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Ernesto (genannt "Ché") Guevara Serna wird 1928 in Rosario/Argentinien geboren.
1947 beginnt er das Studium der Medizin in Buenos Aires.
Nach seiner Promotion zum Dr. med. bricht Guevara zu einer Südamerika-Reise auf. Er entgeht damit dem Militärdienst unter dem ihm verhassten Staatspräsidenten Juan Domingo Peron
Begegnungen mit der verarmten Bevölkerung des Kontinents und seine Arbeit in einer bolivianischen Lepra-Station lassen ihn zu einem politischen Menschen werden.
Guevara versucht vergeblich den Widerstand gegen den neuen guatemaltekischen Präsidenten zu organisieren. Danach trifft er in Mexiko auf Fidel Castro und dessen Anhänger, die medizinische Hilfe benötigen. Guevara schließt sich der Gruppe an und erhält den Beinamen "Ché".
Als einer von 80 Revolutionären schifft Guevara sich auf der "Gramma" von Mexiko aus ein, um Kuba "zu erobern". Die wenigen Überlebenden der Aktion organisieren einen jahrelangen Guerillakrieg in der Sierra Maestra/Kuba.
Seine Verdienste bei dem Sturz des kubanischen Diktators Fulgencio Batista y Zaldívar (1901-1973) werden ihm mit der Erklärung zum "von Geburt Kubanischer Staatsbürger" gedankt.
Im November 1959 wird er als bestimmender Wirtschaftsberater und eigentlicher Ideologe der neuen Regierung zum Leiter der Nationalbank von Kuba ernannt.
1961
Industrieminister in der kubanischen Regierung. In dieser Funktion löst Guevara die Wirtschaft Kubas aus der Verflechtung mit westlichen Ländern und sucht verstärkt die Einbindung in den Ostblock. Außerdem steht Guevara für die Nationalisierung, Beschlagnahmung und Enteignung des gesamten nordamerikanischen Eigentums auf der Insel. In dieser Zeit wird ein großes ländliches Siedlungs- und Bildungsprogramm durch die Enteignung des Großgrundbesitzes begonnen.
DIe Zeit der Kuba Krise kommt und mit dem Drängen der UdSSR, in Kuba wieder die Zucker-Monokultur einzuführen, wird Guevaras Industrieplan um Jahre veschoben.
Che hat genug und geht
1964/65 auf Reise durch afrikanische und asiatische Staaten, darunter auch die Volksrepublik China.
Im Oktober verliest Fidel Castro einen angeblichen Abschiedsbrief Guevaras, in dem dieser auf all seine Ämter und die kubanische Staatsangehörigkeit verzichtet, um sich wieder dem "Kampf gegen den Imperialismus" zu widmen.
Zusammen mit anderen Guerillakämpfern läßt sich Guevara nach Bolivien einschleusen. Im bolivianischen Dschungel beginnt er mit dem Aufbau eines Guerillalagers.
Ernesto "Ché" Guevara wird bei einem Gefecht mit der bolivianischen Armee 1967 bei Higueras verwundet und gefangen genommen. Kurze Zeit später wird "Ché" Guevara erschossen. Da die Leiche nach bolivianischen Angaben eingeäschert und an einem unbekannten Ort beigesetzt wird, ohne eindeutig identifiziert worden zu sein, bleiben Zweifel an der Identität des Toten.
Wissenschaftler entdecken 1997 in Bolivien das später als echt identifizierte Skelett von Guevara. Damit erweist sich die frühere Behauptung, er sei eingeäschert worden, als falsch. Der Leichnam wird nach Kuba überführt und mit einem Staatsbegräbnis in einem Mausoleum in Santa Clara beigesetzt.
DI☼
Quelle(n):
Biographie von Ernesto (Ché) Guevara Serna