jetzigen „2-Milliarden-Arbeiterpause“.

Überleg mal: 80.000 Schnäppchenjäger weltweit sind nur ein Bruchteil der Käufer, die zugreifen würden. Die Schlitten „statt 50.000 nur 25000“, wären schon verkauft, bevor man sie produziert hätte - von wegen auf Halde produzieren, das macht man nur den Menschen weiß, wenn man weiterhin dicke Gewinn an jedem Wagen machen will. Aber was inte
  • vor 1 Jahr
Bewertung des Fragenden:
5 von 5
Kommentar des Fragestellers:
Super!

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