Man sollte solche Studien immer mit Vorsicht betrachten. Die Tatsache, dass italienische Pizze fast durchweg besser abschnitten als deutsche, dass Flamkuchen, Leineweber und Omletts ebenfalls zur Wertung herangezogen wurden und der in Fachkreisen zu Recht umstrittene Gürkchen-Test stellen das "katastrophale" Ergebnis doch schon sehr in Frage.
Hinzu kommt die zweifelhafte Wahl der Stichproben: 69% der Pizze waren mit Fleisch- und Wurstwaren ungeklärter Herkunft belegt, 12% waren schlecht gewürzt und weitere 7% enthielten sogar Brokkoli. Ich denke nicht, dass dies ein repräsentativer Schnitt durch die deutsche Pizzalandschaft ist.
Und wenn dann noch Carl Zone und H. Waii, die Vorsitzenden des Studienkommitees, erklären, wegen der Vierteilung des deutschen Pizzasystems (Käse - Salami - Schinken - Knoblauch) sei die Bildung von Käsefäden gefährdet, dann hört sich aber alles auf!
Ich denke nicht, dass das deutsche Käsefädenbildungssystem in Gefahr ist. Ich denke, dass wir endlich einmal eine Pizza-Studie im deutschen Ländervergleich brauchen!

